Ermittlung gegen Sami A. - Gebetsraum der Hochschule Bochum geschlossen
04.10.2012 | 10:28 Uhr 2012-10-04T10:28:00+0200
Bochum. Der Gebetsraum der Hochschule Bochum wurde nach einer Polizeiaktion in Zusammenhang mit Sami A. geschlossen. Ob sich hier Anwerbungen in extremistischer Hinsicht abgespielt haben, darüber kann nur spekuliert werden. Der Präsident der Hochschule muss feststellen: „Das Experiment ist gescheitert“.
„Aus konspirativer Sicht ist das ein ganz guter Ort“, gab Prof. Dr. Martin Sternberg, Präsident der Hochschule Bochum im Gebetsraum seiner Hochschule zu. Ein kleiner Büroraum mit dicken Steinwänden, auf dem Campus etwas abseits gelegen, mit Milchglasscheiben. Er wurde jetzt nach einer Polizeiaktion in Zusammenhang mit dem Salafisten Sami A. geschlossen.
Der Raum B1-30 liegt direkt neben dem AStA-Büro. Er stand nach einer Abmachung des Präsidiums mit dem AStA grundsätzlich allen Religionen für die Ausübung spiritueller Tätigkeiten zur Verfügung. Genutzt wurde er de facto wohl hauptsächlich von islamischgläubigen Studierenden. Es existierte bis vor kurzem eine Möglichkeit zur Fußwaschung, eine provisorische Raumtrennung in einen Frauen- und Männerbereich erfolgte mittels Decken. Seit „drei oder vier Jahren“ wurde er genutzt, die Schlüsselgewalt oblag dem AStA. Alltäglich war der Raum aber geöffnet und konnte ohne Kontrolle betreten werden.
Hochschulfremde Personen
Im Zusammenhang mit Ermittlungen zum Ex-Leibwächter Osama bin Ladens, Sami A. , stellte die Polizei fest, dass sich hier regelmäßig hochschulfremde Personen aufhielten. Vor zwei Wochen sei die Hochschule davon in Kenntnis gesetzt worden, so Sternberg.
Innenminister Ralf Jäger bestätigt, dass der Salafist Sami A. in Bochum jahrelang auf Kosten der Allgemeinheit gelebt hat. Obwohl von dem Tunesier, der als Leibwächter von Osama Bin Laden gearbeitet hat, eine "generelle Gefahr" ausgehe, sehen die Behörden keine Handhabe, den Mann auszuweisen.
In Absprache kam es am 28. September beim traditionellen Freitagsgebet zu einem Polizeieinsatz. Dabei wurden Personalien festgestellt. Diesen Vorgang nahm die Hochschule nun zum Anlass, den Raum unverzüglich zu schließen. Er wird nun zu einem dringend benötigtem Büro umgebaut. Ob sich hier neben den üblichen religiösen Verrichtungen Agitation und Anwerbung in extremistischer Hinsicht abgespielt haben, darüber kann nur spekuliert werden.
Auch ein „persönlicher Schlag“
„Für mich ist das auch ein persönlicher Schlag“, sagt der Präsident. Es habe im Präsidium oft lange Diskussionen darüber gegeben, ob in einer staatlichen Hochschule ein Gebetsraum existieren solle. Er selbst habe dabei den Standpunkt vertreten, dass die Universität als kulturelle Institution, bei Möglichkeit, die Chance bieten solle, sich spirituell zu betätigen. „Das Experiment ist gescheitert“, sagt er nun. Er sehe grundsätzlich keine Perspektive mehr. Gleichzeitig betonte er entschieden, wie sehr die Hochschule ihre vielen muslimischen Studierenden schätze.
Der scheidende AStA-Vorsitzende Dennis Weiz betonte „völlig überrascht und enttäuscht“ zu sein. „Wir haben uns sehr für die Existenz des Raumes eingesetzt, das ist unbegreiflich.“

17:29
So fraglich ein muslimischer Gebetsraum in einer staatlichen Hochschule auch ist, aber bei der ganzen Diskussion beschäftigt mich folgender Satz:
"Ob sich hier neben den üblichen religiösen Verrichtungen Agitation und Anwerbung in extremistischer Hinsicht abgespielt haben, darüber kann nur spekuliert werden."
Das heißt also, dass ein Gebetsraum, in dem auch hochschulferne Menschen waren, generell unter Tatverdacht gestellt wird, nur weil Nicht-Studenten dort waren?
Und wenn nur darüber spekuliert wird, warum wird er dann geschlossen?
Der ASTA hatte doch die Schlüsselgewalt - er müsste also Sonderheiten mitbekommen haben.
Komisch nur, dass der Raum nun zu einem "dringend benötigten Büro" umgebaut wird.
Fragen über Fragen...
16:07
Ich kann echt nur noch lachen!
WIE gutgläubig sind manche Menschen eigentlich??
Sternberg und Weiz und die anderen Gutgläubigen haben es nicht anders verdient, als dass man über sie lacht.
14:03
Es ist konsequent, dass der Gebetsraum geschlossen wurde, und hat nichts mit mangelndem Respekt gegenüber dem Islam zu tun, eher mit mangelndem Respekt von Muslimen gegen die ihnen offerierte Toleranz. Deutschland ist säkular, d.h. an Schulen und Universitäten wird gelernt und am Arbeitsplatz gearbeitet. Religion ist Privatsache. Jeder, der in dieses Land kommt, sollte sich vorher darüber informieren. Wenn ich in ein muslimisches Land gehe, werde ich wohl kaum für Ostern oder Weihnachten freie Tage beanspruchen können, käme allerdings auch niemals auf die Idee, dieses zu tun, denn ich habe mich dem Einwanderungsland anzupassen und nicht das Land sich mir.
