Großbrand in Bottroper Bus-Depot - 60 Busse zerstört
25.12.2011 | 11:32 Uhr 2011-12-25T11:32:38+0100
Bottrop. Bei einem Feuer in dem Bus-Depot der Vestischen Straßenbahnen AG sind am Sonntagmorgen 60 Busse zerstört worden. Anwohner wurden von explosionsartigen Geräuschen geweckt. Der Schaden liegt im zweistelligen Millionenbereich. Der Busverkehr in Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen-Buer ist erheblich gestört.
Viele Menschen in Bottrop sind am frühen Morgen des 1. Weihnachtstages von explosionsartigen Geräuschen aus dem Schlaf gerissen worden. Grund war ein Großbrand im Bus-Depot der Vestischen Straßenbahnen AG . Um 6.44 Uhr wurde die Feuerwehr in Bottrop von einem Anwohner über das Feuer informiert.
Lagerhalle mit 60 Bussen war nicht zu retten
Als die Feuerwehrmannschaften kurze Zeit später an dem Busdepot eintraffen, stand bereits die Lagerhalle mit 60 Bussen in Flammen. "Da kamen wir nicht mehr rein", berichtet Einsatzleiter Hans-Peter Labrenz im Gespräch mit DerWesten. "Wir haben uns deshalb darauf konzentriert, die Werkstatt und den Bürotrakt abzuriegeln und zu halten". so Labrenz. Zudem konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Gebäude eines benachbarten Busunternehmens verhindert werden.
Die explosionsartigen Geräusche, die Anwohner hörten, haben offenbar platzende Reifen verursacht. Durch das Feuer entstand eine große Rauchsäule über dem Gelände. Die Feuerwehr hat aber nach Messungen an verschiedenen Orten im Umkreis festgestellt, dass keine Gefahr für die Gesundheit der Bottroper entstanden war.
Busverkehr ist stark eingeschränkt
Die Feuerwehr war mit rund 95 Feuerwehrleuten im Einsatz - darunter 80 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr. Nach mehreren Stunden war der Brand gelöscht. Da die Halle stark einsturzgefährdet ist, konnte noch nichts Näheres über die Brandursache in Erfahrung gebracht werden.
Nach Schätzung der Feuerwehr ist bei dem Brand ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden. Wegen der 60 zerstörten Busse kommt es zu erheblichen Verkehrsstörungen im Busverkehr in Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen-Buer. Nach eigenen Angaben arbeitet die Vestische an einem Notfallplan für den Busverkehr.

09:25
@11
Der Betriebshof ist über 30 Jahre alt und scheinbar gab es damals andere Bestimmungen. Und solche Unglücke passieren eigentlich auch sehr, sehr selten. Sicherlich der jetzige Vorfall dürfte zum NAchdenken anregen. Vor allen sollte hier eine Halle gebaut werden, die in sich nochmal unterteilt ist. So das in Brandfall nur ein kleiner Teil betroffen ist und noch genügend Zeit da ist um den Rest zu retten.
Aber einen 100% Schutz wird man nie hin bekommen.
@2
Die BOGESTRA hat sogar über 10 Hybridbusse. Aber ganz das Gelbe von Ei sind die Teile nicht und so viel sparen tut man mit den Fahrzeugen auch nicht. Experten gehen eh davon aus, dass diese Technik auch bald wieder von der Straße verschwindet, da immer Noch der Rohstoff Öl dabei verschwendet wird. Und der Verbauch soll gar nicht so wenig sein.
Und erstmal wird die Vestische sich nach gebrauchten Wagen umsehen zumindest für den Zeitraum bis neue kommen.
Und 60 - 70 Wagen kann man schon in einen Jahr wieder durch neue ersetzen. Die Busindustrie kann da schnell reagieren und am Ende auch mit recht neuen Vorführwagen den Betrieb bestücken.
Es ist halt eine Kostenfrage.
16:41
Auch Wenn die 60, 79 Busse (die Zahlen variieren ja immer noch) nicht sofort ersetzt werden können, sollte die Vestische diesen Umstand nutzen und die Flotte noch weiter und mehr umweltschonender ausrüsten. Mehr Hybrid-Fahrzeuge zum Beispiel. Die EVAG testet ja aktuell Mercedes und die BoGeStra hat scon 5 Solaris Busse im dienst. Die Vestische seit diesem Jahr gerade einen im Einsatz.
