Mit Pauken und Trompeten
22.01.2012 | 20:31 Uhr 2012-01-22T20:31:00+0100
Jede Menge Tore, glänzend aufgelegte Topfavoriten, spannende Spiele und sportliche Sensationen – das alles hatte die Zwischenrunde der von der WAZ Mediengruppe präsentierten 18. Essener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball am vergangenen Wochenende zu bieten.
Den Anfang machte erneut der FC Kray. Der Niederrheinligist spazierte in beeindruckender Manier durch die Hammergruppe 1. Schon die beiden 3:1-Siege gegen den Vogelheimer SV und den Vorjahresfinalisten ESC Rellinghausen hätten deutlich höher ausfallen können. Beim abschließenden 11:0-Erfolg gegen den B-Ligisten Tusem bot die Mannschaft von Hallentrainer Lars Krüger dann angetrieben von den beiden überragenden Akteuren Soufian Rami und Ilias Elouriachi sowie dem lautstarken Anhang, der mit Gesängen und Tröten für ordentlich Alarm auf den Rängen sorgte, Budenzauber vom Allerfeinsten: Hacke, Spitze, eins, zwei, drei hieß das Motto.
Davon konnte Vogelheim hingegen nur träumen. Nach einem ziemlich blutleeren Auftritt war das Aus besiegelt. „Spielwitz, Einsatzfreude und der unbedingte Wille fehlten“, konstatierte Coach Otto Prell enttäuscht. Was sollte da erst Michael Wüsten, Trainer des Bezirksligisten SV Kupferdreh, sagen? Er hatte die „Top Acht“ als Ziel ausgegeben, doch gegen drei unterklassige Vereine war nun schon früh Endstation. „Unser Auftritt war die reinste Katastrophe. Wir waren im Gegensatz zur Vorrunde nicht mehr wiederzuerkennen“, war Wüsten stinksauer auf seine Spieler, die nach dem Aus wie begossene Pudel vom Parkett schlichen – während die B-Ligisten ESC Preußen und BV Altenessen ausgelassen feierten. Sie schrieben ihr Erfolgsmärchen weiter und gehören nun zum illustren Kreis der 16 besten Essener Teams. „Das ist wirklich großartig für uns“, frohlockte BVA-Coach Mustafa Yüksel. Schon vor vielen Wochen hatte er mit seiner jungen Elf angefangen für die Halle zu trainieren. Das zahlt sich nun aus. „Außerdem sind wir ein richtig verschworener Haufen“, lobte Yüksel den Teamgeist seiner Spieler, den sie nach dem neuerlichen Hallencoup auch außerhalb des Parketts bewiesen: „Wir sind abends alle gemeinsam feiern gegangen“, verriet der Coach.
Gerade soeben erreichte der aufstrebende A-Liga-Primus VfB Frohnhausen das finale Wochenende. Ein einziger Sieg gegen TuRa 86 langte. „Eigentlich hatten wir das Weiterkommen nicht verdient“, war Trainer Issam Said unzufrieden mit der Darbietung seiner Mannschaft. Ganz anders war Sascha Fischer zumute. Der Trainer des SC Frintrop konnte sich über die nächsten drei Siege seines Teams freuen, das im gesamten Turnierverlauf nur einmal die Punkte teilte, ansonsten alles gewann. „Es macht schon Spaß den Jungs zuzugucken. Sie agieren sehr diszipliniert.“
Über den abschließenden Auftritt von AL-ARZ Libanon lässt sich so etwas leider nicht sagen. Zunächst hatten die „Zedern“ auf der Tribüne mit Fahnen, Trommeln und Tröten für positive Stimmung gesorgt, doch im entscheidenden Spiel gegen Niederwenigern (2:3) gab es dann Zeitstrafen und eine rote Karte gegen den A-Ligisten. Daraufhin warf laut Veranstalter ein Zuschauer eine leere Plastikflasche in Richtung des Schiedsrichters.
Spannung und Nervenkitzel pur bereitete dann die vorletzte Partie des Wochenendes. In der sogenannten „Mördergruppe 8“, in der Sieger Schonnebeck mächtig aufdrehte, stand Titelverteidiger Phönix in einem packenden Match gegen den SC Werden/Heidhausen kurrzeitig vor dem Aus. Drei Minuten vor dem Ende stand es noch 1:1, ein SC-Tor und der SCP wäre raus gewesen. Doch stattdessen schlug der Vorjahressieger vor den zahlreichen und lautstarken Anhängern beider Klubs eiskalt zu und siegte noch 3:2. Der Traum von der historischen ersten Titelverteidigung lebt als weiter. Doch daran denkt Trainer Arndt Krosch gar nicht: „Wir haben mit dem Finalwochenende unser Ziel erreicht. Andere Teams haben sich hier bisher deutlich stärker als wir präsentiert.“ Dass dies jedoch nichts heißen muss, ist auch klar. Das weiß man auch beim SC Phönix.
