Höhenübung oder Poserei fürs Foto? Kritik an Kölner Polizei

Auch ein Polizeihubschrauber (Symbolbild) war an der mysteriösen "Höhenübung" in Köln beteiligt.
Auch ein Polizeihubschrauber (Symbolbild) war an der mysteriösen "Höhenübung" in Köln beteiligt.
Foto: Stefan Scherer
Was wir bereits wissen
Beamte alleine auf einer Rheinbrücke in 80 Metern Höhe, begleitet von einem Hubschrauber: Kölns Polizei muss einen merkwürdigen Einsatz erklären.

Köln.. Das spektakuläre Auftauchen einer Polizei-Spezialeinheit auf der Spitze einer Kölner Rheinbrücke hat ein Nachspiel. Das Erscheinen der Beamten in fast 80 Meter Höhe - begleitet von einem Polizeihubschrauber - war der Öffentlichkeit im vergangenen Jahr als Höhenübung erklärt worden. Einem Bericht der "Rheinischen Post" zufolge gibt es inzwischen Hinweise, dass es sich eher um die aufwendige Inszenierung eines Abschiedsfotos für den ehemaligen Chef der Spezialeinheiten gehandelt haben könnte.

Nordrhein-Westfalens Innenministerium forderte umgehend einen Bericht vom Kölner Polizeipräsidium an. "Wir gehen davon aus, dass der Kölner Polizeipräsident den Fall sorgfältig untersucht", sagte ein Ministeriumssprecher am Donnerstag.

Der Kölner Polizeipräsident Wolfgang Albers reagierte bereits. Er habe vor wenigen Tagen erstmalig den Hinweis erhalten, "dass die Übung eine unzulässige Verquickung von persönlichen und dienstlichen Interessen gewesen sein könnte, um ein Abschiedsfoto für den ehemaligen Leiter der Spezialeinheiten zu fertigen", teilte er am Donnerstag mit. (dpa)