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Friedensgipfel zum „Hamster-Fall“ in Dortmund bringt Klärung

09.11.2011 | 17:22 Uhr
Friedensgipfel zum „Hamster-Fall“ in Dortmund bringt Klärung
Eine Schülerin wurde an der Dortmunder Johann-Gutenberg-Realschule wegen eines Hamsters aus der Schule gemobbt. Foto: Ralf Rottmann

Dortmund.   Nach den Mobbing-Vorwürfen gegen eine Lehrerin, die an der Dortmunder Johann-Gutenberg-Realschule eine Schülerin mit ihrem Hamster nach Hause geschickt hatte, wollte die Bezirksregierung vermitteln. Das ist ihr offensichtlich jetzt gelungen.

Die sogenannte „Hamster-Affäre “ an der Johann-Gutenberg-Realschule ist weitgehend geklärt. Nach einem mehrstündigen Gespräch mit dem Regierungspräsidenten Dr. Gerd Bollermann sind die Angehörigen, die eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen eine Lehrerin wegen Mobbings gestellt hatten, zufrieden.

Schmähaufsätze in der Klasse

„Wir haben mehr erreicht, als wir geglaubt hatten“, erklärte Mittwoch der Patenonkel der zehnjährigen Carina, Christian Dorawa. Er hatte die Westfälische Rundschau eingeschaltet, nachdem Carina wegen eines in die Schule gebrachten Hamsters schwer von einer Lehrerin gemobbt worden sein soll. Sie soll die Zehnjährige auf einen 6,5 Kilometer langen, noch unbekannten Heimweg geschickt haben, sie der Lüge „wie Dein Bruder“ bezichtigt haben sowie Mitschüler Schmähaufsätze über die vermeintliche Tierquälerin schreiben und verlesen lassen.

Das Kind war danach zusammen gebrochen und musste an einer anderen Schule angemeldet werden. Als die Schulaufsicht dann noch nahe gelegt hatten, die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Lehrerin fallen zu lassen, hatte der Patenonkel die WR eingeschaltet.

Mobbing von Lehrkräften wird nicht geduldet

Jetzt ist er zufrieden, was dieser Schritt bewirkt hat. Parallel werde die Dienstaufsichtsbeschwerde nun weiter geführt. Im Detail gibt es nach wie vor abweichende Darstellungen zu den Vorkommnissen. Diese sollen nun aufgearbeitet werden. Wenn sich die Vorwürfe erhärten, werde er disziplinarische Maßnahmen ergreifen, so Bollermann.

Der Regierungspräsident hatte bereits am Montag gegenüber der WR unmissverständlich klar gemacht, dass er kein Mobbing von Lehrkräften duldet. Vielmehr müsse es ein respektvolles Miteinander an Schulen geben.

Ruhe für Carina

Beim informellen Gespräch am Dienstagabend an der Johann-Gutenberg-Realschule in Wellinghofen nahmen die Eltern der Schülerin, die Schulleitung und die Schulaufsicht der Bezirksregierung Arnsberg teil.

Im weiteren Gesprächsverlauf versicherte der Regierungspräsident, dass die vorliegende schriftliche Beschwerde der Eltern weiter verfolgt werde. Für Carina soll jetzt aber wieder Ruhe einkehren, wünschen sich alle Beteiligten. Das Mädchen fühlt sich an der neuen Schule wohl.

Gerald Nill

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Kommentare
10.11.2011
20:53
Fürsorge ??
von hlbimbam12 | #12

Soso, vier Stunden lang hat er geredet, aufgeklärt und geregelt, der professorale Besserwisser. Aber schon vor zwei Tagen hat er gewusst, dass er ein Disziplinarverfahren einleiten wird. Wie wird man eigentlich als RP der Fürsorgepflicht für Lehrer gerecht ? Hat er denn auch nur 10 Minuten mit dieser Klassenlehrerin gesprochen, um irgendetwas aufzuklären ?
Ist das nicht derselbe Dr. Bollermann, der so genau wissen wollte, was unsere Lehrer krank macht ? Ein Blick in den Spiegel wirkt manchmal Wunder, Herr Professor !

10.11.2011
18:51
@melDo
von vaikl | #11

"Aus erster Hand" bedeutet im deutschsprachigen Raum immer noch, dass man direkt am Geschehen beteiligt ist, was Sie ja nach eigener Aussage *nicht* waren. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn alle Kinder und deren Eltern zunächst *zusammen* klären, was wer wann gesehen, gehört oder gemutmaßt hat.

