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Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr

19.02.2013 | 10:45 Uhr
Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr
Zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens könnte der Griff ins Regal mit alkoholischen Getränken verboten werden - wenn der Forderung von NRW-Kommunen nachgegeben wird.Foto: dapd

Düsseldorf.  Künftig könnte es schwierig werden, nachts Alkohol zu kaufen. Städte fordern ein Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr. Im Landtag wurde zudem über neue Ladenöffnungszeiten diskutiert. Die Kirchen fordern: Geschäfte sollen samstags um 18 Uhr schließen - zur seelischen Vorbereitung auf den Sonntag.

Die NRW-Kommunen fordern ein Verbot des nächtlichen Alkoholverkaufs zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens. Ein Verbot könne dazu beitragen, „den Alkoholexzessen gerade unter jungen Menschen entgegenzuwirken und Lärmbelästigungen und Verschmutzungen einzudämmen“, erklärten die kommunalen Spitzenverbände in einer Anhörung zum geplanten NRW-Ladenschlussgesetz im Landtag. In Baden-Württemberg gilt eine entsprechende Regelung .

In der Anhörung kritisierten die evangelische und katholische Kirche, dass die Ladenöffnungszeit am Samstag lediglich auf 22 Uhr verkürzt wird. Die Kirchen setzen sich für eine Verkürzung auf 18 Uhr ein, damit sich Gläubige besser auf den Sonntag seelisch vorbereiten könnten.

Neues Ladenschlussgesetz in NRW tritt im Frühjahr 2013 in Kraft

Das ab Frühjahr 2013 geplante neue Ladenschlussgesetz in NRW sieht vor, dass Geschäfte von Montag bis Freitag weiter rund um die Uhr öffnen dürfen. Künftig soll die Zahl der verkaufsoffenen Sonn- und Feiertage in Kommunen und Stadtteilen auf maximal 13 begrenzt werden. Es bleibt aber bei der Regelung, dass jedes einzelne Geschäft nur an vier Sonn- und Feiertagen im Jahr öffnen darf.

Verkaufsstellen in bestimmten Kur- und Ausflugsorten dürfen an maximal 40 Sonn- und Feiertagen bis zu acht Stunden Waren verkaufen, die zum speziellen Angebot der Orte gehören. Hinzu kommt der Verkauf von Waren zum sofortigen Verzehr, Blumen und Zeitungen. Floristen und Bäckereien begrüßten, dass künftig wieder statt an 2. Feiertagen (Ostern, Weihnachten, Pfingsten) an den 1. Feiertagen geöffnet werden darf. Dies entspreche den Kundenwünschen.

Wilfried Goebels



Kommentare
20.02.2013
17:58
Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr
von ulrics | #57

Ich frage mich wer sich Samstags wirklich seelisch auf den Sonntag vorbereitet. So viele Menschen in Deutschland sind jetzt auch nicht in der Kirche und jene sollten einfach die Möglichkeit bekommen Samstag einen entsprechenden Dienstplan bekommen, wenn sie denn möchten.

Ich sehe jedenfalls keinen Grund die Öffnungszeiten am Samstag auf 18:00 Uhr einzuschränken, nur damit einige Kirchgänger sich auf Sonntag vorbereiten können.

20.02.2013
02:51
ab 22 Uhr
von stadtprolet | #56

geht der Spaß doch erst los..

Nein aber jetz mal im ernst, die Kirche fordert und wir müssen darauf eingehen..
Die Kirche schließt auch ihre Gotteshäuser da ihnen ihre Kunden verloren gehen, also warum müssen alle leiden nur weil man sich angeblich auf den Sonntag vorbereiten muss, sowas unnötiges.

Beten müssen nur die Sündigen

20.02.2013
02:32
Nachtrag
von Schmalone | #55

An alle die immer meinen das wir eigentlich in einem freien Land leben.
Bitte setzen sie sich einmal genauer mit Politik auseinander denn dann werden sie spätestens merken, dass wir in KEINER DEMOKRATIE leben sondern in einer selbst gewählten Diktatur !
Würden wir in einer richtigen Diktatur leben dann würde ALLES per Volksentscheid entschieden werden was ja bekanntlich nicht der Fall ist und sich in diesem Ausmaß auch nicht realisieren lässt.
Wir wählen eine Elite die für uns entscheided und da über einen bestimmte Zeitraum bis wir erneut wählen gehen.
Man nenne mir bitte ein Land in dem man sich an keine Gesetze halten muss und möchte mir dann auch noch beweisen, dass die Politik in diesem Land auch wirklich funktioniert und Kriminalität nicht im überfluß vorhanden ist.
Wer solch ein Land möchte der muss sich notgedrungen eine kleine Insel kaufen und darauf seinen eigenen Staat gründen.

