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Wahlwiederholung

Sierau will Weg für neue Wahl freimachen

19.12.2011 | 06:19 Uhr
Sierau will Weg für neue Wahl freimachen
Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau fand deutliche Worte.

Dortmund.  Wie geht es weiter in Sachen Wahlwiederholung? Wird Beschwerde eingelegt? OB Sierau lässt keinen Zweifel daran, dass zügige neue Wahlen der beste Weg sind.

Deutliche Worte fand Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Freitagabend in Sachen Wiederholungswahl.

Es sei sein dringlicher Wunsch, so Sierau bei der traditionellen Feier des Rates zum Jahresende, dass die Gerichtsentscheidung aus Münster akzeptiert und der Weg für neue Wahlen freigemacht werde. Das dürfte auf die klagenden Mitglieder der SPD-Fraktion gemünzt sein. Wie berichtet, steht den Klägern noch die Möglichkeit der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision offen. Eine Entscheidung darüber ist von ihrer Seite noch nicht gefallen. Es gelte zunächst, die schriftliche Urteilsbegründung abzuwarten, hieß es in ersten Reaktionen letzte Woche.

Es war eine kleine Runde, in der Sierau sich äußerte. Nur rund 50 Mitglieder des Rates und der Verwaltungsspitze hatten inklusive Partner den Weg in die Bürgerhalle gefunden. Spekuliert wurde, ob die geringe Resonanz weihnachtlichem Terminstress, mangelndem Interesse oder möglicherweise dem geforderten Unkostenbeitrag von 25 Euro geschuldet war, der bei Ratsveranstaltungen dieses Charakters inzwischen fällig wird.

"Die Stadt zuerst"

Sierau, der sich im Rahmen der Haushaltsaffäre ja schon ein zweites Mal den Bürgern zur Wahl gestellt hatte, appellierte, dass es nötig sei, die Stadt nun aus den negativen Schlagzeilen herauszubringen. Man dürfe nicht aus „parteipolitischen Kalkül in Kauf nehmen, dass der Ruf der Stadt beschädigt wird“. Bei allen unterschiedlichen Interessen und Meinungen müsse es immer „die Stadt zuerst“ heißen, so der OB.

Oberbürgermeister Sierau

Mit Blick auf die aktuellen Etat-Debatten und Beschlüsse zeigte er sich zufrieden. „Wir haben Lehren gezogen, was Haushalts-Wahrheit und -Klarheit angeht.“ Auch vor dem Hintergrund des OVG-Urteils, diesem „Paukenschlag aus Münster“, sei man auf dem richtigen Weg. Es gebe kontroverse Diskussionen im Rat, man sei aber voll handlungsfähig.

Im Rückblick dankte er den ehemaligen Hauptgeschäftsführer der Westfalenhallen Dr. Ludwig Jörder für seine Verdienste und erinnert an den schmerzlichen Verlust, den die Stadt mit dem Tod des Alt-OB Günter Samtlebe zu verkraften gehabt habe. Mit dem Phoenix-See, den die Bürger begeistert annähmen, der Thier-Galerie, einer „Perle des Einzelhandels“, und der Meisterschaft des BVB seien drei langgehegte Wünsche beispielhaft in Erfüllung gegangen.

Zuversichtlicher Blick auf 2012

Mut mache zudem der Einsatz der Bürger gegen Rechts und gegen jegliche Form des Extremismus. Dortmund sei eine Hochburg des Widerstands, so Sierau. Und weiter: „Wir können uns aber nicht zurücklehnen und müssen die Anstrengungen verstärken.“

OB Ullrich Sierau blickt zuversichtlich auf 2012, wenngleich die Finanzkrise „Unsicherheiten birgt“. Er appelliert an die Handelnden, schwierige Situationen nicht zur eigenen Profilierung zu nutzen. Mega-Thema bleibt der Arbeitsmarkt . Die Stadt bleibt bei ihrem ambitionierten Ziel, bis Mitte der Dekade die Quote unter 10 Prozent drücken zu wollen. Doch das werde trotz aller Erfolge immer schwieriger, sagte Sierau.

Frank Bußmann

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Kommentare
20.12.2011
15:04
Dortmund ist die Hauptsatdt des Widerstandes
von 25Mayer | #3

Dortmund als Hauptstadt des Widerstandes gegen Extremismus - vor allen Dingen gegen die Rechten - so sieht man sich gerne. Das Linksradikale zum Dank dann die Dortmunder Nordstadt und die Polizei zusammenschlagen wie am 3.9.2011 nimmt man stillschweigend in Kauf?

Doch - nöööhhh - eher ist da Widerstand gegen Vernunft und Logik auszumachen, Man schaue auf das riesige Haushaltsloch und auf die Geldverschwendung unter anderem bei Leuchtturmprojekten wie dem Dortmunder U.

