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Betriebsratschef Einenkel fordert - „Opel muss entwickeln, nicht abwickeln“

12.04.2013 | 18:41 Uhr

Bochum.   Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel bleibt unbeirrt auf seinem Kurs. Der Automobil-Konzern müsse „alles tun, um neue Arbeitsplätze am Standort Bochum zu entwickeln und nicht abzuwickeln.“ Sollte es zu Massenentlassungen kommen, drohte Einenkel, werde das „nicht geräuschlos ablaufen.“

„Wir müssen alles versuchen, damit man nicht den Unsinn macht, die Zafira-Fertigung schon 2015 von Bochum zu verlagern.“ Im Gespräch mit der WAZ am Freitag, fünf Tage bevor der Opel- Aufsichtsrat eben genau das Aus für die Zafira-Produktion in Bochum Ende 2014 beschließen könnte, bleibt der Betriebsratschef unbeirrt auf seinem Kurs.

Es sei ihm nie um einen eleganten Abgang aus dem Amt gegangen bei der aktuellen Auseinandersetzung. Es gehe auch nicht um eine zweite Abstimmung über den Tarifvertrag. Einenkel: „Ich habe die Rückendeckung aus dem Betriebsrat und der Belegschaft.“ Versuche, ihn als Pokerspieler darzustellen, der die Partie überreizt und verloren habe, hätten dem Zusammenhalt in der Belegschaft eher genutzt.

Aber von sich selbst möchte er gar nicht so gerne reden. Schon lieber würde er mit der Opel-Führung reden, die sich aktuell aber nicht rühre, um über die dringenden aktuellen Probleme zu reden.

Perspektive 2022

Einenkel erinnert erneut an die generelle Linie des Bochumer Betriebsrats: „Mit dem Tarifvertrag hätten sie mit uns reden müssen, aber nur um die Umsetzung der Abwicklung, nicht über die Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen. Das war zu schwammig, ohne klare Zusagen formuliert.“ Wenn das Unternehmen sein Image polieren wolle, was angesichts der Verkaufszahlen der guten Autos nur zu wünschen wäre, sollte „Opel alles tun, um neue Arbeitsplätze am Standort Bochum zu entwickeln und nicht abzuwickeln.“ Das könnte aber in der „Perspektive Bochum 2022“ geleistet werden.

Einenkel macht keinen Hehl aus der Tatsache, dass es „nicht geräuschlos ablaufen würde“, sollte es zu Massenentlassungen bei Opel Bochum kommen. Das wäre auch keine Werbung für die treuen Opel-Kunden im Revier.

Klaus Buske


Kommentare
16.04.2013
21:53
Betriebsratschef Einenkel fordert - „Opel muss entwickeln, nicht abwickeln“
von Colaherbert | #13

Mit dem Entwickeln sollte Herr Eineinkel mal anfangen. Aber da ist bei Herrn Einenkel genauso Fehlanzeige wie bei Opel seit über 30 Jahren. Nur Herr Einenkel hat wohl einen beamtenähnlichen Job in diesem in Deutschland elenden Gewerkschafts-und Parteidickicht, ansonsten wäre er wohl schon ALG2-Empfänger. Opel aber auch z.B. Fiat und bald Peugot sind Marken, die nicht umsonst allein schon wegen der "miesen Produkte und deren Qualität" in einer freien Marktwirtschaft nicht überlebensfähig sind. Der Politik kann man nur raten, hier nicht per Planwirtschaft einzugreifen; auch wenn das für die Arbeitnehmer bitter ist. Wer nur ein wenig Verstand in der Arbeitnehmerschaft hat, dem muss doch der sich seit Jahren schleichende Untergang der Marke nicht verborgen bleiben; oder man ist Betriebsrat!. Dem Steuerzahler kann man diese schlechte Marke sicherlich nicht auch noch aufbürden. Wir sind "noch nicht" in einer Planwirtschaft!!!

16.04.2013
18:02
Betriebsratschef Einenkel fordert - „Opel muss entwickeln, nicht abwickeln“
von woelly | #12

Der schafft schon noch sein Gedächtnisauto! Ab 2014 bauen der mit Unterstützung der Rot Grünen Landesregierung und der Hannelore, sowie dem Autopapst Dudenhöffer in Bochum den neuen "Opel Reiner" als Zweisitzer, zu einem Preis von € 4999,99. Die Kiste ist aber nur in den Farben Rot- Grün erhältlich.