1 Antwort
Berichtigung
von Schmalone | #55-1

Würden wir in einer richtigen DEMOKRATIE leben dann würde ALLES per Volksentscheid entschieden werden was ja bekanntlich nicht der Fall ist und sich in diesem Ausmaß auch nicht realisieren lässt.

Leider ist mir da ein Fehler unterlaufen.

20.02.2013
02:24
2 Punkte die ich gerne unterstütze
von Schmalone | #54

Die Kirche hat natürlich ein gewisses Mitspracherecht was die Ladenöffnung angeht denn sie vertritt ja auch Arbeiter im Einzelhandel die gläubig sind.
Als Arbeitnehmer im Einzelhandel fände ich eine Einschränkung gerade am Samstag mehr als Sinnvol denn das ist der Tag an dem die meisten anderen Arbeitnehmer auch frei haben im sozialen Umfeld.

Zum Punkt mit Alkohol: Ich arbeite bis 24 Uhr in einem Supermarkt und sehe selber, dass fast nur Alkohol in großen Mengen von Jugendlichen gekauft wird. Natürlich kommen wir unserer Pflicht nach und kontrollieren, aber die Minderjährigen haben immer einen dabei der ihnen den Schnaps kauft.

19.02.2013
22:55
Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr
von Riffralf | #53

Früher hieß es in Deutschland scherzhaft immer: es ist alles erlaubt was nicht verboten ist, so langsam muss man sich wöhl daran gewöhnen, den Spruch umzudrehen: es ist alles verboten was nicht erlaubt ist. Schöne neue Welt.

19.02.2013
16:28
Jorgel | #43
von schRuessler | #52

Die Kirchen dürfen also keine andere Meinung vertreten als die, die in einer Bürgerbefragung die Mehrheit hatte?

Da fragt sich, wer hier ein Problem mit "demokratischen Gepflogenheiten" hat.

Demokratie heißt nicht, dass alle dieselbe Meinung haben.

9 Antworten
Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr
von Jorgel | #52-1

Sie haben da was falsch verstanden. Die Meinung der Kirche hat niemand in Frage gestellt. Ihre Phantasie läßt sie Dinge lesen, die gar nicht geschrieben wurden - und daraus Schlüsse ziehen, die keine Grundlage haben...

Natürlich können die Kirchen soviel Meinungen vertreten, wie sie wollen. Hier fordern die Kirchen aber im Landtag dazu auf, demokratische Entscheidungen zu ignorieren und stattdessen ihre Meinung umzusetzen: "Die Kirchen fordern: Geschäfte sollen samstags um 18 Uhr schließen - zur seelischen Vorbereitung auf den Sonntag."

Demokratie heißt nicht, dass alle dieselbe Meinung haben - das hat niemand bestritten. Demokratie heißt aber, dass auch Minderheiten demokratische Entscheidungen akzeptieren müssen. Hier sind die Kirchen die Minderheit, die das nicht akzeptieren will...

Warum benutzen sie übrigens nicht die Antwortfunktion, wie die anderen?

Jorgel | #52-1
von schRuessler | #52-2

Ob ich die Antwortfunktion nutze oder einen neuen Beitrag einstelle, entscheiden ja wohl nicht Sie.

Die Kirchen fordern hier das, was sie für richtg halten, so wie das jede Gruppierung tut, ob das Gewerkschaften sind oder Unternehmerverbände, der Tierschutzverein oder die Atomlobby.

Und dabei ist es völlig unerheblich, ob man sich mit seiner Meinung in der Mehrheit oder in der Minderheit befindet.

@schRuessler
von Jorgel | #52-3

Das ist ihre Meinung, die ist ihnen natürlich unbenommen. So wie den Kirchen ihre Meinung unbenommen ist. Aber sie verwechseln da immer noch was. Nämlich Meinung und Forderung.

Während ich von "fordern" schrieb, schreiben sie in ihrem Kommentar #52 über Meinungen - und so sind ihre daraus resultierenden Vorwürfe auch schlicht daneben. Vielleicht schlagen sie mal in einem Wörterbuch nach, was eine Meinung und was eine Forderung ist.