2 Antworten
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von Strandandy | #3-1

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von vaikl2 | #3-2

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19.12.2011
18:49
In anderen Städten sinkt die Arbeitslosigkeit stärker
von xxyz | #2

2011 ein Erfolgsjahr?
Ich habe da meine Zweifel. In den benachbarten Kommunen sieht es auf dem Arbeitsmarkt deutlich besser aus.
Bspw. das U wird der Stadt noch über Jahre alle Möglichkeiten nehmen, die Bürger in die Zukunft zu führen. Statt in Bildung und gut bezahlte Arbeitsplätze zu investieren, werden irgendwelche Kümmererstellen für sog. Randgruppen geschaffen. Damit wird jede Eigeninitiative genommen.
Zusätzlich wird das halbe Stadtgebiet mit Lagerhallen zugebaut, damit auch die letzte Lebensqualität schwindet und noch schlecht bezahlte Arbeitsplätze entstehen.
Dortmunds Bürger verlieren weiter an Einkommen und Selbständigkeit. Hier muss die Stadt dringend gegensteuern.
Auch durch sehr dubiose Parteispenden und Geldverschwendung wird Initiative genommen. Ein totales Versagen im Bereich des Gesundheitsschutzes wird auch immer deutlicher. Was soll man von Politikern/Beamten erwarten, denen die Gesundheit der Bevölkerung egal ist und die noch nicht einmal offensichtlichen Gesundheitsgefährdungen nachgehen (PCB).
Kein Wunder, dass Dortmund in den meisten Statistiken (ausser Bundesliga) hinten liegt. Der OB hat viel zu tun.

19.12.2011
09:36
Dortmund sei Hochburg des Widerstands...
von eksom | #1

Was für ein bedeutungsloser und ineffektiver "mutiger" Widerstand!?

Eine Stadt, in dem zwei mutige deutsche Familien aus Dorstfeld in Nacht- und Nebelaktionen wegen den Übergriffen der Nazis auf ihr Eigentum, Leib- und Seele flüchten mussten und alle Institutionen und Personen (auch der Bürgermeister!) nur zuschauten?
In dem sogar eines der deutschen Nazi-Opfer ins benachbarte Ausland flüchten und dort Asyl beantragen musste, weil die Justiz und die dortmunder Polizei diesen jungen Mann vor der rechten Gewalt nicht schützen wollte und konnte.
Was kann ein Bürgermeister gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Diskriminierung in den eigenen Reihen schon ausrichten, wenn er noch nicht einmal die europäischer Richtlinie (Richtlinien 2000/43/EG und 2002/73/EG = Einrichtung von sogenannten Antidiskriminierungsstellen, die die Gleichbehandlung aller Personen ohne Diskriminierung aufgrund der „Rasse“, der ethnischen Herkunft oder des Geschlechts fördern soll) erfolgreich bisher eingerichtet hat?

2 Antworten
Sierau will Weg für neue Wahl freimachen
von Strandandy | #1-1

Die Neuwahl ist für Dortmund eine echte Chance!

Momentan sind Nazis in aller Munde. Die Fremdenfeindlichkeit hat allerdings auch in den vergangenen 30 Jahren viel zu viel Nährboden bekommen, weil sich Dortmund und das Ruhrgebiet viel zu viele "Migranten" (Einwanderer) leistet, die sich hier in Deutschland absolut nicht anpassen und eingliedern wollen. Darunter leiden nicht nur die Einheimischen, sondern insbesondere die Ausländer, die sich Deutschland als Wahlheimat ausgesucht haben und sich dementsprechend benehmen...

Ich war das Theater mit Überfällen und Anpöbelein bereits 2004 leid und bin darum aus meiner Heimatstadt geflüchtet. Dank "der Westen.de" bleibe ich auf dem laufendem und mag nun nichtmal mehr meine Mutter in Hombruch besuchen.
Dortmund bzw. die "Neubürger" haben mich 2009 so angekozt, dass ich es nicht mehr sehen will!

Die kommende Wahl bietet für Dortmund wahre Chancen,- SPD, Grüne und CDU könnten endlich in die Reihen der FDP gewählt werden, damit sie keinen Schaden mehr anrichten können!

@ #1-1
von vaikl2 | #1-2

"Fremde", die einen "ankotzen" und die selbst an Fremdenfeindlichkeit schuld sein sollen - rassistischer gehts wohl kaum noch. Bin froh, dass ich so Typen wie Ihnen hier nicht mehr begegnen muss.

Hoffentlich denken die "Fremden" dort, wo Sie jetzt Unterschlupf gefunden haben, genauso über Sie, damit Sie mal was merken.

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