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Bundestagswahl

Duisburger SPD kürt Kandidaten für Bundestag

13.11.2012 | 21:53 Uhr
Duisburger SPD kürt Kandidaten für Bundestag
Sigmar Gabriel, Bundesvorsitzender der SPD, beim Parteitag der Duisburger Sozialdemokraten.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  „Wir sind die Partei der fleißigen Leute“, verkündete SPD-Parteichef Sigmar Gabriel am Dienstag. Die Sozialdemokraten sollten sich noch stärker um die Menschen kümmern, die täglich arbeiten – und dennoch von ihrem Lohn nicht auskömmlich leben können.

Im Vorfeld der Kandidatenkür für die beiden Duisburger Bundestagswahlkreise schwor der Bundesvorsitzende die SPD-Delegierten auf die Themen ein, die aus seiner Sicht für eine Mehrheit in Berlin wichtig sind. Gerechter Lohn für gute Arbeit, eine sichere und ausreichende Rente zum Abschluss des Arbeitslebens, gute Bildungschancen für Kinder und Jugendliche, feste Arbeitsplätze statt Leiharbeit, gleiche und gute Bezahlung für Männer und Frauen.

Nach 45 Arbeitsjahren sollten Arbeitnehmer abschlagsfrei in Arbeit gehen zu können, forderte Gabriel beim Unterbezirksparteitag der Duisburger SPD in der Rheinhausenhalle. Ein Studium solle dabei allerdings nicht angerechnet werden. In typischen Akademikerberufen sei es zumutbar, auch bis 67 Jahre zu arbeiten.

Gabriel lobt NRW-Innenminister Jäger

Hart ins Gericht ging Gabriel mit dem von CDU/ FDP-Bundesregierung geplanten Erziehungsgeld. Dieses Geld sei besser verwendet, wenn die Kindergartengebühren abgeschafft würden. Seine Sorge: Erziehungsgeld würde gerade von den Eltern aus „bildungsfernen Schichten“ genommen, deren Kinder den Kindergarten am nötigsten hätten.

Lob gab’s aus Gabriels Mund für NRW-Innenminister Ralf Jäger und dessen finanzielle Hilfen für die klammen Kommunen an Rhein und Ruhr: „Wir brauchen wieder Städte, die die Kraft haben, ihren Bürgern eine gute Heimat zu bieten“, forderte der SPD-Chef. „Wenn die Städte verwahrlosen, verwahrlosen auch die Köpfe und Seelen der Menschen.“ Die Gemeinden seien die Basis der Demokratie.

Bärbel Bas und Mahmut Özdemir kandidieren für Bundestag

Erwartungsgemäß hat die stellvertretende Duisburger Parteivorsitzende Bärbel Bas die Nominierungshürde für die Bundestagswahl gestern Abend genommen. Sie war die einzige Kandidatin für den Wahlkreis 115 und erhielt 94,1 Prozent der Stimmen.

Spannender war es bei der Nachfolge von Johannes Pflug im Wahlkreis 116 für den Stadtnorden: Hier hatten sieben Kandidaten ihren Hut in den Ring geworfen. In einer Stichwahl setzte sich Mahmut Özdemir gegen Heiko Blumenthal mit 124 zu 119 Stimmen durch.



Kommentare
14.11.2012
17:35
Duisburger SPD kürt Kandidaten für Bundestag
von Duisburgwest | #9

Denkt Herr Gabriel auch mal an die Frauen die Kinder erzogen und gearbeitet haben? 40 Jahre Versicherungszeiten statt 45 wären mal zu überdenken.

14.11.2012
14:26
Schlagende Argumente
von DerBotevomNiederrhein | #8

Ein chargierter Kommersbruder ist also nur ganz knapp bei der Kandidatenkür der Duisburger SPD für die Bundestagstagswahl gescheitert. Hätte ja auch kein gutes Bild abgegeben - man stelle sich das mal bildhaft vor, dass ein SPD-Abgeordneter aus einer sozialdemokratischen Hochburg und Arbeiterstadt in vollem Wichs in den Bundestag eingezogen wäre........

http://www.elbmark.de/veranstaltungen/90-gruendungsfest.html

Und noch etwas fällt bei diesem Link auf:

Unseren neuen OB findet man auch auf der Gästeliste; man ist immer wieder erstaunt, wo unser Stadtoberhaupt seine terminlichen Prioritäten setzt. Statt seine Hausaufgaben zu machen, lasst er sich lieber zum fröhlichen Salamanderreiben einladen.

