Stadtwerke Bochum geben Sascha Hellen die Schuld für Honorar-Affäre
12.11.2012 | 07:59 Uhr 2012-11-12T07:59:00+0100
Bochum. Sascha Hellen steht unter Druck. Laut Stadtwerken trägt seine Agentur zu einem großen Teil Verantwortung für die Honoraraffäre, die Peer Steinbrück (SPD) mit Veröffentlichung seiner Nebeneinkünfte ausgelöst hatte. Sein 25.000-Euro-Honorar musste Steinbrück zudem zweimal einfordern.
Die Hellen Medien GmbH steht unter Druck. Laut Stadtwerken trägt die Agentur von Sascha Hellen (34) zu einem großen Teil Verantwortung für die Honoraraffäre, die Peer Steinbrück (SPD) mit Veröffentlichung seiner Nebeneinkünfte ausgelöst hatte.
Der Schlüssel in dieser Causa dürften die Geschäfte zwischen Hellen und der Stadt respektive ihrer Töchter Stadtwerke und Sparkasse sein. Wie viel Geld ist wann wofür gezahlt worden? Wie konkret sind Vorgaben schriftlich fixiert worden?
Eine andere Frage lautet: Warum will OB Ottilie Scholz (64, SPD) – anders als ganz offensichtlich die Stadtwerke um Chef Bernd Wilmert (60) – weiterhin partout mit Hellen bei „Steiger Award“ und „Herausforderung Zukunft“ zusammenarbeiten?
Antworten von Hellen im Aufsichtsrat der Stadtwerke Bochum?
Der Mann, der Männer wie SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück oder EU-Kommissionschef José Manuel Barroso ins Revier lotst, ist Sascha Hellen. Die Großen dieser Welt – er kennt fast alle, und er kriegt fast alle. Die Honorar-Affäre um den SPD-Kanzlerkandidaten könnte seinem guten Ruf schaden.
Zumal in Sachen Ackermann (Rede im Schauspielhaus) und Erdogan (sollte mit einem Steiger geehrt werden) auch in diesen Fällen beachtliche Blamagen Bochums zu Buche stehen.
Vielleicht beantwortet Sascha Hellen im Aufsichtsrat der Stadtwerke am Dienstag auch, warum Peer Steinbrück, wie andere Medien berichtet haben, sein 25.000-Euro-Honorar für den Atriumtalk gleich zweimal einfordern musste.

19:14
Die SPD ist anscheinend nicht an einer Aufklärung interessiert.
Laut Radio Bochum:
"... stehen eine Strompreiserhöhung sowie eine Vertragsverlängerung für Stadtwerkegeschäftsführer Bernd Wilmert auf der Tagesordnung."
Das ist ja auch wichtiger - insbesondere die Vertragsverlängerung für den Ahnungslosen (Geschäftsführer)?
18:20
Noch vor wenigen Tagen forderte Herr Fleskes eine konsequente Aufklärung!
Was stört ihn sein Geschwätz von gestern.
Da bestimmt also Herr Fleskes/bzw. die Partei wen Frau Scholz einladen darf.
Ein interessanter Aspekt:
Auch in der SPD rechnet man nicht mit bahnbrechenden Erkenntnissen der Aufsichtsratssitzung. Eine Einladung von Hellen sei nicht mehr nötig gewesen, sagt SPD-Fraktionschef Dieter Fleskes, da der Rat das Rechnungsprüfungsamt mit der Klärung der Affäre beauftragt habe. Dieses hat am Freitag mit der Arbeit begonnen. Die CDU hatte sich ursprünglich für einen externen Prüfer starkgemacht, dafür im Aufsichtsrat aber keine Mehrheit gefunden und somit per Antrag im Rat das Rechnungsprüfungsamt eingeschaltet. "Ich habe dennoch die Hoffnung nicht aufgegeben, dass wir heute dennoch weitere Erkenntnisse gewinnen", so Fleskes.
18:05
Zumindest melden es die Ruhr Nachrichten am Nachmittag:
Am Dienstagvormittag teilte er auf Anfrage mit: Er sei gar nicht erst eingeladen worden. Diesen Fehler wollte die Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz wohl korrigiert wissen. Sie habe ihn zwischenzeitlich kontaktiert und ihn gebeten sich für die Sitzung bereit zu halten, erklärte Hellen am Nachmittag.
Das nennt Frau Scholz: ALLE KARTEN AUF DEN TISCH LEGEN!
Man darf ja mal Fehler machen - oder?
Fragt sich nur wieviele!
14:04
Hellen hatte nach der ersten Aufsichtsratssitzung am vergangenen Donnerstag erklärt, er wolle sich an der Aufklärung beteiligen. Gestern teilte er auf Anfrage mit: Er sei gar nicht erst eingeladen worden.
Wenn man keinen Widerspruch fürchten muß, dann kann man ja so einfach die Schuld verteilen.
Dann können Scholz, Wilmert, Fleskes und der SPD Rest sich ja beruhigt zurücklegen.
So wird in Bochum aufgeklärt!
Man darf ja mal Fehler mach!
