Das aktuelle Wetter NRW 28°C
Mode

Afrikanische und Indische Dirndl als neuer Trend auf dem Oktoberfest

28.08.2012 | 08:45 Uhr
Afrikanische und Indische Dirndl als neuer Trend auf dem Oktoberfest
Das Oktoberfest-Dirndl wird bunter.

München.  Die Münchenerin Marie Darouiche hat aus reinem Spaß bayerisch-afrikanische Dirndl entworfen. Ihr Kollege Anton Jell kreiert einen Mix aus indisch-bayerischen Farben und stoffen. Die Mischungen kommen bei immer mehr Kundinnen gut an und könnten zu einem neuen bunten Trend auf dem Oktoberfest werden.

Rahmée Wetterich muss nicht lange nachdenken, wenn sie gefragt wird, was Bayern und Afrikaner miteinander verbindet. "Beide sind warmherzig, trinken gerne Bier und essen deftig", sagt sie. Wetterich, die aus Kamerun stammt und seit mehr als 30 Jahren im Freistaat lebt, hat beide Kulturen nun auch in der Mode zusammengebracht: Dirndl mit einem traditionell bayerischen Schnitt, aber aus afrikanischen Stoffen mit kräftigen Farben und auffälligen Mustern sind das Ergebnis. Die Kleider verkauft Wetterich in einem Laden in München-Schwabing, den sie gemeinsam mit ihrer Schwester und einer Freundin betreibt. Helen Strong mustert sich im Spiegel.

Das Dirndl, das sie gerade anprobiert, sitzt noch etwas zu locker. Marie Darouiche, Wetterichs Schwester, steht hinter ihr, greift um die Schulter der Kundin und zieht den linken Träger des Kleids mit den Fingern leicht nach oben. Gleich nimmt Darouiche das Dirndl mit ins Atelier hinter dem Laden, um ihm die letzte Änderung zu verpassen. "Die Stoffe und Farben faszinieren mich", sagt Strong, die aus England kommt und in München arbeitet. Ihr Kleid hat einen hellen Grundton, der einen Kontrast zu den Aufdrucken am Oberteil und den Bordüren des Rocks bildet.

Eigenes Geschäft seit März 2011

Service
So kriegen Sie einen Tisch beim Oktoberfest

Die Plätze in den großen Oktoberfest-Zelten sind hart umkämpft. Unsere Kollegen von "Oktoberfest live" - einem Projekt von tz und Münchner Merkur - verraten, wie man trotzdem einen der begehrten Wiesn-Tische ergattern kann. Auch, wenn man kein Promi ist wie Mario Gomez...

Hier mischen sich Muster und Verzierungen in Rot, Orange, Grün und Blau. Die ersten bayerisch-afrikanischen Dirndl hat die Schneiderin Marie Darouiche vor zweieinhalb Jahren entworfen. Es war ein Experiment, sie verfolgte damit kein bestimmtes Ziel. Eine Bekannte trug eines der Kleider auf einer Party, und es kam so gut an, dass Darouiche und Wetterich gleich die ersten Aufträge für weitere Dirndl erhielten.

Die Frauen gründeten schließlich das Modelabel NOH NEE – Suaheli für "Geschenk Gottes" –, seit Mai 2011 haben sie ihr eigenes Geschäft. Die Kundinnen seien ganz unterschiedlich, erzählt Wetterich: "Von der gestandenen Bayerin bis zur Business-Frau ist alles dabei." Dass die Kleider in Handarbeit und zudem in Deutschland hergestellt werden, schlägt sich jedoch im Preis nieder, die Dirndl kosten zwischen 800 und 1.000 Euro.

  1. Seite 1: Afrikanische und Indische Dirndl als neuer Trend auf dem Oktoberfest
    Seite 2: Dirndl auf Indisch

1 | 2

Facebook
Kommentare
Fotos und Videos
Jungfernflug des A350
Bildgalerie
Luftfahrt
Die Schönheit der Schären entdecken
Bildgalerie
Fotostrecke
Brand auf Karibik-Schiff
Bildgalerie
Kreuzfahrt
Aus dem Ressort
Flughafen Düsseldorf will mehr Starts und Landungen
Verkehr
Der Düsseldorfer Flughafen will die Zahl der Starts und Landungen erhöhen. Im Mittelpunkt steht dabei die Nutzung beider Start- und Landebahnen und die Vergabe von Slots. Flughafen-Chef Christoph Blume betonte, nicht am Nachtflugverbot rütteln zu wollen. Anwohner müssen mit mehr Fluglärm rechnen.
Cabrio-Bus in Duisburg stellt Stadtrundfahrten ein
Tourismus
Seit 2011 fährt Stefan Tigges mit seinem Cabrio-Bus durch Duisburg, um den Fahrgästen die Stadt als Teil der "Ruhrgebiets-Rundfahrten" näher zu bringen. Während das Konzept in anderen Städten aufgeht, stehen für Tigges in Duisburg am kommenden Wochenende die letzten Touren an.