"Müssen das Beste aus der Situation machen"
15.06.2009 | 22:00 Uhr 2009-06-15T22:00:00+0200Eine Hiobsbotschaft erreichte den Bundesligisten EC Bergkamen unter der Woche: Mit Hamburg und Ottobrunn ziehen sich zur nächsten Saison gleich zwei (von neun) Mannschaften aus der ersten Liga zurück.
Darüber hinaus wird es keinen Aufsteiger aus der 2. Bundesliga geben, so dass dem Fraueneishockey in Deutschland eine echte (hausgemachte) Krise bevorsteht.
Ohne jede Spur von selbstgerechter Zufriedenheit muss der sportliche Leiter des EC Bergkamen, Dirk Hanke, feststellen, dass sich damit die Skepsis des ECB bei der Einführung der eingleisigen Bundesliga als gerechtfertigt erwiesen hat. „Im Interesse des Deutschen Fraueneishockeys wäre uns eine andere Entwicklung deutlich lieber gewesen. Aber die warnenden Stimmen, die bei der Einführung vor allem von Grefrath und Bergkamen gekommen sind, haben sich leider als richtig erwiesen. Jetzt müssen wir als Vereine mit Mannschaften im Fraueneishockeybetrieb gemeinsam sehen, dass wir das Beste aus der Situation machen.“
Nach dem Rückzug der Hamburger und Ottobrunner hat man auch in Bergkamen kurz darüber nachgedacht, sich aus der Bundesliga zu verabschieden. Hintergrund dieser Überlegung war auch die Tatsache, dass unter dem neuen Modus mit höheren Kosten zu rechnen ist. Vor allem wenn man sich für die „Meisterrunde“ (die ersten Vier der Tabelle spielen nochmals Hin- und Rückspiel gegeneinander) qualifiziert werden zusätzliche Fahrten und Übernachtungen anfallen. Letztlich hat man sich dann aber doch entschlossen, weiter in der ersten Bundesliga anzutreten.
Ein weiterer Grund für die Meldung in der ersten Bundesliga ist die erfolgreiche Aufbauarbeit, die in den letzten Jahren in der zweiten Mannschaft geleistet worden ist und auf jeden Fall fortgeführt werden soll.
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