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"Oma Gerti" (87) wegen Schwarzfahrens wieder im Gefängnis

12.12.2013 | 18:25 Uhr
"Oma Gerti" (87) wegen Schwarzfahrens wieder im Gefängnis
Oma Gerti (87) wurde in Hagen verhaftet und muss wegen Schwarzfahrens wieder ins Gefängnis.Foto: dpa

Ennepetal/Wuppertal.   Sie kann es einfach nicht lassen: Bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate sitzt die bundesweit als „Oma Gerti“ bekannte Ennepetalerin Gertrud F. (87) im Gefängnis. Am 5. September erging der Haftbefehl gegen sie. Mehr als drei Monate war sie untergetaucht. Jetzt klickten vor dem Hagener Hauptbahnhof die Handschellen.

Im Juni dieses Jahres erregte ihr Fall Aufsehen. Wegen Schwarzfahrens bekam sie einen Strafbefehl über 400 Euro. Den bezahlte sie nicht, wurde vorm Wuppertaler Hauptbahnhof verhaftet, kam ins Gefängnis.

Die „Bild“-Zeitung bezahlte die Strafe und ersparte der 87-Jährigen einen längeren Aufenthalt im Kittchen. Sie erzählte seinerzeit, sie sei zwar gut zu Fuß, könne längere Strecken aber nicht mehr bewältigen. Von ihrer Rente über 560 Euro und einer Putzstelle für drei Euro die Stunde könne sie Fahrkarten nicht bezahlen.

Seit dem 20. Juni war sie wieder auf freiem Fuß, doch laufen war weiter nicht ihre bevorzugte Fortbewegungsweise. Denn bald schon versandte das Wuppertaler Amtsgericht eine Vorladung für den 5. September. Anklage: Beförderungserschleichung – also Schwarzfahren.

Polizei war auf der Suche nach Oma Gerti

Die Verhandlung schwänzte die 87-Jährige. Daraufhin erging „schweren Herzens“, wie ein Gerichtssprecher seinerzeit sagte, ein Haftbefehl gegen sie. Die Polizei machte sich auf die Suche nach Oma Gerti. Doch die war plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. „Sie ist offiziell bei ihrem Sohn gemeldet, hält sich dort aber so gut wie nie auf“, sagt Carmen Schlosser, Pressedezernentin des Amtsgerichts in Wuppertal.

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Drei Monate war Oma Gerti untergetaucht, dann kam sie am Dienstag um 23 Uhr in eine Polizei-Kontrolle vor dem Hagener Bahnhof. Als die Polizisten ihre Personalien überprüften, kam der Hinweis auf den Haftbefehl. Die Handschellen klickten – in Anbetracht der schmächtigen, kleinen Frau erneut schweren Herzens.

Wieder im Frauengefängnis Gelsenkirchen untergebracht

Für die 87-Jährige ging es ohne große Umwege in das ihr bestens bekannte Frauengefängnis nach Gelsenkirchen. Dort wird sie auch noch einige Tage verbringen, denn nach der langen Suche wird sie wohl zu ihrer bevorstehenden Verhandlung wie die ganz schweren Jungs polizeilich vorgeführt. Die Anklage erneut: Schwarzfahren. In 22 Fällen soll sie zwischen dem 22. Februar und 13. September in Dortmund, Schwelm, Gevelsberg, Wuppertal, Duisburg und andernorts ohne Ticket unterwegs gewesen sein. Stets in Zügen.

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Kommentare
15.12.2013
14:04
Ab 75 Jahre bitte Freifahrtscheine im ÖRV
von h-w-j | #23

DAS haben sie verdient!

Manche Kommentare hier sind echt zum K....

"Armes" Deutschland!
Gute Nacht Deutschland!

1 Antwort
ÖPV ist natürlich gemeint
von h-w-j | #23-1

.

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2013-12-12 18:25
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