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Auf Wandertour mit dem Hund - das muss man beachten

26.04.2013 | 05:45 Uhr
Gassigehen mit Gipfelblick: So klappt die Wandertour mit Hund. Foto: Marius Becker

Berlin.   Wer mit seinem Hund einen besonderen Urlaub verbringen will, sollte einmal ausprobieren, mit ihm zu wandern. Wenn man einige wichtige Regeln beachtet, dann wird die Wanderung für Hund und Halter zu einem schönen Erlebnis.

Klare Luft, ein schmaler Pfad und den Gipfel vor Augen: Wandern zählt zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Doch nicht nur für Menschen, auch für Hunde kann eine Wandertour ein spannendes Erlebnis sein, das die Bindung zwischen Tier und Halter stärkt. Damit die Vierbeiner die kilometerlangen Strecken über Stock und Stein problemlos meistern, sollten ihre Besitzer sie richtig vorbereiten.

Wie weit die ersten Wanderungen verlaufen, hängt vom Alter des Hundes und seiner Rasse ab. "Junge Hunde, die sich noch im Wachstum befinden, sollten nicht zu sehr belastet werden - das wäre nicht gut für ihre Gelenke und Knochen", erklärt Diane Hebeler von der Bundestierärztekammer in Berlin. "Wenn der Hund schon etwas älter ist, kann ein Tierarzt beurteilen, ob er einer solchen Anforderung gewachsen ist."

Aktive Rassen wie Hüte- und Jagdhunde seien natürlich geeigneter für eine lange Wanderung als beispielsweise ein Mops oder ein Dackel, sagt Hebeler. "Aber ich denke, Hundebesitzer haben schon ein gewisses Gespür dafür, ob das eigene Tier für eine weite Tour geeignet ist - wirkt der Hund erschöpft oder widerwillig, sollte man eine Rast einlegen."

Man sollte sich und den Hund vorbereiten

Zur Vorbereitung auf eine längere Wandertour sollten Halter mit dem Hund mehrmals eine kürzere Strecke von drei bis vier Stunden laufen. "Wenn das Tier keine ausgiebigen Spaziergänge gewohnt ist, kann man es auf diese Art an drei bis vier Wochenenden auf eine längere Wanderung vorbereiten", sagt die Tierärztin Sonja Schmitt vom Berufsverband für Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV) in Waldems-Esch. Außerdem sei es wichtig, sich vorab zu erkundigen, ob die geplante Strecke für Hunde geeignet ist. Manche Abschnitte können zum Beispiel zu schmal sein oder Klettersteige enthalten.

Weniger problematisch sind laut Hebeler steile Wanderwege. Halter müssen nur etwas mehr Zeit einkalkulieren: "Das ist genau wie bei uns Menschen: Bei flachen Strecken können Hunde mehr Kilometer zurücklegen als bei steilen." Zu viel werde es den Tieren aber nicht: "Da Hunde in der Regel besser mit Steigung klar kommen als wir Zweibeiner, dürfte die Gefahr einer Überforderung recht gering sein", sagt Marius Tünte, Sprecher des Deutschen Tierschutzbundes in Bonn.

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