Polizei in NRW warnt vor wachsendem Personalnotstand
26.08.2012 | 11:34 Uhr 2012-08-26T11:34:07+0200
Düsseldorf. Die Polizei in Nordrhein-Westfalen warnt vor einem Personalnotstand in ihren Reihen. Die Zahl der jährlichen Neueinstellungen müsse von derzeit 1.400 dringend auf 1.700 erhöht werden, forderte der NRW-Chef der Gewerkschaft der Polizei. Er rechnet mit 200 fehlenden Polizisten im Jahr 2020.
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen sieht die Beamten zunehmend unter Druck und warnt vor einem Personalnotstand. Die Zahl der jährlichen Neueinstellungen müsse von derzeit 1.400 dringend auf 1.700 erhöht werden, forderte der NRW-Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Frank Richter, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd in Düsseldorf.
Andernfalls würden bis zum Jahr 2020 in NRW rund 2.000 Polizisten fehlen. Derzeit gibt es rund 40.000 Polizeibeamten im bevölkerungsreichsten Bundesland.
Allerdings steige die Zahl der Beamten, die altersbedingt aus dem Dienst ausscheiden, sagte Richter. Auch schafften rund fünf Prozent der Neueinsteiger die jeweils am 1. September beginnende dreijährige Ausbildung nicht.
"Das kann nicht unser Anspruch von Sicherheit sein"
Zudem habe der Anteil von inzwischen 40 Prozent Polizistinnen mehr mutterschaftsbedingte Ausfallzeiten zur Folge: "In Unternehmen wird dies bei der Personalplanung berücksichtigt, nicht im Öffentlichen Dienst", beklagte er. Unterm Strich blieben von den 1.400 Neueinstellungen nur 1.150 für den späteren Dienst übrig.
Daher bewege sich die Polizei schon jetzt am Limit, kritisierte der Gewerkschafter. In einsatzstarken Zeiten müssten die Besatzungen der Streifenwagen bereits mit einer Dringlichkeitsliste arbeiten: "Das kann nicht unser Anspruch von Sicherheit sein", machte Richter deutlich. Bei zeitgleich stattfindenden Fußballspielen, Großveranstaltungen und Demonstrationen werde es richtig eng: "Da reichen unsere 18 Einsatz-Hundertschaften längst nicht mehr aus".
Nach Erwartung der GdP sollte es daher nicht bei 1.400 Einstellungen pro Jahr bleiben. Schon jetzt sei die Polizei als Folge des Personalnotstands weniger präsent auf der Straße. Außerdem gebe es zu wenig Ermittler für die Aufklärung etwa der zunehmenden Zahl von Wohnungseinbrüchen. "Die Menschen wollen ihre Polizei auch sehen. Das ist eine Frage des Sicherheitsgefühls", mahnte Richter. (dapd)

00:21
Hoffentlich hört man auf diesen Hilferuf. Immer weniger Personen sollen immer mehr und aufwendigere Arbeiten erledigen. Jeder "Rotzlöffel" darf einen Polizisten/in beleidigen, andererseits wird jedes Wort/Handlung eines Polizisten/in auf die Goldwaage gelegt. Dann noch die "Sommerlochmeldungen", daß die Polizei demnächst bei Blechschäden und Lärmstörungen nicht mehr zuständig sein sollen.Sollen wir denn Zustände wie in den hochgelobten USA bekommen ? Da hat dann jeder seine eigene Knarre und erledigt, - so wenig Staat wie möglich - , kleine Auseinandersetzungen in eigener Regie. Der Staat verabschiedet sich immer mehr von seiner Ordnungs/-Aufsichtrspflicht. ich warte nur auf den Tag, an dem auch die Feuerwehr wirtschaftlich und kostentechnisch abgewickelt wird ( die meiste Zeit stehen Personen und Material nutzlos rum) und beim Notruf nach Pesonen, Alter des Gebäudes und Versicherung gefragt wird und ggff. die Antwort kommt :" Lassense die Bude abbrennen, das rechnet sich nicht"
23:35
Die gewerkschaft sollte dem Buerger erklaeren, wieso unsere Polizei so schlechte Aufklaerungsraten verbunden mit Steigender Kriminalitaet zu verantworten hat.
Warum isr der Sueden besser , und wo liegen die Defizite in Nrw?
Dann muss Herr Jaeger in die Pflicht genommen werden.
22:06
Mehr Polizisten sorgen auch nicht dafür, dass dem Bürger in den schon lange vernachlässigten Bereichen geholfen wird. Warum also einstellen?
