Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Basketball, Zweite Bundesliga (Pro A)

Aus und vorbei

09.04.2012 | 21:24 Uhr
Aus und vorbei
Endstation Knights: Marco Buljeciv und die ETB Baskets verloren am Montagabend das dritte Playoff-Spiel in Kirchheim mit 88:98 und sind raus. Foto: Michael Gohl

Kirchheim -
ETB98:88 (42:49)

ETB: Alexander (32/davon 5 Dreier), Henley (15), Buljevic (11/3), Wysocki (11/1), Carney (7/2), Kapelan (7), Schröter (3/1), Kesselring (2), Hardebusch, Henrichs.
Die Viertel: 23:25, 19:24, 21:17, 35:22.
Der „Spielfilm“: 3:3 (2.), 6:7 (3.), 14:21 (7.), 25:25 (11.), 32:32 (14.), 38:38 (15.), 42:51 (21.), 57:58 (28.), 63:63 (30.), 66:72 (32.), 70:75 (33.), 78:78 (36.), 80:79 (37.), 89:79 (39.), 92:81 (39.), 98:88 (40.).
Zuschauer: 1000.

Das war’s. Aus und vorbei. Basketball-Zweitligist (Pro A) ETB musste im Viertelfinale der Playoffs die Segel streichen, die Essener waren nach der deutlichen Pleite im ersten K.O.-Runden-Vergleich in Kirchheim auch in den Vergleichen Nummer zwei und drei unterlegen. Vor heimischem Publikum verlor das Team am Karsamstag knapp mit 78:81, am Montagabend hieß der Sieger nach einem nicht minder umkämpften Spiel erneut Kirchheim Knights (88:98).

Traurig waren sie, die Schwarz-Weißen. „Aber wenn man drei Spiele verliert, muss man das einfach akzeptieren“, war Trainer Igor Krizanovic gefasst.

Bitter war es trotzdem, denn es war mehr möglich. Gerade auch Montag. Die Wohnbau Baskets hatten sich eine Überraschung vorgenommen, wollten sich trotz eines 0:2-Rückstandes zurück in die Serie kämpfen. Die Essener waren sofort in der Partie, ließen sich nicht überrumpeln und gingen im zweiten Viertel sogar deutlicher in Führung. Aber es sollte nicht reichen, Kirchheim egalisierte einen Neun-Punkte-Rückstand in der 28. Minute (60:60) und profitierte im Schlussviertel von Essener Unzulänglichkeiten. Die dramatisch waren: Knapp ging es zu auf dem schwäbischen Parkett (79:80), als sich die Mannschaft in den letzten 215 Sekunden sechs Ballverluste leistete. Die ersten vier durch Marco Buljevic (2), Kevin Wysocki und Diego Kapelan dürfen sicherlich als mitentscheidend für das endgültige Aus gelten. „Das waren Dummheiten, ja Anfängerfehler“, so Krizanovic – er konnte, er wollte aber nicht böse sein. „Die Jungs haben eine tolle Saison gespielt, in der jede Partie wichtig war und keine unbedeutend. Vielleicht waren wir mental ein bisschen müde und dann passieren solche Dinge.“ Wesentlich war aber auch die gegenüber Kirchheim deutlich schwächere Rebound-Quote (21:39).

Aus und vorbei – im Heimspiel am Hallo waren bereits die Weichen gestellt worden. Das Team hatte sich so viel besser als noch beim ersten Playoff-Auftritt in Kirchheim präsentiert. Trainer Igor Krizanovic hatte seine „Starting Five“ im Vergleich zur jüngsten Vergangenheit mit schwächeren ersten Vierteln umgebaut. In Diego Kapelan, Joey Henley, Marco Buljevic, Kevin Wysocki und natürlich Chris Alexander setzte der Kroate diesmal eher auf Wendigkeit und Athletik, denn auf schiere Körpergröße. Und die Marschroute ging auf – der ETB hatte Ball und Gegner im Griff, spielte gut und lag lange vorne.

„Wir haben eine tolle erste Halbzeit gespielt“, erklärte Kapitän Sebastian Schröter zu Recht. Nicht nur, weil offensiv vieles klappte. Sondern weil die Mannschaft vor allem auch defensiv diesmal von Beginn an hellwach war und sich so – in der Gewissheit, dass der Gegner nicht beliebig würde treffen können – Sicherheit holen konnte. Geknickt waren Schröter, sein Team und sein Trainer sowie die 1180 Zuschauer am Hallo am Ende trotzdem.

