U-Bahnfahrer wirft Studentin wegen leeren Kaffeebechers aus der Bahn
20.01.2013 | 07:46 Uhr 2013-01-20T07:46:00+0100
Duisburg. In Duisburg hat ein U-Bahnfahrer eine Studentin wegen eines Kaffeebechers aus der Bahn geworfen. Zwar sagte sie dem Fahrer noch, der Becher sei längst leer, doch der DVG-Mitarbeiter blieb hart. Die Studentin musste zurück in die Kälte und auf die nächste Bahn warten.
Sich durch den Verkehr zu schlagen, um zur Arbeitsstelle zu gelangen, fällt aufgrund des Wintereinbruchs derzeit schon häufig schwer genug. Doch sitzt Mann oder Frau in der Bahn, ist man keineswegs auf der sicheren Seite, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Das erlebte jetzt eine 22-jährige Studentin aus Duisburg. Weil sie einen Kaffeebecher in der Hand hielt, schmiss sie ein Fahrer der DVG kurzerhand aus der Bahn.
Christina Fuß ist auch nach dem Vorfall noch sauer und enttäuscht. Noch nie zuvor wurde sie dazu aufgefordert, einen Zug, Bus oder eine Bahn zu verlassen. Doch am Mittwochmorgen endete ihre Reise – sie wollte nach Wuppertal zur Universität – schon eine Haltestelle nach dem Hauptbahnhof am König-Heinrich-Platz. Weil die Züge der Deutschen Bahn ausfielen, entschloss sie sich spontan dazu, auf die Straßenbahn 901 umzusteigen, um wenigstens irgendwie vom Fleck zu kommen.
Das Fazit nach einer Woche Winterwetter ist bei Duisburger Fahrgästen negativ: Einige Fahrgäste warteten vergeblich auf Busse der Duisburger Verkehrsgesellschaft. Außerdem nahmen mehrfach Busse wartetende Schulkinder nicht mit. Wo zuvor Verständnis war, macht sich langsam Unmut breit.
Doch kurz nach dem Einsteigen passierte das, womit die angehende Grundschullehrerin nicht gerechnet hatte. Laut ihrer Schilderung sei der Fahrer an der nächsten Haltestelle von seiner Kabine zu ihr herübergekommen. „Können Sie nicht lesen?“, soll er zur künftigen Deutsch-Lehrerin gesagt haben. Damit war der Hinweis gemeint, wonach der Verzehr von Speisen und Getränken in Bus und Bahn nicht gestattet ist.
Fahrer ließ nicht mit sich reden
Tatsächlich hielt die 22-Jährige noch einen Kaffeebecher in ihren Händen. „Aber der ist doch leer“, entgegnete die Studentin. In der Eile hatte sie ihn an der Haltestelle nicht mehr in einen Papierkorb werfen können. „Auf den Boden der Bahn wollte ich ihn auch nicht abstellen“, beteuert die Duisburgerin.
Doch der Fahrer ließ sich von den Einwänden offenbar nicht überzeugen und sprach laut Fuß in einem zunehmend ungehaltenen Ton mit ihr. „Er verweigerte mir die Weiterfahrt“, sagt Christina Fuß und ergänzt: „Danach durfte ich in der Kälte auf die nächste Bahn warten.“
Bestraft für Rücksicht auf die Umwelt
Generell hat die Studentin nichts gegen das Verzehrverbot einzuwenden. Doch ihr geht es um die Verhältnismäßigkeit und: „Der Fahrer hat schon beim Einsteigen gesehen, dass ich den Becher in den Händen hielt.“ Sie empfindet sein Verhalten als verantwortungslos und beschwerte sich bei der Verkehrsgesellschaft.
Die DVG kann zurzeit keine Angaben zum Vorfall machen und überprüft die Angelegenheit. Egal, was die Folge sein wird: Christina Fuß findet das gezeigte Verhalten des Fahrers ungerecht. „Weil ich nicht die Umwelt verschmutzen wollte, bin ich bestraft worden!“

10:12
Da steht keine Getränke.
Sie hat ein Getränkebecher in der Hand.
Wo ist der Fehler?
Natürlich hätte es gereicht, wenn sie einfach an der nächsten Haltestelle den BEcher weg schmeißt und dann weiter mit fährt.
Wird eigentlich bei allen Verstößen so hart durchgegriffen oder nur bei alleinreisenden Frauen?
20:22
Mal wird -zurecht- gemeckert, weil öffentliche Verkehrsmittel verdreckt sind. Geht aber das Personal gegen solche Fahrgäste vor, die potentiellen Müll in die Verkehrsmittel bringen, ist´s auch nicht in Ordnung. Ja was hätten Sie denn gern, liebe Redakteurinnen und Redakteure ?!
Potentieller Müll wird potentiell in den in Zügen überall vorhandenen Mülleimern entsorgt. Falls doch achtlos weggeworfen völlig berechtigtes Eingreifen des Personals
15:50
Die Frage mit dem Becher......und sie hat sich aufgespielt anstatt ja zu sagen hahahaahha ;)
22:30
Da hatte aber jemand schlechte Laune. Und an wen kann man seine schlechte Laune sehr gut abreagieren? Natürlich an eine alleinreisende Frau. Was wäre wohl gewesen, wenn diese junge Frau von einem Pöbelmob angegriffen worden wäre?
Na?
20:50
Ja wenn er doch leer war: Zusammenknüllen und ab in die Tasche. Auf die Idee hätten beide kommen können und sich viel Ärger erspart.
Und da sag noch einer "Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung."
17:43
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17:42
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17:01
das werden die Flaschensammler bei Großveranstaltungen ja gar nicht gerne lesen - aber es gibt ja noch Beförderungsregeln in denen etwas ganz anderes steht.
Die Sammler haben keinen leeren Becher dabei sondern manche gleich ganze Einkaufswagen gefüllt mit Flaschen, zum weglachen was in Deutschland abgeht
16:48
ich hätte mal gesehen ob dieser lächerliche Fahrer das auch Samstagabends bei einem stark alkoholisierten mit Bierflasche, besser sogar noch 2 oder 3 Personen. Ich glaube kaum das er dann auch nach hinten geht sondern eher froh is wenn die wieder aussteigen.
Ich denke eher das er sich auch mal beweisen wollte da er zuhause nix zu sagen hat, bei ner Frau mit nem leerenKaffeebecher, selbst wenn noch ein Schluck gewesen wäre, war das die Chance auch mal wieder ein Erfolgserlebnis in seinem Leben zu haben
15:22
Ich teile die Ansicht, daß hier nur deshalb ein Exempel statuiert wurde, weil es sich um eine alleinreisende, junge Frau handelte. Ich möchte den gleichen Fahrer mal erleben, wenn demnächst Karneval ist und er einen Blick in seine Bahn voller stinkender, grölender, pöbelnder und sich übergebender Gestalten wirft. Ich denke, daß die Frau sehr gut als Lehrerin geeignet ist, denn sie traut sich, Ungereimtheiten zu benennen und an Tageslicht zu bringen. Das halten eines leeren Bechers ist in der U- / Straßenbahn also verboten, aha, und was als nächstes ? Das lesen bestimmer Bücher ?