Sorry, aber solange die Jungs noch mit 5 Mann mit ihren Laserblitzern herumstehen können, ist die Sicherheit noch nicht gefährtet.
Und ob die massig Personal brauchen, um Atomkraftgegner von Gleisen zu tragen, besoffene Idioten in die Ausnüchteruingszelle zu bringen, oder irgendwelche sich prügelnden Rocker bzw. Familienclans im Problemviertel auseinander zu halten - mir doch egal.
Das betrifft selbsterklärend eher nicht den braven Bürger, der das Wochenende in gediegener Umgebung verbringt, sondern besagte besoffene, sich kloppende Chaoten. Für den Bürger, der von genau den Party feiernden gröhlenden Chaoten belästigt wird, kommt so und so keiner raus.
Logisches fazit: weniger Polizisten = die Chaoten rotten sich von selber aus.
20:00
Der Vorsitzende der GdP warnt vor Personalnotstand - u.a. wg
- Ausfallzeiten wg Mutterschutz/Elternzeit
- Abbruch der Ausbildung durch Berufseinsteiger
- Einsatz der Polizei bei Großveranstaltungen.
Die Zahl der Einstellungen soll also ansteigen - bleibt die Frage wie das Land das finanzieren soll.
Der Einsatz bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen, sollte den Verursachern in Rechnung gestellt werden. O.k.
#7 hat Recht mit Einschätzung der überwiegenden Anzahl der hier abgegebenen Kommentare. Diese haben keinerlei Bezug zum Artikel, ähneln eher Stammtischparolen:
Wie viele der hier Kommentierenden gehen zum Fußballspiel und nehmen den Schutz durch die Polizei in Anspruch? (alle keine Fußballanhänger hier?) Alle absolut unpolitisch und der Meinung, dass alle Politiker - egal von welcher Partei - auf Polizeischutz verzichten können. Griechenland macht sich diese Tage in jedem Kommentar gut. Schützenvereine und Bürgerwehren - wunderbar jedem seine Waffe?
Geht´s noch??
ja offensichtlich gehts halt nicht mehr!
Wenn der Staat nicht mehr kann, dann muß sich der Bürger selbst helfen. Halt mit dem, was er hat!
16:22
dann bleibt halt nur eies, Schützenvereine und Bürgerwehren wieder reaktivieren. Dann klappst auch mit der Sicherheit!
14:21
...es warnt höchstens eine der beiden Gewerkschaften.
Ist es wirklich zu viel verlangt, zu einem Artikel eine nicht sinnentstellende Überschrift zu schreiben?
Ist die deutsche Sprache wirklich so schwer beherrschbar?
14:00
Wie viel Müll muss man bei einem solchen Thema eigentlich lesen? Wenn man keine Ahnung hat - einfach mal Klappe halten!
Polizeibeamte sind Beschäftigte des Landes - nicht von Kommunen; Griechenland hat damit absolut nix zu tun!
Typisch rechte Reflexe ("Ausländer raus" etc. = Rechtsstaat schleifen, werden durch ständige Wiederholung nicht intelligenter, sondern bleiben tumb!)
Und Politiker Bashing...gähn!
Und? Nur Gemecker über Kommentatoren.
Wo ist Ihr konstruktiver Beitrag?
z.B. Hartz4 um 30% kürzen (siehe SZ und WELT)
13:25
der Notstand ist schon seit 10 Jahren vorhanden!
Hat man mit der Polizei zu tun, dann dauert es 5 Tage bis jemand den Einbruch dokumentiert, Anzeige erstatten nur bis 16 Uhr bei 5 Stunden Zeitaufwand, 1 Stunde warten beim Verkehrsunfall, usw ...
Aber die Politiker werden rund-um-die-Uhr bewacht ......!
13:08
Früher waren die Polizisten respektierte und anerkannte Personen unserer Gesellschaft und wurden von den Politikern aller Parteien unterstützt. Heute sind sie die Prügelknaben der Nation, werden von allen Verantwortlichen der Öffentlichkeit gegenüber als notwendiges Übel verkauft, zwischen Opposition und Regierung taktisch missbraucht und stehen zudem mit einem Bein im Krankenhaus.
Und dann wird auch noch laufend, Trotz der erweiterten Probleme durch die übereilte EU – Osterweiterung, Personal abgebaut.
13:01
Da bin ich sehr dafür. Mein Vorschlag für die Finanzierung: Kriminelle Ausländer, schneller abschieben und auf keinen Fall weiter allimentieren.
Bei den Politikern könnte man sicher auch was wegnehmen, vor allem bei Vollversagen.