Die Grünen in Essen fordern Sozialstunden für Müllsünder
02.08.2012 | 19:51 Uhr 2012-08-02T19:51:00+0200
Essen. Die grüne Ratsfraktion fordert, dass überführte Müllsünder zu Reinemach-Sozialstunden verdonnert werden. Das Aufräumen der Parks habe für die Verursacher eher einen Lerneffekt als bloße Appelle.
In der Debatte um ein Mehr an Müll in den Grünanlagen der Stadt und die schmutzigen Rückstände des wilden Grillens greift die grüne Ratsfraktion zu einem öffentlichkeitswirksamen Vorschlag: Sie fordert, dass überführte Müllsünder zu Reinemach-Sozialstunden verdonnert werden. Dies stehe durchaus im Ermessen der Gerichte, so Elisabeth van Heesch-Orgass, ordnungspolitische Sprecherin der Fraktion. Die Verursacher lernen in ihren Augen eher aus ihren Fehlern, wenn sie ihren Dreck selber wegmachen müssten.
Die Grünen begrüßen die Nutzung öffentlicher Parks als Volksgärten auch zum Grillen, aber denken bei ihrem Bestrafungsvorschlag vor allem an die Mehrarbeit für die Reinigungstrupps: „Die Nutzung der Parks darf nicht auf Kosten der Ebe-Mitarbeiter gehen“, erklärt die Werdener Ratsfrau, die ebenso im Aufsichtsrat der Entsorgungsbetriebe sitzt.
Griller in die Schranken verweisen
Bei Appellen, wie sie das städtische Presseamt gestern formulierte, wollen die Grünen es künftig nicht mehr belassen: Griller, „die ohne Rücksichtnahme und unter Zurücklassung des von ihnen produzierten Mülls auf Kosten anderer Nutzer ihre Freizeit gestalten“, müssten in die Schranken verwiesen werden. Dafür sieht van Heesch-Orgass das Ordnungsamt und die Polizei in einer Bringschuld, die zwar bereits praktizierten Doppelstreifen auszubauen und Vergehen zu ahnden.

18:03
Tolle Idee, wirklich gut, ich sehe aber noch lange keine Müllsünder beim aufräumen. Wer soll das durchsetzen? Gibt nur Kommentare wie, nix verstehen, Alter ey. Langweilig. Voll krass ect.
14:52
"Dafür sieht van Heesch-Orgass das Ordnungsamt und die Polizei in einer Bringschuld, die zwar bereits praktizierten Doppelstreifen auszubauen und Vergehen zu ahnden."
Bekommen die Grünen eigentlich nichts von der aktuellen Tagespolitik mit? Haben sie noch gar nicht bemerkt, dass die Doppelstreifen in Essen zwangsweise auf ein Minimum reduziert wurden?
Dann will ich Frau van Heesch-Orgass mal eine kleine Hilfestellung geben:
"Nach mehr als zehn Jahren ist die Zeit der Präsenzstreifen von Ordnungsamt und Polizei abgelaufen. Denn sogar die Doppelstreife gilt inzwischen als freiwillige Leistung, die die Stadt sich nicht mehr leisten kann, selbst wenn sie es wollte. Künftig werden die Beamten nur zur Gefahrenabwehr eingesetzt."
http://www.derwesten.de/staedte/essen/doppelstreifen-in-essen-werden-drastisch-reduziert-id6733370.html
Das ist keine 8 Wochen her - da sollte man sich mit Grünem Populismus ohne Hand und Fuß doch ein wenig zurückhalten. Wenn mich nicht ganz dumm darstehen will...
Van Heesch-Orgass.
Mehr muss man nicht wissen....
Da stellt sich schon die Frage, wie oft die grüne Ratsherrin aus Werden überhaupt an Ratssitzungen teilnimmt, wenn sie nicht mal über dessen elementarste Entscheidungen informiert ist.
Auch als Aufsichtsratsmitglied der EBE, die ein stadteigener Betrieb ist, sollte sie nicht gegen andere Stadtämter wie das Ordnungsamt schießen. Die können wohl am wenigsten für das Versagen der Politik, an der sie maßgeblich beteiligt ist!
14:35
Schon interessant, wie die Grünen in Essen ihrem Koalitionspartner CDU immer ähnlicher werden. Schade, dass sie dabei vergessen, dass sie selbst dafür gestimmt haben, 1000 Stellen in der Verwaltung zu streichen. Danach hat das Ordnungsamt, wie Ordnungsdezernet Kromberg selbst gesagt hat, gar keine Zeit mehr für die Verfolgung von Müllsündern in den Parks.
13:22
... dürfte dann so aussehen, dass der ermittelbare Normalbürger zu Sozialstunden verknackt wird, weil er eine Kippe aus dem Autofenster geworfen hat oder ähnlich.
Die Horden derjenigen, die unerkannt ihren Müll entsorgen, werden weiterhin nicht belangt. An die Hardcore-Müllsünder in Problemgebieten traut sich so eine typische Doppelstreife vom Ordnungsamt doch gar nicht ran. Die wissen auch ganz genau, dass das böse Aua vom Clan des Ertappten geben kann.
Also "kümmert" man sich lieber um die gut abwatschbaren Minisünder, die nicht sofort auf körperverletzende Konfrontation gehen. Und da reichen die jetzigen Strafzahlungen eigentlich schon aus, zumal das meist nur Minimalvergehen sind.
12:50
Gute Idee. Jetzt müssen die Grünen nur noch wissen, wie man die erwischt.
12:37
wirklich mal jemanden dabei erwischen würde, wie er seinen Müll liegen lässt, wäre das wirklich schon ein Wunder. Und wenn dieser dann noch ein dickes (!) Bußgeld bekommen würde, wären fast alle wieder am meckern, dass es Abzocke wäre. Es würde ja reichen, diese Person zu ermahnen, dann sehen die das auch ein :-).
Wie die Ordnungsbehörde es auch macht, es wäre eh verkehrt.
12:14
Besser wäre, die Grünen sammelten den Müll ein, und sie überlegten mal, warum es soweit gekommen ist!?
12:07
Werden solche Forderungen von den Grünen in Essen gestellt, so handelt es sich um interessante Anregungen. Beziehen sie sich dagegen auf Problemviertel, so werden sie als rechtsradikales Gedankengut gewertet. (Beispiel Dortmund: http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/in-dortmunds-nordstadt-tuermen-sich-die-muellberge-id6942095.html)
Interessant.
11:43
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten,werden überführte Nunkies bis zu 1200$ bestraft.Sollte man hier auch einfürhen.
08:24
Die grüne Ratsfraktion weiß ganz genau, dass diese Forderung überhaupt nicht umsetzbar ist. Um einen Müllsünder zu überführen, dazu müßten die Ordnungsbehörden das Vergehen unmittelbar beobachten. Und wenn sie schon daneben stehen, dann können sie den Müllsünder auch gleich auffordern, denn Müll auch wieder zu beseitigen.