Die Zwischenrunde in Zahlen
Gruppe 1
FC Kray – Vogelheimer SV3: 1
ESC Rellinghausen – Tusem8: 0
FC Kray – ESC Rellinghausen3: 1
Vogelheimer SV – Tusem9: 3
Vogelheimer SV – ESC Rellinghs.0: 2
Tusem – FC Kray0:11
1. FC Kray17: 2 9
2. ESC Rellinghausen11: 3 6
3. Vogelheimer SV 10: 8 3
4. Tusem3:28 0
Gruppe 2
Steele 03/20 – Katernberg 195:3
BW Mintard – Adler Frintrop7:6
Steele 03/20 – BW Mintard5:4
Katernberg 19 – Adler Frintrop4:3
Katernberg 19 – BW Mintard5:3
Adler Frintrop – Steele 03/202:3
1. Steele 03/2013:9 9
2. Katernberg 1912:11 6
3. BW Mintard14:16 3
4. Adler Frintrop11:14 0
Gruppe 3
SV Kupferdreh – ESC Preußen5:4
Fortuna Bredeney – BV Altenessen1:4
SV Kupferdreh – Fortuna Bredeney2:4
ESC Preußen – BV Altenessen4:2
ESC Preußen – Fortuna Bredeney6:3
BV Altenessen – SV Kupferdreh3:1
1. ESC Preußen14:10 6
2. BV Altenessen9: 6 6
3. SV Kupferdreh8:11 3
4. Fortuna Bredeney8:12 3
Gruppe 4
FC Kettwig – TuS Holsterhausen3:1
SuS Niederbonsfeld – FC Karnap5:1
FC Kettwig – SuS Niederbonsfeld4:1
TuS Holsterhausen – FC Karnap6:1
TuS Holsterhs. – SuS Niederbonsfeld4:1
FC Karnap – FC Kettwig0:9
1. FC Kettwig16: 2 9
2. TuS Holsterhausen11: 5 6
3. SuS Niederbonsfeld7: 9 3
4. FC Karnap2:20 0
Gruppe 5
Heisinger SV – SG Altenessen3:3
TuS West 81 – BG Überruhr4:1
Heisinger SV – TuS West 811:2
SG Altenessen – BG Überruhr6:5
SG Altenessen – TuS West 814:3
BG Überruhr – Heisinger SV4:3
1. SG Altenessen13:11 7
2. TuS West 819: 6 6
3. BG Überruhr10:13 3
4. Heisinger SV7: 9 1
Gruppe 6
SV Burgaltendorf – VfB Frohnhausen2:1
TuRa 86 – Preußen Eiberg3:0
SV Burgaltendorf – TuRa 867:2
VfB Frohnhausen – Preußen Eiberg3:5
VfB Frohnhausen – TuRa 864:1
Preußen Eiberg – SV Burgaltendorf2:3
1. SV Burgaltendorf12: 5 9
2. VfB Frohnhausen8: 8 3
3. Preußen Eiberg7: 9 3
4. TuRa 866:11 3
Gruppe 7
SC Frintrop – SF Niederwenigern2:0
AL-ARZ Libanon – Eintracht Borbeck5:2
SC Frintrop – AL-ARZ Libanon3:2
SF Niederwenigern – Eintr. Borbeck9:2
SF Niederwenigern – AL-ARZ Libanon3:2
Eintracht Borbeck – SC Frintrop0:4
1. SC Frintrop
9: 2 9
2. SF Niederwenigern12: 6 6
3. AL-ARZ Libanon9: 8 3
4. Eintracht Borbeck4:18 0
Gruppe 8
SV Schonnebeck – SC Werden/Heidhs.8:1
SC Phönix – Union Frintrop6:1
SC Werden/Heidhs. – Union Frintrop4:2
SV Schonnebeck – SC Phönix3:0
SC Werden/Heidhausen – SC Phönix2:3
Union Frintrop – SV Schonnebeck1:3
1. SV Schonnebeck14: 2 9
2. SC Phönix9: 6 6
3. SC Werden/Heidhausen7:13 3
4. Union Frintrop4:13 0
Endrunde
Nach der Zwischenrunde haben die Gruppen für die Endrunde, die am 28. Januar am Hallo ausgespielt wird, folgendes Aussehen:
Gruppe 1
FC Kray
SG Altenessen
SC Phönix
TuS Holsterhausen
Gruppe 2
Steele 03/20
SV Burgaltendorf
SF Niederwenigern
BV Altenessen
Gruppe 3
ESC Preußen
SC Frintrop
VfB Frohnhausen
Katernberg 19
Gruppe 4
FC Kettwig
SV Schonnebeck
TuS West 81
ESC Rellinghausen
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