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Kapitalerhöhung

Warum die Kapitalerhöhung dem BVB im Poker um Reus hilft

20.08.2014 | 20:29 Uhr
Warum die Kapitalerhöhung dem BVB im Poker um Reus hilft
Dass der BVB bald über mehr Kapital verfügt, könnte beim Reus-Poker helfen.Foto: imago

Dortmund.  Noch 2005 drohte die Insolvenz. Doch mit dem jüngsten finanziellen Coup schickt sich der BVB an, zum Branchenprimus FC Bayern aufzuschließen. Im Zuge einer weiteren Kapitalerhöhung steigen die Unternehmen Puma und Signal Iduna ein. Das schafft auch Spielraum, um begehrte Stars halten zu können.

Borussia Dortmund erschließt im Zweikampf mit dem FC Bayern München neue Geldquellen. Der westfälische Fußball-Bundesligist will mit Hilfe einer Kapitalerhöhung 114,4 Millionen Euro von Investoren einsammeln. Der Sportausrüster Puma, der Versicherer Signal Iduna und der Spezialchemiekonzern Evonik seien bereit, größere Aktienpakete zu übernehmen, gab der einzige börsennotierte deutsche Proficlub am Donnerstag in einer Pflichtmitteilung für die Börse bekannt. "Borussia Dortmund ist dann bald höchstwahrscheinlich schuldenfrei und hat auch noch ein ganz ordentliches Festgeldkonto - aber wir werden unsere Bodenständigkeit nicht ein bisschen verlieren", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Damit wandelt der Revierclub auf den Spuren des FC Bayern. Beim deutschen Rekordmeister halten in Adidas, Allianz und Audi drei Unternehmen zu gleichen Teilen insgesamt 25 Prozent der Anteile.

Signal Iduna bleibt fünf weitere Jahre Namensgeber des Stadions

Wie erwartet nutzt der BVB das gesamte von der Hauptversammlung genehmigte Kapital und gibt insgesamt 24,6 Millionen neue Aktien aus. Vor rund zwei Monaten hatte der Spezialchemiekonzern und Hauptsponsor Evonik bereits rund neun Prozent der Aktien übernommen und dem Meisterschaftszweiten der vorigen Saison rund 26 Millionen Euro in die Kassen gespült.

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Ein Großteil des Ermissionserlöses soll in die Schuldentilgung fließen. "Die Gesellschaft beabsichtigt, den erwarteteten Bruttoemissionserlös in Höhe von rund 114,4 Millionen Euro in einem Umfang von rund 40 Millionen Euro zur Rückführung von Finanzverbindlichkeiten zu verwenden", hieß es der Mitteilung des Vereins. "Wir sind relativ zuversichtlich, dass wir eine weitgehende Ausschöpfung des genehmigten Kapitals erzielen. Das bedeutet die komplette Entschuldung", sagte Watzke. Zudem teilte der BVB mit, dass Signal Iduna sich für fünf weitere Jahre bis zum 30. Juni 2026 die Namensrechte am Dortmunder Stadion gesichert hat.

Kapitalerhöhung schafft Spielraum im Kampf um begehrte Stars

Mit dem jüngsten Deal baut der 2005 noch von der Insolvenz bedrohte BVB nicht nur weiter Schulden ab, sondern festigt seinen Status als einer der beiden Branchenführer und verkleinert die große finanzielle Kluft zum Marktprimus aus München. Man wolle von 2018 an "deutlich mehr in das Budget der Mannschaft stecken", betonte Watzke. Dank seriöser Geschäftspolitik sowie sportlicher Erfolge mit zwei Meistertiteln (2011, 2012), einem Pokalsieg (2012) und dem Einzug in das Champions-League-Finale (2013) weckte der einstmals größte Problemfall des deutschen Fußballs in den vergangenen Jahren das Interesse von Investoren.

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Der neu gewonnene finanzielle Spielraum dürfte die Chance der Borussia erhöhen, von bisher potenteren Clubs umworbene Stars halten zu können. Zum Verdruss der Dortmunder war Nationalspieler Mario Götze im vorigen Sommer mit Hilfe einer Ausstiegsklausel für 37 Millionen Euro zum FC Bayern gewechselt. Den gleichen Weg ging unlängst Robert Lewandowski - ablösefrei. Darüber hinaus wird derzeit darüber spekuliert, dass der BVB in Marco Reus zum Saisonende einen weiteren Leistungsträger verlieren könnte. Auch der Vertrag des Angreifers enthält eine Ausstiegsklausel, die einen vorzeitigen Vereinswechsel ermöglicht.

Watzke peilt für kommenden Jahre wieder mehr als 300 Millionen Euro Umsatz an

In der vergangenen Saison hatte die Borussia einen Umsatz von 260,7 Millionen Euro gemacht und damit 44 Millionen weniger als in der Rekordsaison zuvor. Auch der Gewinn sank von 51,2 Millionen auf zwölf Millionen Euro. In den kommenden Jahren wolle man aber wieder mehr als 300 Millionen Euro Umsatz erreichen, hatte Watzke bei der Vorstellung der Zahlen in der vorigen Woche gesagt.

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Kommentare
21.08.2014
21:37
Warum die Kapitalerhöhung dem BVB im Poker um Reus hilft
von HorstiBorsti | #18

Vor neun Jahren nahezu insolvent, und nun redet man schon offen von einem Gehaltsetat von 120 Millionen. Na, wenn das mal gut geht.

Nur zur...
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1 Antwort
Warum die Kapitalerhöhung dem BVB im Poker um Reus hilft
von misterjones2 | #18-1

Schaumermal!

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http://www.derwesten.de/sport/fussball/bvb/signal-iduna-und-puma-offenbar-vor-einstieg-beim-bvb-id9725386.html
2014-08-20 20:29
BVB, Borussia Dortmund, Signal Iduna, Puma, Evonik, Watzke
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