Brüder zur Sonne, zur Freiheit, das war einmal; jetzt scheint "Gaudeamus igitur" auch in der Duisburger SPD salonfähig geworden zu sein. Höchste Zeit, sie zum Duell aufzufordern!

14.11.2012
13:50
Die fleißigen SPD-Handwerkerleut
von wohlzufrieden | #7

Sigmar, geh in die Lebensleistungsrente. Obwohl, deren Titel nach dürfte er nichts bekommen...

14.11.2012
13:36
Duisburger SPD kürt Kandidaten für Bundestag
von taosnm | #6

War doch wohl klar, dass Blumenthal nicht gewählt wurde. Wenn die SPD sonst nix kann, aber eines hat sie voll im Griff, nämlich ihre Händchenheber zur Machterhaltung. Als möglicher Kandidat für den nächsten Stadtdirektor, denn diese Position ist ja ab 1.1.2013 vakant und wird mit Sicherheit durch einen SPD-Parteibuchinhaber besetzt, kann er nur schwerlich in den Bundestagswahlkampf eintreten. Und vielleicht gibt es ja noch die Möglichkeit, die Zustimmung der CDU für diese Personalie zu erwerben, indem man für Janssen einen Altersruheplatz zur Verfügung stellt. Die Zustimmung der Grünen dürfte gewiss sein, nachdem ihr Greulich so komfortabel untergebracht wurde.

Also, alles beim Alten, nix Neues in Duisburg, nur die Farbe hat sich verändert.

14.11.2012
13:32
Duisburger SPD kürt Kandidaten für Bundestag
von DU-Kersten | #5

EIn toller Kandidat für den Bundestag

"Dann könnte Familie Özdemir der Nutznießer sein"

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/homberger-hundeverein-kaempft-um-seine-heimat-id6391384.html

14.11.2012
12:37
SPD kürt Kandidaten für Bundestag - Partei-Job mit Ewigkeitsgarantie
von albertus28 | #4

Bei der bundesweit niedrigsten Wahlbeteiligung und dem regelmäßig höchsten Wahlsieg aller SPD-Parteisoldaten im Duisburger Norden ist doch der Name/die Person des Kandidaten völlig unwichtig.
Man hätte zumindest mit dem "roten Besenstiel" eine preiswertere Lösung gefunden.

14.11.2012
01:15
"Nach 45 Arbeitsjahren sollten Arbeitnehmer abschlagsfrei in Arbeit gehen können"
von JanundPitt | #3

Äh, könnte er gemeint haben: Nach 45 Arbeitsjahren sollten AN abschlagsfrei in Rente gehen können? Netter Versuch des Stimmenfangs, hätte nicht rot-grün seinerzeit Gegenteiliges beschlossen. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht...

13.11.2012
22:52
"Nach 45 Arbeitsjahren sollten Arbeitnehmer abschlagsfrei in Arbeit gehen können, forderte Gabriel "
von wattearvolt | #2

Das wäre auch für Politiker ein erstrebenswertes Modell. Und nicht schon nach z.B. acht Jahren Bundes- oder Landtag absahnen, und dann noch nebenher verdienen.

13.11.2012
22:49
„Wir sind die Partei der fleißigen Leute“
von JanundPitt | #1

Ich lach mich schlapp. Gerade in Duisburg sollte Gabriel die kostenträchtige Personalpolitik seines Parteikollegen Link zu Lasten der Duisburger Verbraucher mal hinterfragen. Tut er nicht, weil er davon keine Ahnung hat und es ihn nicht die Bohne interessiert, welcher Schaden in der Provinz von einem Provinzfürsten angerichtet wird.

Darüber hinaus sollte er und seine SPD aufgrund des Berichtes des Bundesrechnungshofes bezüglich der bundesweiten Steuerverschwendung kleine Brötchen backen.

Damit nicht genug. Die Bundes-SPD plädiert für eine europaweite Haftung für die Schulden der Club-Med-Staaten.

Nein, Herr Gabriel, Sie haben von den lokalen Problemen ebensowenig Ahnung wie von den bundesweiten, geschweige denn, den europaweiten. Suchen Sie sich einen anderen Job.

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