Das war doch zu erwarten! Die Genossen in der SPD begreifen anscheinend aber immer noch nicht, durch welchen Dreckhaufen der Honorarkanzlerkandidat von den eigenen Genossen gezogen wurde. Der Bochumer Skandal ist suboptimal für die ganze SPD. Das wird aber alles noch schlimmer, wenn der nette Herr Hellen (sicher auch Genosse) seine Handakten in die Runde schmeißt und seinen Laptop ins Netz hängt. Oder hat er schon bereits die Medien gefüttert? Die Müllverbrennung Bochum wäre nicht der richtige Ort...bei seinen Kontkten. Alles hat seinen Wert!
22:20
Mal ehrlich: OB Scholz ist 64 Jahre alt, es wird sowieso Zeit, dass sie langsam mal das Feld räumt! Je eher jemand Neues das Trümmerfeld aufräumen kann um so besser.
Cross border leasing, verschwundene Rechnungen zum Straßenbau, Konzerthaus.. Und dann die Sache mit Helle. Die OB immer schön dabei. Was ist das Problem bei der SPD? Haben die niemand anderen? Dass Hellen nicht unschuldig ist, ist doch folgerichtig. Er ist derjenige, der sich in dem "Promi-Business" auskennt und er ist es doch gewesen, der alles verhandelt hat. Und er war es doch wohl auch, der ignoriert hat, was die Stadtwerke von ihm wollten. Die Intention zu dem Talk war allen, die es wissen wollten, bekannt. Nur Hellen nicht? Was für ein Witz.
18:26
Die Homepage zum Steiger Award ist nicht aufrufbar und zum Projekt Herausforderung Zukunft nicht auf dem letzten Stand (zur Veranstaltung von Anfang November findet sich dort nichts).
Zu Herausforderung Zukunft findet sich auch kaum etwas in den Medien. Soll angeblich nicht gut besucht gewesen sein (WAZ: Die Jahrhunderthalle war dennoch nur spärlich besetzt)? - Weiß jemand mehr? Wie sieht denn da die Finanzierung (außer Stadtwerke, Sparkasse) und die Kostenstruktur aus(WAZ schreibt: Die Stadtwerke Bochum sind neben einem Dortmunder Hotel und einem Autohaus Hauptsponsor von Sascha Hellens „Herausforderung Zukunft“. OB Ottilie Scholz ist Schirmherrin.Hellen versteht die Dialogreihe als „nichtkommerzielles Projekt“. Politik, Kirche, Kunst, Wirtschaft und Medien will er in einen internationalen Dialog bringen.) ? Ein US-Ex-Präsident kommt schließlich nicht kostenlos, ebensowenig die anderen Gäste, der Saal kostet,......
16:50
.....ja wem denn wohl sonst?
Wer hätte das wohl gedacht: Das kleinste Licht muß immer dran glauben.
Der pöse pöse Herr Hellen. Zu Poden mit dem Purschen.
Aber wir kleine Bürgerlein sind ja alle so klein und dumm, wir glauben dies doch selbstredend gern!
16:46
Eine Politikerin, die so etwas sagen kann:""Es geht nicht um Schwarz oder Weiß , um Wahrheit oder Unwahrheit. Es geht darum, dass zu viele Interpretationsspielräume da waren." (Zitat "Die Welt") hat nach cross border debakel, verschwundenen Kassenbelegen und dadurch Rückzahlungen an das Land und demnächst dem Debakel um die zu hohen Kosten für das Musikzentrum doch eigentlich nur noch eine Aufgabe: Hut nehmen und gehen!
Und dann Herrn Hellen mitnehmen. Denn natürlich ist der Schuld. Denn jeder konnte über Jahre lesen, dass der Atrium-Talk eine charity Veranstaltung sein sollte. Nur Herr Hellen hätte dann wohl kein Geschäftsmodell gehabt. Für "Nix" kommen die Prominenten eben nicht..
16:13
Warum werden Kommentare zensiert bzw. gelöscht, wenn man Zahlen über die Fa. Hellen Medien GmbH postet, die für jedermann im Bundesanzeiger öffentlich zugänglich sind ?
Habe mir die Veröffentlichung im Unternehmensregister auch mal angesehen.
Der Anhang ist textlich kompletter Unsinn. Da werden Posten beschrieben, die es in der Bilanz nicht gibt (z.B. Vorräte, Bewertung von Ausleihungen), von einem Bilanzergebnis nach Ergebnisverwendung gesprochen - dabei steht dort noch das Jahresergebnis, über Ausleihungen und Anlage zum Anteilsbesitz fabuliert - dabei gibt es nur 600 Euro Finanzanlagen und z.B. die freiwillige Anwendung des neuen Bilanzrechts angekündigt (dies war m.W. in 2011 aber eh schon Pflicht).
Ahnung von der Materie hatte der Aufsteller des Jahresabschlusses keine. Wenn Hellen mit Verträgen und Finanzen genauso verfährt - dann "Gute Nacht".
vielleicht, weil auch die gelöscht werden, die zur Abwahl der OB aufrufen!?
14:57
diese affäre zeigt doch die ganze verkommenheit der bchumer politik. da wird einem verdienten parteigenossen ein betrag zugeschoben der bei einer normalen familie reicht um 30 jahre die stromrechnung zu bezahlen. die bochumer spd ist so vom bürger abgehoben das es unmöglich ist diese partei noch zu wählen. scholz und co. haben von nichts eine ahnung, haben nichts gemacht aber kassieren schöbe sümmchen nebenbei.
vielleicht liegen ja noch leichen im keller von scholz da sie so an hellen festhält. mal sehen was da noch kommt!!!