Denn in der zweiten Halbzeit sollte der Vorsprung schmelzen. Zehn Punkte waren es noch vor Beginn des Schlussviertels, es wurden immer weniger. Die Essener wurden hektisch, spielten immer seltener den Gegner mit mannschaftlicher Geschlossenheit aus und verstrickten sich stattdessen in Einzelaktionen. Sebastian Schröter wollte das nicht so stehen lassen: „Wir haben die Spieler, die so eine Partie für uns entscheiden können. Wenn sie sich gut fühlen, dann müssen sie diese Chancen auch annehmen.“

Genutzt haben sie sie zu selten und trotzdem war bis zum Schluss alles offen. Das Spiel nahm aber kein gutes Ende – auch weil der Mannschaft in der entscheidenden Phase unfassbare Ballverluste unterliefen. Diese Geschichte sollte sich am Montag in Kirchheim auf ähnliche Art und Weise wiederholen.

ETB – Kirchheim 78:81 (54:38) ETB: Wysocki (17/1), Kapelan (16/davon 4 Dreier), Buljevic (16/3), Alexander (12), Henley (10), Schröter (5), Kesselring (2), Henrichs, Carney, Hardebusch, Kern.
Die Viertel: 30:19, 24:19, 12:18, 12:25.
Der „Spielfilm“: 3:0 (1.), 3:5 (3.), 11:7 (5.), 32:19 (11.), 41:25 (14.), 46:29 (16.), 54:38 (20.), 56:46 (24.), 60:46 (25.), 66:56 (30.), 69:59 (32.), 70:67 (36.), 75:75 (39.), 78:75 (40.), 78:77 (40.), 78:79 (40.), 78:81 (40.).
Zuschauer: 1180.

Achim Faust



Kommentare
Aus dem Ressort
KSV Rothe Mühle ist wieder Deutscher Meister
Kanupolo
KSV Rothe Mühle hat es geschafft. Der Essener Kanupolo-Bundesligist hat bei den Deutschen Meisterschaften auf der Regattastrecke in Duisburg-Wedau seinen Titel verteidigt. Für den Klub ist es Titel Nummer elf in der Vereinsgeschichte. Aber wie immer war es ein hartes Stück Arbeit.
RWE-Kultfigur Vincent Wagner zu Gast im alten Wohnzimmer
Wagner
Vor dem Stadtderby der Fußball-Regionalliga zwischen dem FC Kray und Rot-Weiss Essen am Freitag spricht Publikumsliebling Vincent Wagner über seine Rückkehr an die Hafenstraße. „Wir sind so was von tiefenentspannt, wenn wir Freitag dort auflaufen, RWE ist der totale Favorit“, sagt er.
Herren 55 von TuS 84/10 gelingt der große Wurf
Tennis-DM
Größter Erfolg in der Vereinsgeschichte: Nach einem knappen 5:4-Finalsieg über den TC Eschborn ist das Team aus dem Essener Norden erstmals Deutscher Mannschaftsmeister.
Brüder Decker holen Stadttitel
Segeln
Beim Auftakt der Essener Segelwoche auf dem Baldeneysee. Deutsche Meisterschaft der Conger-Klasse folgt.
Nora Hansel aus Bochum ist Weltmeisterin im Paratriathlon
Sport
Nora Hansel hat sich in Edmonton in Kanada zur Weltmeisterin im Paratriathlon gekürt. Nach einer nur mäßigen Leistung in ihrer wenig geliebten Disziplin Schwimmen rollte die 24-Jährige das Feld von hinten auf. Ihr Fernziel: 2016 wird der Paratriathlon zum ersten Mal olympisch sein.
Umfrage
Rot-Weiss Essen, der städtische Stadionbesitzer GVE und der Essener Konzern diskutieren eine Umbenennung des Stadion Essen an der Hafenstraße, der Spielstätte des Traditionsvereins RWE. Welchen Stadionnamen würden Sie favorisieren?

Rot-Weiss Essen, der städtische Stadionbesitzer GVE und der Essener Konzern diskutieren eine Umbenennung des Stadion Essen an der Hafenstraße, der Spielstätte des Traditionsvereins RWE. Welchen Stadionnamen würden Sie favorisieren?

So haben unsere Leser abgestimmt

Helmut-Rahn-Stadion
52%
Georg-Melches-Stadion
24%
RWE-Stadion
8%
Stadion Essen
10%
Den Firmennamen eines anderen Sponsoren im Stadionnamen
7%
937 abgegebene Stimmen
 
Fotos und Videos
TUSEM verkauft sich teuer
Video
Handball
MSV gegen SGS Essen
Bildgalerie
Frauenfußball
RWE und RWO spielen 4:4
Video
Derby im Video
Unentschieden im Derby RWE gegen RWO
Bildgalerie
Lokalderby