Unnerstall wird mit Hut zum Schalker Entertainer

Schalke-Torwart Lars Unnerstall genoss die Ovationen der Fans.
Schalke-Torwart Lars Unnerstall genoss die Ovationen der Fans.
Foto: Getty Images
Was wir bereits wissen
Etwas überraschend blieb Lars Unnerstall für den genesenen Timo Hildebrand im Tor des FC Schalke 04. Beim 2:1-Derbysieg war Unnerstall ein sicherer Rückhalt. Nach dem Spiel feierte er in der Kurve mit den Fans - und einer schicken Mütze auf dem Kopf.

Dortmund.. Die Torwarthandschuhe lagen irgendwo auf dem Rasen. Ein Megafon trug Schalke-Torwart Lars Unnerstall (22) in seiner rechten Hand und einen weißen Campinghut auf dem Kopf. Ein ruhiger Münsterländer außer Rand und Band! "Vorwääääärts Schalke", brüllte Unnerstall und dirigierte die 8000 mitgereisten Schalke-Fans nach dem 2:1-Derbysieg bei Borussia Dortmund.

Was für ein Happy End für den Torwart. Erst bestimmte ihn Trainer Huub Stevens zur Nummer 1, dann überzeugte er beim wichtigen Sieg im Bundesliga-Klassiker - und schließlich gab's den Ausflug in die Fankurve. Nicht immer lief's in dieser Saison so harmonisch...

Schalke-Torwart lacht herzlich über die Gelbe Karte

Einzelkritik In der Mixed Zone erkannte dann keiner den sonst so gemütlichen Torwart wieder. Das lag nicht nur daran, dass er den weißen Hut immer noch trug. Er begrüßte die Journalisten schon mit einem launigen "Wenn jemand Feuerzeuge braucht, muss er in meinen Strafraum gehen.

Da liegen noch genug..." Er lachte herzlich über die Gelbe Karte, die er kurz vor Schluss wegen Zeitspiels erhielt, klopfte Marco Höger (23) auf die Schulter, während der interviewt wurde. Unnerstall, der Entertainer!

Erst nach dem Frühstück im Teamhotel am Samstagmorgen hatte Unnerstall erfahren, dass er die Nummer 1 bleibt und nicht dem genesenen Timo Hildebrand weichen muss. „Ich habe schon gehofft, dass ich drinstehe", sagte Unnerstall.

„In den letzten Tagen hat sich das für mich schon angedeutet.“ Hildebrand wünschte seinem Konkurrenten vor dem Derby „viel Erfolg", sagte aber selbst nach dem Spiel nur ein Wort: „Nein!" Für den ehemaligen Nationalkeeper ist die Entscheidung von Trainer Huub Stevens eine Enttäuschung.