Trotz Concordia-Unglück - Nächste Costa-Kreuzfahrt in Italien gestartet
19.01.2012 | 13:28 Uhr 2012-01-19T13:28:13+0100
Civitavecchia. Nur wenige Tage nach dem Unglück des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" ist das Schwesterschiff "Costa Serena" vom Mittelmeerhafen Civitavecchia gestartet. An Bord befinden sich in etwa genau so viele Passagiere wie auf der Concordia. Einige gingen mit gemischten Gefühlen an Bord.
Die Gangway ist herabgelassen, alle Decks sind festlich beleuchtet, Passagiere gehen an Bord : Vom Mittelmeerhafen Civitavecchia ist am Mittwochabend die erste Kreuzfahrt des Unternehmens Costa seit dem Unglück des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" vor der Toskana-Küste gestartet.
Das Schwesterschiff "Costa Serena" lief vom gleichen Hafen aus wie die "Costa Concordia ", nahm bei seiner "Inseln der Sonne"-Kreuzfahrt anfangs denselben Kurs wie der verunglückte Luxusliner und kam dabei auch nahe an der Unglücksstelle vor der Insel Giglio vorbei. "Am Anfang hatten wir gemischte Gefühle", gesteht der Franzose Jean-François Siravo, bevor er an Bord geht. "Aber mit unserem Schiff gibt es keine Probleme. Man muss die Dinge im Zusammenhang sehen. Im vergangenen Jahrhundert gab es nur drei große Kreuzfahrtunglücke. Verglichen mit dem Auto oder dem Flugzeug ist das doch eine Ausnahme", macht er sich selbst Mut.
"Es war ganz einfach ein Unfall"
Zudem sei das Unglück der "Costa Concordia" durch einen menschlichen Fehler verursacht worden. Siravo ist sich sicher, dass das Personal auf seinem Schiff gut für den Notfall ausgerüstet ist und "alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen sind". Eine Mitreisende betont, sie gehe völlig unbesorgt auf die Reise: "Natürlich tut es uns sehr leid, was passiert ist, auch für die Angehörigen der Opfer", sagt die Frau. "Aber für uns gibt es kein Problem. Es war ganz einfach ein Unfall."
Der Urlaub wurde zum Alptraum: Am 13. Januar gegen 22 Uhr kenterte das Kreuzfahrt-Schiff Costa Concordia vor der Küste der italienischen Insel Giglio. Noch Tage später wurden Vermisste gesucht, Tote geborgen. Auf dieser Seite haben wir Nachrichten, Berichte und Hintergründe für Sie zusammengestellt.
Die verunglückte "Costa Concordia" hatte rund 3200 Passagiere und 1000 Besatzungsmitglieder an Bord. Ungefähr genauso viele sind jetzt mit der "Costa Serena" unterwegs. Auf dem Reiseprogramm stehen Spanien, Marokko und die kanarischen Inseln. Mit dabei ist die Französin Natalie Flotte. Während sie ihren kleinen Sohn im Buggy die Gangway hochschiebt, will sie sich den Spaß an der Reise nicht verderben lassen: "Alles läuft hervorragend. Wir haben keine Angst", versichert sie.
Letztes Jahr war sie mit der "Concordia" unterwegs. "Alles ist bestens. Wir sind sehr gut informiert worden. Nächstes Jahr fahren wir wieder." Eine auf dem Schiff angestellte Philippinerin drückt ihr Gepäck an sich, während sie vom Bus zum Schiff hastet. Auf die Frage nach ihrer Stimmung vor dem Auslaufen runzelt sie nur die Stirn. "Ich habe keine Angst. Ich bin immer ruhig!" (afp)
20:53
Pietätlos, im höchsten Maße pietätlos.
Den gleichen Kurs nehmen zu lassen, zeigt die wahre Gesinnung der Reederei. Erst den Hasardeurkäpitän suspendieren und dann das Schwesterschiff vorbeifahren lassen. Der Obermotz von Costa Crociere hatte doch behauptet, der Originalkurs geht links an Isola del Giglio vorbei, also müsste die Insel an Steuerbord liegen. Es ist doch im höchsten Maße unglaubhaft, dass die Führungsschicht nicht wusste, was Schettino für ein Typ ist. Aber der macht sich ja so gut auf einem Luxuskreuzer.
15:11
die Costa Serena ist in der Nacht mit voller Beleuchtung an der Havarie-stelle in geringem Abstand vorbeigefahren !!
webcam übrigens :
http://www.giglionews.it/2010022440919/webcam/isola-del-giglio/webcam-giglio-porto-panoramica.html
........was ist daran so wichtig oder falsch?
Ich als kommandierender hätte auch noch das Typhon benutzt, zum Gedenken und als Zeichen des Respekts.
14:57
Meine Güte, was soll denn jetzt der Blödsinn????
Warum sollte sie nicht in See stechen?
Warum ist das eines Artikels wert?
Und warum sollten sie nicht in See stechen?
Und die Buchungen zurückgeben und den Schaden ersetzen?
Hier geht es doch nicht um einen technischen Defekt innerhalb eines Schiffstyps, sondern ganz klar um allerschlimmtes menschliches Versagen, und grober Fahrlässigkeit!
Es werden noch genügend Kosten auf die Reederei zukommen, auch wenn da jetzt eine Riesen-Versicherungssumme offensteht. Wobei die Frage ist, inwieweit durchgeknallte Kapitäne überhaupt von irgendeiner Police aufgefangen werden.
Das das Schiff trotzalledem voll belegt ist, zeigt doch, wie die Passagiere das Geschehene tatsächlich bewerten, und folglich sticht das Schiff in See!
Gruß
14:43
Naja, die schwimmenden Hochhäuser waren schließlich teuer und müssen Kohle einspielen...
13:58
Wenn der Kapitän der Serena nicht auch so n Vollhorst ist wie Schettino, dann sollte eigentlich nichts schief gehen!