Trotzdem ist eine Forderung gegenüber dem Gesetzgeber, die dem eindeutig abgegeben Votum der Mehrheit der Bürger widerspricht, schlicht und einfach undemkoratisch. Egal ob diese Forderung von Gewerkschaften, Unternehmerverbänden, Tierschutzverein, Atomlobby oder den Kirchen aufgestellt wird.

Das ist meine Meinung - und die müssen sie mir ebenfalls zugestehen. Dabei ist es völlig unerheblich, ob ich mich damit in der Mehrheit oder in der Minderheit befinde...

Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr
von schRuessler | #52-4

"Trotzdem ist eine Forderung gegenüber dem Gesetzgeber, die dem eindeutig abgegeben Votum der Mehrheit der Bürger widerspricht, schlicht und einfach undemkoratisch"

Das ist ziemlicher Unsinn, aber natürlich dürfen Sie das trotzdem schreiben.

Übrigens ist das "eindeutig abgegeben Votum" eine popelige Befragung gewesen, ohne jedwede Relevanz.
Da ist eigentlich jede repräsentative Meinungsumfrage aussagekräftiger.

Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr
von Jorgel | #52-5

Sie tauschen die Begriffe "Meinung" und "Forderung" beliebig aus, wie es ihnen paßt. Das ist nicht ziemlicher, sondern kompletter Unsinn...

Ansonsten hat diese Befragung eine Regierungspartei gestartet. Anschließend hat die Regierung ihren Gesetzentwurf nach den Wünschen der Mehrheit aus dieser Befragung gestaltet - und zwar völlig anders wie es ursprünglich vorgesehen war.

Das können sie kleinreden oder als popelige Befragung abtun. Tatsache ist, es ist ein Musterbeispiel an Demokratie, für das es kaum andere Beispiele gibt. Mir ist kein einziges bekannt.

Sich darüber hinwegzusetzen bedeutet ein gehöriges Stück von Ignoranz und Kaltschnäuzigkeit. Damit haben die Kirchen sich und der Demokratie keinen Gefallen getan - und sie, der dies unterstützt ebenfalls nicht...

Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr
von schRuessler | #52-6

Es geht ja, wie ich geschrieben habe, nicht darum eine Meinung zu haben, sondern eine Meinung zu vertreten. Und das ist nicht so weit von eine Forderung entfernt, wie Sie glauben.

Aber diese Korinthenkackerei soll ja auch nur davon ablenken, dass Sie im entscheidenden Punkt Unrecht haben. Es ist vollkommen legitim, auch gegen eine demokratische Entscheidung Stellung zu beziehen und eine Änderung zu fordern. Daran ist nichts undemokratisches.

Und wenn diese nicht repräsentative Befragung so einen Wert darstellt, dass man gar nichts anderes mehr fordern kann, müsste man dann nicht jedes Ergebnnis einer wirklich repräsentativen Umfrage umsetzen?

Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr
von Jorgel | #52-7

Ich lach mich schief. Wo haben sie denn denn das her: "Es ist vollkommen legitim, auch gegen eine demokratische Entscheidung Stellung zu beziehen und eine Änderung zu fordern. Daran ist nichts undemokratisches."

Ich muß ihnen eine Mittteilung machen, die absolut nicht in ihr Weltbild paßt: Wenn eine demokratischen Entscheidung abgeändert wird, ist dies schlicht keine demokratische Entscheidung mehr. So einfach ist das...

Der Korinthenkacker dabei sind sie, der einen Unterschied konstruiert zwischen Meinung haben und Meinung vertreten - um von seiner Verwechselung von Meinung und Forderung abzulenken...

Dabei irren sie zum wiederholten Male. Eine Umfrage der Medien - und mag sie noch so repräsentativ sein, ist etwas völlig anderes als die detailierte Befragung einer Regierungspartei zu einem konkreten Thema, mit dem Ziel die Politik anschließend danach auszurichten.

Genau das ist hier geschehen - und genau das hat die Politik umgesetzt. Genau so geht Demokratie - viel zu selten...

Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr
von schRuessler | #52-8

LOL

Diese Umfrage hat ergeben, was diejenigen, die sich beteiligt haben, für eine Meinung haben. Das ist genauso wertvoll wie die Umfragen hier auf derwesten.