Ich wünsche mir Politiker, die endlich einmal selbstbewusst für klare Verhältnisse sorgen. Wir sind Deutschland und heissen Gäste willkommen, die bereit sind, sich unserer Kultur anzupassen und uns an der ihren teilhaben zu lassen.
Ein sehr treffender Kommentar!
12:56
na dann ist ja Zeitnah mit Terroranschlägen hier zu rechnen ....
oder denkt man diese "Beleidigung" bleibt ungesühnt ?
12:05
Wir müssen endlich mal aufhören uns ständig anzubiedern - Religion hat in Schulen und Universitäten nichts verloren. Egal welche!
11:50
@marcus3011
traurig ist, wie die Medien und Politiker es geschafft haben, Menschen wie Sie zu beeiflussen und für ihre Ziele einzuspannen.
Woher wollen Sie wissen in wie weit sich die Muslime, die an der Uni beten, anpassen, integrieren oder wie Sie es auch immer nennen wollen. Kennen Sie überhaupt Muslime persönlich, oder nur SamiA und Bin Laden aus den Medien?
Muslim sein, bedeutet Gott ergeben sein, das hat weder etwas mit Gewalt, noch mit Krieg zu tun.
Sie verwechseln, wie schon andere, Islam und Islamismus. Auch damit haben die Medien ihr Ziel erreicht und die Politik kann uns im Namen der Terrorangst noch mehr Rechte nehmen.
Ja ich kenne genug Muslime und ich wohne dort wo es von denen sehr viele gibt.
Es gibt sogar auch welche die sich anpassen aber leider wenige .Die distanzieren sich auch von den die sich hier nicht anpassen.
Was die Medien und Politiker betrifft da gebe ich ihnen recht!
Was mich sehr stört ist vieleicht nicht passend zu diesen thema hier.
Ich finde es kann nicht sein das diese mensch meinen hier ihre eigenen grüppchen zubilden ich finde wenn ich hierleben möchte sollte ich mich anpassen. Das fängt schon bei der sprache an . es kann nicht sein wenn ich im z.b im Kindergarten ,im Fußballverien nur deren sprache hören muss man sollte doch deutsch sprechen.
.
Aber w
11:40
Der Islam past hier nicht hin. Diese Menschen wollen sich hier nicht anpassen.
Sondern wir passen uns denen an und das kann nicht sein. So eine Religion würde ich hier nicht dulden. Islam untericht haha. Islam = gewalt und Krieg wie im mittelater.
Jetzt könnt ihr eure n.. Keule wider rausholen wenn man sowas eußert ist man ja gleich einer traurig
07:17
Entweder es gbt wirkliche Beweise, was schlimm wäre, oder es ist die reine Panik vor der bloßen Möglichkeit, daß mit derartigen Hauruckaktionen mal wieder sämtliche praktizierenden Muslime unter Generalverdacht gestellt werden.
Natürlich braucht man keinen Gebetsraum zum Beten, aber es ist auch ein Zeichen von Respekt vor der anderen Kultur. Leider lassen sich zuviele hietrzulande von Angst und Hetze erfassen.
Wieviel unterschiedliche Kulturen gibt es?
Stellen Sie sich mal vor jede unterschiedliche Kultur besteht auf einen eigenen Gebetsraum . Was hat das mit Respekt zu tun? Wo wird denn dann noch unterrichtet????
Es scheint ja wohl lt. Polizei Beweise dafür zu geben, dass der Gebetsraum von hochschulfremden Personen benutzt wurde. Im eigenen Interesse hätten die Muslime, die davon Kenntnis hatten, dieses verhindern helfen müssen. Durch ihr Nichthandeln haben sie den Missbrauch unterstützt und Vertrauen ebenfalls erbärmlich missbraucht.
Wir lassen uns nicht von Angst und Hetze erfassen, gehen jedoch mit offenen Augen durch die Welt und können auch denken und eigene Schlüsse ziehen. Aber auch wir als sogenannte "Ungläubige" (welch ein Unding, im eigenen Land so bezeichnet zu werden!) haben Anspruch auf Respekt. Es ist natürlich den Muslimen unbelassen, sich von den Geschehnissen in Bochum zu distanzieren.
19:12
der kann überall beten. Und das dauert nicht so lang wie die Zigaretten- und Bierpausen der Kollegen. Nachdem er anfangs mit fadenscheinigen Entschuldigungen sein Fehlen am Freitag zu erklären versuchte, ist er heute die Bank wenn es darum geht den Wochenendnotdienst zu besetzen, oder Arbeiten durchzuführen die nur am Wochenende erledigt werden können. Dafür bekommt er natürlich für seinen "Sonntag" am Freitag frei.
13:29
Viele Fragen: Führten nach den Anschlägen vom 11.9. nicht auch Spuren zu Al-Kaida und ins Ruhrgebiet, einigen Unis dort ? Studierte nicht ein Al-Kaida-Angeklagter an der Ruhruni ? Wie oft hat dieser Kulturkreis die Gutgläubigkeit des Westens ausgenutzt um dann in blindem Hass darauf einzudreschen ? Stichwort "Kofferbomber" oder "Sauerlandzelle"... Andere Glaubensbrüder und -Schwestern wollen nichts davon bemerkt haben ? Ist da Zurückhaltung bis Ablehnung in Kreisen der Bevölkerung nicht die nachvollziehbare Konsequenz ?