Komisch, dass sich nach solchen Vorfällen immer nur die Eltern auf Kosten ihrer Kinder gegenseitig zu zerfleischen suchen.

10.11.2011
17:21
von melDo | #5
von DKWF12 | #10


Sie stellen fest:
In der Pause wurde mit der Hamsterkugel Fußball gespielt.
Sie schreiben allerdings nicht, in welcher Pause und wer, mit der Hamsterkugel Fußball gespielt hat. Im Klartext, die Le(h)(e)rerin hat verzögert reagiert, das Tier war schon vor der Pause im Klassenzimmer.

Die Besitzerin der Hamsterkugel und des Hamsters, wird es wohl kaum selbst mit ihrem Tier Fußball gespielt haben.

Kann es sein, dass einige Eltern, um ihre, an dem Fußballspiel beteiligten, Kinder zu schützen, den Aussatz, im Thema, gedreht haben? und dadurch erst die Schmähaufsätze entstanden sind?

Kann es weiter sein, dass ihr Sohn an diesem Fußballspiel beteiligt war und er, nachdem ihm dieses Verhalten vorgehalten wurde, erst geschockt war?
Das Mitbringen und zeigen von zahmen Tieren, löst bei normalen, gesunden, Kindern, im Allgemeinen keinen Schock aus.

2 Antworten
Sie stellen fest:
von Matze06 | #10-1

Kann es sein, dass etwas nicht ganz verstanden wurde. Es geht in erster Linie um das Fehlverhalten einer Lehrerin. Was macht diese Pädagogin denn, wenn es zu einer schlimmeren Situation kommt, dann möchte ich keines meiner Kinder in ihrer Klasse haben.
Auch wenn sich ein Kind falsch verhält, muss eine Lehrerin angemessen Verhalten. Sie hätte Carina aus dem Unterricht ausschließen und die Eltern einbestellen können. Danach muss Carinas Fehlverhalten mit der Lehrerin besprochen werden, dann hätte auch Carina ihr falsches Verhalten eingesehen. Jetzt muss eben die Lehrerin einbestellt werden und hoffentlich daraus lernen. Denn mit Ende der Lehramtanwärterzeit ist ein Lernprozeß noch nicht abgeschlossen.

Frechheit!!!!!
von melDo | #10-2

Ganz schon fech was sie hier von sich geben! Wir haben selbst mehrere Haustiere und mein Sohn weiß ganz genau wie man mit Mensch und Tier umgeht. Vielleicht sollte man erstmal lesen bevor man kommentiert! Ich habe keine anderen Eltern angegriffen, außer das ich das Handeln der Eltern des betreffenden Mädchens nicht ganz nachvollziehen kann. Aber hier werden nur Vermutungungen geäußert ohne zu wissen was Sache war. Hier wird ein Mensch verurteilt nur weil er den Berufs des Lehrers hat.

10.11.2011
16:04
Warum ...
von runningvalentino | #9

sollte die Lehrerin nach Timbuktu versetzt werden ? Warum sollte sie überhaupt versetzt werden. Wer sollte über sie richten, ich hoffe , dass ihr ein geistiger Dünnbrettbohrer wie User 8 erspart bleibt.

Die Lehrerin ist nicht ein einziges Mal in der Presse zu Wort gekommen und/oder zitiert worden. Bei dem Gespräch mit der BR ist sie laut Zeitungsmeldungen noch nicht einmal dabei gewesen.

Verschiedene User , Schüler , sowie deren Eltern , haben ein ganz anderes Bild vom Vorfall gegeben. Das Verhalten der BR legt ebenfalls nahe, dass die Schuld keineswegs (allein) bei der Schule /Lehrerin zu suchen ist. Ansonsten wäre eine Abstrafung der Lehrkraft sicherlich vollmundig in Aussicht gestellt worden.

Ich persönlich finde die Berichterstattung der beiden lokalen Printmedien zu diesem Thema reißerisch-skandalös und vom Niveau der größten Boulevardzeitung nicht signifikant weit entfernt.

Über das niveaulose Stammtischgeplapper vieler User, die vorverurteilend ihre Schlüsse gezogen haben, möchte ich an dieser Stelle kein Wort mehr verlieren.

Das Verhalten des Patenonkels ist sicherlich den Bemühungen unserer privaten Fernsehsender geschuldet, die ein solches Verhalten immer wieder gerne forcieren.

Sachen gibt es in dieser Republik...

1 Antwort
Zuspruch!
von melDo | #9-1

Kann mich dieser Meinung nur anschließen! Ich selbst werde hier von Menschen angegriffen, die den Vorfall nur aus der Zeitung kennen, ich den Fall aber aus erster Hand!