15.04.2013
00:57
Betriebsratschef Einenkel fordert - „Opel muss entwickeln, nicht abwickeln“
von gerard | #11

Autos die nicht gekauft werden braucht man nicht zu produzieren,so einfach ist das!Die Marke Opel hat nun einmal seit Jahren sinkende Absatzzahlen,die Gründe hierfür sind wohl vielschichtig,falsche Modellpolitik und Qualitätsmängel zum Beispiel!Dies hat aber die Opel-Führungsetage verursacht und nicht die Belegschaft!Das verhalten des Betriebsrates ist aber schon grenzwertig,mit Sturheit allein verhandelt es sich wohl nicht so gut.Für die Opel-Belegschaft in Bochum ist das ganze sicher eine bittere Sache,hoffentlich finden die alle einen neuen Arbeitsplatz,für die älteren und die nicht so gut qualifizierten unter ihnen wirds wohl schwierig!

14.04.2013
21:31
Betriebsratschef Einenkel fordert - „Opel muss entwickeln, nicht abwickeln“
von Gearbox | #10

Das es eine beschlossene Sache war Bochum zu schließen kann man nicht ignorieren. Ohne Rückendeckung der Gewerkschaft, Politiker, der anderen Standorte und der Betriebsratsführung kann man schlecht verhandeln. Ebenso braucht man keine Gewerkschaft die so etwas auch noch seinen Segen verpasst. Hinzu kommt, daß GM kurz vorher noch 800 MA in Rüsselsheim loswerden wollte, was oh Wunder urplötzlich vom Tisch war? Und wie kann man Verträge vorher schon absegnen und in den Medien verbreiten ohne das alle Beteiligte davon Kenntnis hatten? Da fragt man sich doch so einiges... . In Rüsselsheim knallen doch so oder so die Korken. Ob in Bochum der Tod auf Raten praktiziert wird oder nicht, profitieren tun sowieso die anderen und das in jedem Fall. Das Image von Opel ist damit eh hinüber.

1 Antwort
Betriebsratschef Einenkel fordert - „Opel muss entwickeln, nicht abwickeln“
von Ontop | #10-1

Die Werksschließung interessiert die Leute außerhalb des Ruhrgebiets nicht im geringsten - so wie es hier niemanden interessiert, daß Ford sogar 3 Werke schließt. Ergo ist das mit dem Image immer so eine Sache....
Ich gebe ihnen aber recht, daß sich die anderen Opel- Werker in Deutschland jetzt über Herrn Einenkel totlachen.

14.04.2013
19:25
Betriebsratschef Einenkel fordert - „Opel muss entwickeln, nicht abwickeln“
von wohlzufrieden | #9

Wickelt Einenkel ein und schenkt ihm GM. Er hat es denen richtig billig gemacht.

14.04.2013
13:59
Betriebsratschef Einenkel ....
von mKasperski | #8

„Wir müssen alles versuchen, damit man nicht den Unsinn macht, die Zafira-Fertigung schon 2015 von Bochum zu verlagern.“

Bis jetzt hat Herr Einenkel doch immer behauptet das das bis 2015 gar nicht möglich wäre.

1 Antwort
Betriebsratschef Einenkel fordert - „Opel muss entwickeln, nicht abwickeln“
von Kadett1960 | #8-1

Dafür ist schon zu spät......

14.04.2013
13:43
Betriebsratschef Einenkel fordert - „Opel muss entwickeln, nicht abwickeln“
von Odin1111 | #7

Was für ein Schwätzer !

14.04.2013
13:08
Betriebsratschef Einenkel fordert - „Opel muss entwickeln, nicht abwickeln“
von chrloose | #6

GM akzeptiert die Entscheidung der Bochumer, das Sanierungspaket nicht anzunehmen. Danke Einenkel. Ab 2015 gehen dann alle (sicher) statt nur ein Teil (unsicher) stempeln....

13.04.2013
22:39
„Opel muss entwickeln, nicht abwickeln“
von Kadett1960 | #5

Der Tarifvetrag ist in den Augen Einenkels zu schwammig gewesen. Er hätte aber wissen müssen das nicht mehr zu erreichen gewesen ist. Die hätte er der Belegschaft vermitteln müssen. Stattdessen sind die Betriebsräte durch die Hallen gelaufen und haben die Belegschaft zur Abstimmung gegeben den Tarifvertrag aufgefordert.

13.04.2013
18:27
„Opel muss entwickeln, nicht abwickeln“
von Querdenker79 | #4

Einenkel ist vollkommen abgedreht. Er ist ehemaliges DKP-Mitglied und agiert auch so.

Anstatt der Realität ins Auge zu blicken und ein goldenes Abfindungspaket für die Mitarbeiter zu erkämpfen, verrennt er sich in seiner kranken Ideologie.

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