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Essener Geschäftsleute wollen Verkaufsoffene Sonntage 2013 erhalten

29.10.2012 | 06:00 Uhr
Essener Geschäftsleute wollen Verkaufsoffene Sonntage 2013 erhalten
Wasser auf die Mühlen der Sonntags-Einkäufer: Der verkaufsoffene Sonntag zum Start der Lichtwochen brachte viele Menschen in die Innenstadt - auch aus anderen Städten.Foto: Sebastian Konopka

Essen.  Bei den Essener Geschäftsleuten wächst die Sorge wegen der von der rot-grünen Landesregierung geplanten Einschränkungen beim Sonntags-Verkauf 2014. „Ich hoffe bloß, dass die Stadt die strengen Vorschriften des Landes nicht übereilt umsetzt“, sagt der Marc André Heistermann vom Einzelhandelsverband.

Bei den Essener Geschäftsleuten wächst die Sorge wegen der geplanten Einschränkungen beim Sonntags-Verkauf: „Ich hoffe bloß, dass die Stadt die strengen Vorschriften des Landes nicht übereilt umsetzt“, sagt der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Marc André Heistermann. Für den Handel sei es lebenswichtig, 2013 noch die bisher geltende Regelung voll auszuschöpfen , nach der jedes Stadtteilzentrum bis zu vier Verkaufsoffene Sonntage im Jahr veranstalten kann. Ab 2014 soll die Gesamtzahl auf 13 offene Sonntage pro Stadt und Jahr beschränkt werden .

„Wenn sich der Rat jetzt schon an die Neuregelung hält, kann Essen der Konkurrenz der Nachbarstädten nicht standhalten“, glaubt Heistermann. Seine These, dass die Shopping-Sonntage überregionale Strahlkraft haben, schien sich gestern in der gut besuchten Essener Innenstadt zu bestätigen: Viele Käufer waren aus anderen Städten angereist. Die Liberalen weiß der Handel an seiner Seite, so sagt der Chef der FPD-Ratsfraktion Hans-Peter Schöneweiß: „Wir bedauern die geplanten Einschnitte und sehen Arbeitsplätze in Gefahr.“

Sonntags-Gegner beziehen Stellung

Auch die Gegner der jetzigen Regelung beziehen vor der entscheidenden Ratssitzung am 28. November Stellung. So kritisiert der Fraktionschef der Linken, Peter Leymann-Kurtz, dass Frühjahrsfeste oder Adventsmärkte dazu herhalten müssten, offene Sonntage in Stadtteilen zu begründen: „Es ist offenkundig, dass Anlässe geschaffen werden, um inflationär Sonntagsöffnungen durchzusetzen.“ Vorbildlich handele der Stadtbezirk VI, der für 2013 keine offenen Sonntage angemeldet habe.

Und die Bezirksvertreter für Altenessen, Karnap, Vogelheim haben sich vergangene Woche dafür ausgesprochen, 2013 nur zwei der beantragten vier offenen Sonntage zu genehmigen. Gegen die Stimmen der CDU – und gegen den Wunsch der Kaufmannschaft aus der IG Altenessen. Der grüne Bezirksvertreter Joachim Drell nennt das einen Schritt „gegen die Kommerzialisierung des Sonntags“.

Rolf Krane von der IG Rüttenscheid hält es dagegen für Unfug, alle offenen Sonntag in Essen zu addieren, um dann die hohe Zahl zu beklagen: „Die Leute fahren doch nicht zum Sonntagseinkauf von Kray nach Borbeck. Die Begrenzung von vier pro Stadtteilzentrum reicht völlig, um die Sonntagsruhe vor Ort zu schützen.“

Christina Wandt



Kommentare
01.11.2012
08:25
Essener Geschäftsleute wollen Verkaufsoffene Sonntage 2013 erhalten
von wenco | #7

Vor allen Dingen in den dichtbesiedelten Stadtteilen wie Rüttenscheid und Holsterhausen haben die von Verkehrslärm und Parkplatzmangel genervten Bürger doch wenigstens einen Ruhetag in der Woche verdient. Und der sollte nicht den rein finanziellen Interessen der Kaufmannschaften und IGs geopfert werden. Es ist auch lächerlich, ausgerechnet die religiösen Adventsfeiertage als Anlass für einen Konsumsonntag zu nutzen.

29.10.2012
18:55
Früher ist auch keiner verhungert....
von RANRW | #6

Oh ja, das gute, alte und ebenso unsägliche wie unpassende "Aber früher ist doch auch keiner verhungert" Pseudo-Argument - wer dies aber trotzdem so sieht muss dann aber konsequenterweise so manche Regelung/Einrichtung an der Wertung "überlebensnotwendig oder nicht" messen.