10.11.2011
15:27
hat man die unfähige lehrkraft
von trickflyer | #8

nach timbuktu versetzt?

10.11.2011
13:47
unverständlich
von Deepyello | #7

Vielleicht hat die Lehrerin ja einfach nur versucht Regeln aufzustellen und deren Einhaltung auch durchzusetzen. Nur in Deutschland Regeln aufzustellen und bei Verstoß gar noch zu sanktionieren, das geht in diesem Land ja nun mal garnicht. Durch die reißerische Presse und der Einmischung durch Bollermann (warum nicht gleich Merkel) hat die Lehrerin natürlich jetzt schon verloren, egal wie es war. Selbst wenn sie alles richtig gemacht hätte, wird sie nicht unbeschadet aus der Sache rauskommen. Und für die lieben Kleinen ist es das Signal: Du kannst Dir alles erlauben. Und wenn es nicht so richtig läuft geht man halt an die Presse. Ich erinnere da an den Busfahrer und dem randalierenden Jugendlichen.

10.11.2011
13:26
schwätzer
von oldman60 | #6

die katze hat einen tragekorb in dem sie transportiert wird wie der hund.der wellensitich hat eine kleine transportbox damit man zu tierarzt besuchen nicht immer den käfig mitschleppen muss und um das fallen von der stange zu vermeiden.ein hamster wird in einer runden kugel transportiert im durchmesser von 10 bis 15 cm um zu verhindern das der hamster nicht in die ecken rutscht beim transport sagt euch ein helfer vom tierheim.alle die über tierquelerei reden haben einen schuss.

1 Antwort
Keine Tierquälerei??????
von melDo | #6-1

Sorry, aber hast Du gelesen, was ich geschrieben habe???? Ist es keine Tierquälerei mit dem Tier in der Kugel Fußball zu spielen???????? Und sagt jemand der im Tierheim arbeitet? Na, dann.....

10.11.2011
13:20
Ärgerlich!!
von melDo | #5

Ich kenne den Fall aus erster Hand, da mein Sohn die Schule und selbe Klasse besucht! Erstens finde ich es ein Unding, daß die Eltern dem Mädchen überhaupt erlaubt haben das Tier mit in die Schule zu nehmen, obwohl lt Aussage meines Sohnes die Lehrerin strickt dagegen war. Es wurde gesagt, das sie gerne Bilder mitbringen können, aber KEINE Tiere!! Zum anderen wurde mit dem Hamster in der Kugel, in der Pause, FUSSBALL gespielt!!!!!!! Das wurde in keinem der Berichte geäußert!! Wer bitte würde bei solchen Vorkommnissen nicht etwas die Beherschung verlieren???? Die Kinder sollten einen Aufsatz über den Umgang mit Haustieren schreiben und was sie unter Tierquälerei verstehen, was bitte ist daran falsch?? Mein Sohn kam nach diesem Vorfall vollig geschockt nach Hause weil er das Handeln dieses Mädchens nicht verstehen konnte und fand das seine Lehrerin völlig zu recht gehandelt hat! Wer fragt denn mal die Kinder der Klasse was wirklich war?? Die Klasse kämpft jetzt mit Sitzstreik und Unterschiftensammlung für ihre Lehrerin, also kann sie doch gar nicht so schlimm sein, wie sie hier dargestellt wird!!!

7 Antworten
mhhh....
von Enterhaken | #5-1

...und bei Lattenjupp haben sie die Nägel bereit gehalten.
Ein derartiger Kommentar in dieser Runde ist einfach nicht glaubhaft. Sollte er war sein, wenden sie sich an die WAZ-Gruppe.

@Enterhaken
von melDo | #5-2

Das Sie mich jetzt als Lügnerin hinstellen finde ich frech!!! Warum sollte ich das tun???? So wie es geschrieben ist, ist es gewesen!!!!

Geschmäckle
von Apfelmann20 | #5-3

von melDo | #5

Seien Sie mir ruhig böse, Ihr Kommentar, hat, für mich, in wesentlichen Behauptungen ein Geschmäckle.

Krönend ist wenn Sie schreiben:
Die Klasse kämpft jetzt mit Sitzstreik und Unterschiftensammlung für ihre Lehrerin, also kann sie doch gar nicht so schlimm sein, wie sie hier dargestellt wird!!!
Wer aber steckt hinter diesen Aktionen.
10 – 11jährge Schüler sind wohl kaum in der Lage, derartige Aktionen selbstständig zu planen.