Das Sie keinen Unterschied zwischen "eine Meinung haben" und eine Meinung vertreten" sehen, muss ich wohl gar nicht kommentieren.

Ich vermisse übrigens Ihren Protest, wenn der Ausstieg aus dem Atomausstieg gefordert wird. Der war doch auch eine demokratische Entscheidung mit großem Rückhalt in der Bevölkerung.

Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr
von Jorgel | #52-9

Dummerweise sind sie es, der in seinem Kommentar #52 keinen Unterschied macht zwischen "eine Meinung haben" und eine Meinung vertreten". Einfach nochmal das von ihnen selbst geschriebene nachlesen.

Da müssen sie sich schon an die eigene Nase fassen, wenn sie glauben ihr eigenes Geschreibsel anschließend haarspalterisch interpretieren zu müssen. Ich schrieb dagegen weder von dem einen, noch von dem anderen.

Es ist außerdem völlig egal, welchen Wert sie auf die eine oder andere Befragung legen. Entscheidend ist dabei, welchen Wert die Landesregierung darauf legt - und das ist nun mal ein anderer wie sie und die Kirchen es gerne hätten.

Deshalb müssen sie sich schon mit der Tatsache abfinden, dass die Befragung durch die Grünen die Grundlage für das kommende Ladenschlußgesetz war und ist.

Es hat übrigens noch nie eine Regierungspartei eine Umfrage zum Ausstieg aus dem Atomausstieg initiert. Ihr Nebenschauplatz ist daher weder vergleichbar, noch können sie damit vom Thema ablenken...

19.02.2013
16:25
Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr
von ibbessen | #51

1. wir haben keine Ladenöffnungspflicht, Katholische Kaufleute können ja freitags auf den Verkauf von Fleisch verzichten und samstags nur bis 18:30 öffnen....

2. Wer sich "besaufen" will, kauft vorher ein, also ein dummes Argument um "Gelage" zu verhindern

3. Wer kaufen will, kauft ein - wer shoppen will, mach dan eben "Event-shopping", dies muss der Kunde entscheiden! ABER, jeder für sich und nicht eine radikale laut schreiende Minderheit!

Ich arbeite im Prinzip auch 7 Tage in der Woche und greife deshalb gern auf Extra-Öffnungen zurück, um nicht immer hetzen zu müssen

Alkohol verlangt Selbstdisziplin, wer Alkohol verbieten will, hat nicht die Kraft oder Vorstellung sich vernünftig einzuschränken. Nur weil es Küchenmesser gibt, wird nicht jeder Koch zum Mörder P.S.: Messwein ist auch Alkohol

19.02.2013
16:23
Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr
von bandprobe | #50

Vorneweg muss ich mal sagen das hier wieder ein Punkt kommt wo ich mich für viele Kommentatoren fremdschäme.
Hier werden Gläubige als Spinner bezeichnet und wirklich unschöne Vergleiche der Kirche gezogen. Nur weil jemand anders denkt ist er nicht sofort ein Spinner.

Auch ich finde die Forderung die da von offizieller Seite getroffen wurde als unnötig da es doch jedem selbst überlassen sein sollte wie man sich vorbereitet oder nicht und zu der Zeit als die Kirchen gegründet wurden üblich war das der Samstag auch ein ganz normaler Arbeitstag war.

Zum Alkoholverbot möchte ich sagen das es doch nicht sein kann das dem Bürger alles verboten wird und er so bevormundet wird.

Aber bitte, liebe Mitkommentatoren, haltet Euch doch etwas an die Werte das man Andere nicht beschimpft oder beleidigt.

19.02.2013
16:15
Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr
von ichglaubannichts | #49

DerschlaueDad | #47

alles schon mal dagewesen, siehe Prohibition USA (ca. 1920 - 1933).
Es wurde nie wieder soviel Alkohol in den USA gesoffen als zur Zeit des absoluten Alkoholverbots.
Auch damals kamen jede Menge Heilsversprecher wie Sie aus allen Ecken!!

Glück auf!!

19.02.2013
15:45
Städte in NRW fordern Verkaufsverbot für Alkohol ab 22 Uhr
von ekelalfred1 | #48

Zitat: "...zur seelischen Vorbereitung auf den Sonntag."

LOL! Samstag abends bin ich auf Party bis Sonntags morgens und dann penn ich bis Sonntag nachmittag meinen Rausch aus. Haha, gesch.... auf die Kirche!

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