Uiuiuiuiui, da gibt es dann aber eine Menge zu verbieten.....

29.10.2012
18:22
Essener Geschäftsleute wollen Verkaufsoffene Sonntage 2013 erhalten
von ex_altenessener | #5

Wird der Umsatz eigentlich durch einen verkaufsoffenen Umsatz erhöht? Wenn ich eine Jeans am Sonntag kaufe, werde ich mir sicherlich nicht am Montag noch eine kaufen. Gleiches gilt wohl für nahezu alle Artikel. Und das liegt daran, dass die Bürger nicht mehr Geld in der Tasche haben, was sie ausgeben können.

Als nicht BWLer lässt sich draus folgendes schliessen: Das Einkommen der Bürger bleibt auch bei verkaufsoffenen Sonntagen gleich. Das heisst, sie können nicht mehr Geld ausgeben. Das Geld was sie Sonntags ausgeben, geben sie nicht an anderen "regulären" Tagen aus. Das wiederum bedeutet, dass der Umsatz von Unternehmen wohl nicht oder zumindest nicht signifikant steigen wird. Hingegen steigen aber die Kosten für Strom und Personal. Warum also jammern die Kapitalisten und fordern liberalere Öffnungszeiten?

29.10.2012
17:56
Essener Geschäftsleute wollen Verkaufsoffene Sonntage 2013 erhalten
von chevyg10 | #4

Es gab Zeiten, da hatten die Gschäfte bis 18:30 und Donnerstags bis 20:00 geöffnet.
Da ist auch keiner verhungert.
Aber der "kaufgeile" Bürger bekommt den Hals ja nicht voll

29.10.2012
11:21
Essener Geschäftsleute wollen Verkaufsoffene Sonntage 2013 erhalten
von donjose | #3

Die Raffgier der Kaufmannschaft ist nicht mehr zu überbieten.Die noch vorhandenen Mitarbeiter müssen bis aus letzte ausgepreßt werden um diese Gier zu befriedigen.

29.10.2012
08:39
Sonntagstermine 2013 einschränkten!!!
von maxi.kroeger | #2

Die ganze Stadt hört darauf was Herr Dr. Krane sagt, und im Auftrag von Herrn Stenglein gedruckt wird.

Krane for OB!!!! (Ironie aus)

ansonsten kann man nur sagen wenn ein "Wintermarkt", als Begründung für einen verkaufsoffenen Sonntag herhalten kann kan man nur herzlichst lachen.

An den Wintermarkt in Rüttenscheid verdienen sich ein paar Gastronmen und Organisatoren eine goldenen Nase und die anwohnenden Bürger und Besucher leiden darunter, dass der Parkplatz ewig lange gesprerrt wird (aufbauen können die in wenigen Sunden zum Abbauen und saubermachen brauchen sie in der Regel zwei Tage)

Die maximal erlaubte Anzahl ganz gleichmüässig auf alle Stadtteile verteilen. Genauso wie die Erlaubnisse für Aussengastromomie und Abendlneipen, damit die anderen ´mal sehen wie "schön" das für Rüttenscheid ist.

29.10.2012
08:37
Essener Geschäftsleute:Sonntagstermine 2013 erhalten
von Kajovo | #1

Montags bis Samstags sind die Kinder in Schulen und Kitas, die Eltern arbeiten. Sonntag wäre ein Tag wo die Familien mal zusammen sein können. Da aber der Götze Mammon rollen soll kommen die Geschäftsleute auf die "geniale" Idee die Familie doch wieder auseinander zu reißen, da ein Teil oder gar beide Elternteile auch am Sonntag arbeiten sollen. Statt Familie Arbeit, Arbeit, Arbeit zum Mindestlohn für einige wenige die den Rahm abschöpfen.

2 Antworten
Essener Geschäftsleute wollen Verkaufsoffene Sonntage 2013 erhalten
von Tokas | #1-1

Schwachsinn, es Arbeiten immer mehr Leute am Sonntag, wird wirklich Zeit das der Sonntag als normalen Arbeitstag gesehen wird.
Oder Zumindest als eine Art Samstag, wo auch die Leute Einkaufen können, die in der Woche nicht dazu kommen.

Essener Geschäftsleute wollen Verkaufsoffene Sonntage 2013 erhalten
von chevyg10 | #1-2

Aber sonst kann "Tokas" noch alles essen.
Lasst die Läden am Sonntag zu.
Der Tag gehört der Familie

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