@Apfelmann
von melDo | #5-4

Die Unterschriftensammlung betrifft die GANZE Schule! Ich frage mich nur warum meine Aussagen in Frage gestellt werden, aber dann einem einzigen 11jährigem Mädchen ALLES geglaubt wird. Die Aktion mit den Unterschriften wurde von den ältern Jahrgängen ins Leben gerufen. Sie bezweifeln, daß 10-11 Jährige sowas nicht in die Wege leiten könnten. Glauben aber einem einzeln Kind, wenn eine ganze Klasse dagegen spricht????

Jawohl: Geschmäckle
von Ri-Ra-Rutsch | #5-5

@melDo
Wenn Sie die Reaktion der kritischen User nicht verstehen, erkläre ich es Ihnen kurz (ich versuche es zumindest):
Zuviele Ungereimtheiten von Erwachsenen. Zum Beispiel: Wie kann ein Schulleiter von "aufgebauscht" sprechen, wenn mit einem lebenden Hamster Fussball gespielt wurde? Oder: Was gibt es bei der Sachlage für einen RP zu vermitteln? Ich gebe Apfelmann20 recht - bzw, argumentiere in die gleiche Richtung: Irgendwas stimmt da nicht. Und zwar auf Seiten des Beteiligten "Schule".

Zu Einseitig!
von melDo | #5-6

Für mich ist diese ganze Berichterstattung einfach zu einseitig! Es wird nur über Fehler der Lehrkraft gesprochen....das es ebenfalls ein Fehlverhalten von den Eltern und des Kindes gab wird nicht besprochen! Und das es sich bei dem Vorfall definitiv um Quälerei gehandelt hat wird herrunter gespielt. Der Hamster kann sich ja leider nicht äußern!!! Wenn das Tier einfach nur, um es zu zeigen mit in die Schule genommen worden wäre und tatsächlich in der Pause wieder in die Obhut der Eltern gekommen wäre, dann hätte man sich diese ganze Aufregung ersparen können!

Verhältnismässigkeit
von Ri-Ra-Rutsch | #5-7

@melDo
Vielleicht geht hier einfach die Verhältnismäßigkeit verloren: Es wird so viel vom Fehlverhalten der Lehrkraft ( und des Schulleiters und der Schulaufsicht) gesprochen, weil diese vielschichtigen Fehlverhaltensweisen eben der Schwerpunkt in der Sache sind. Und das Herunterspielen der Quälerei prangern viele ja gerade an: Das die Quälerei für das Kind heruntergespielt wird und ins Verhältnis zu der des Hamsters gesetzt wird. Hier fehlt es ganz offensichtlich an einem Gefühl für die Verhältnismäßigkeit bei Lehrerin und Schulleitung.
Selbst wenn das Kind mit der vollen Absicht, das Tier gefährden und quälen zu wollen, dieses mit in die Schule gebracht hat (wovon ich nicht ausgehe) und selbst wenn die Lehrerin dies zuvor EINDEUTIG untersagt haben sollte (Das Zitat ist für mich nicht eindeutig für ein Kind - den tasächlichen Wortlaut kenne ich nicht, weil ich nicht dabei war), selbst wenn dies alles vorliegen würde, ist das, was danach mit dem Kind passiert ist, eine Katastrophe. Weil genau dann der Zeitpunkt für die pädagogische Kür gekommen gewesen wäre. Hier hat es aber nicht mal für die Pflicht gereicht. Sonst wäre der ja wohl unstrittige Schulwechsel des Mädchens (oder stimmt das jetzt auch nicht mehr?) nicht notwendig geworden.
Das System "Schule" (Lehrer, Schulleitung, Schulaufsicht und Gewerkschaft) haben eindeutig bewiesen, dass es total die Verhältnismäßigkeit und den Realitätsbezug verloren haben.

10.11.2011
13:12
Hamster bohnert.
von seiesdrum | #4

Hat das Mädchen erlaubterweise ein Tier mit in die Schule gebracht?
Liegen die Aufsätze und ihre Themenstellung vor?
Hat das Mädchen gesagt, die Eltern kämen, den Hamster abholen?

Wenn Aussage gegen Aussage steht: Schulwechsel anbieten und gut ist.
Denn nun steht auch noch in der Zeitung, sie und der Bruder würden lügen.

Ich glaub, mein Hamster bohnert...


1 Antwort
Aussage gegen Aussage
von melDo | #4-1

Ich frage mich warum die Kinder der Klasse nicht mal gefragt werden?? Ich habe einen solchen Aufsatz vorliegen!

10.11.2011
12:20
Viel geschrieben
von SoIstEsNunMal | #3

aber nichts ausgesagt.

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