Die Vestische selbst spricht von 68 zerstörten Bussen, die sollten auch am besten wissen wie viele Busse in der Halle standen. Insgesamt befanden sich in Bottrop 79 Busse, 11 davon aber nicht in der Halle.
Ob die Hybridbusse wirklich so umweltfreundlich sind, wie immer behauptet wird, muss sich auch erst mal zeigen. Der eventuellen Spritersparnis steht der deutlich höhere Anschaffungspreis gegenüber.
Die Vestische hat übrigens schon vier Hybridwagen (zwei Diesel-Gelenkbusse und zwei Wasserstoff-Minibusse), die BoGeStra mittlerweile 15 Diesel-Gelenkhybride.
16:01
Innovation City!
Ohne vorsorgenden Brandschutz? Schon mal etwas von einer Industriebaurichtlinie gehört? Welches Bauordnungsamt hat das denn genehmigt?
Claudia Baitinger
Sprecherin BUND AK techn. Umweltschutz NRW
Industriegebäude? Wie kommen Sie denn darauf.
Es ist nichts weiter als ein Parkhaus für Busse.
Aber typisch BUND.
Keine Ahnung aber quasseln.
Oder sind für den BUND Parkhäuser auch schon Industrieanlagen die den Industriebaurichtlinien unterliegen?
Dann müssten sämtliche Parkhäuser geschlossen werden.
15:36
Darf das denn wahr sein? Ein Busunternehmen hat weder Brandschutzwände noch -türen? Und eine Sprinkleranlage auch nicht? Aber es ist ja schon immer alles gut gegangen. Und wo bekommt man nun Ersatzbusse her? Von benachbarten Unternehmen, die dann keine Reserve mehr haben?
15:10
Es handelt sich weitestgehend um Leasingfahrzeuge. Deswegen kann man davon ausgehen, dass die 1:1 ersetzt werden.
15:02
@mistermajestix
Bedenken Sie bitte, dass nicht zwingend 60 Neufahrzeuge angeschafft werden. Stichwort Zeitwert (Versicherung).
14:40
@ SCRotWeiss
nix da mit "Wo ist das Problem? Neu kaufen, neu aufbauen, feddich..."
Linienbusse werden nicht auf Vorrat gebaut. Genausowenig wie LKWs. Jedes Teil wird erst bestellt und dann gebaut. Und die Lieferzeit für so ein Teli beträgt teilweise ein Jahr. Und wenn jetzt 60 auf einmal gebraucht werden wird das Auswirkungen auf ALLE Nahverkehrsunternhmen in Deutschland haben. Denn kurzzeitig werden auch die vier deutsch großen Firmen ( okay, eigentlich sind es nur 2) die Kapazitäten für Neuherstellungen nicht in größerem Maß erhöhen können :-(
13:53
Brandschutz scheint ein Fremdwort bei großen Unternehmen zu sein. Wie kann es sein, das 60 Busse in einer Halle ohne Sprinkler und Brandmelder und ohne bauliche Trennung, wie Brandschutztore und Mauern stehen. Brände in Bussdepots, Lokschuppen und Baumärkten zeigen dies immer wieder eindrucksvoll, aber trotz grßer Brandgefahren ist Schutz hier Fehlanzeige. Den sehr hohen Schaden zahlt die Allgemeinheit, heisst der kleine Versicherungsnehmer, den seine Hausratversicherung wieder teurer wird.
13:38
Zum Glück sind keine Menschen zu Schaden gekommen, so ein Brand kann sich ja schnell mal ausbreiten und ganze Existenzen zerstören... Das Unternehmen wird wohl seiner Versicherung keine frohe Weihnachtsgeschichte zu berichten haben..
und @leiming | #1: Genau, schreckliche Großbrände sollen sich auch mal Gedanken um die Umwelt machen und nicht so viel schädliche Dämpfe entwickeln! [/ironie]... Mal ernsthaft, solche Kommentare können nur von kurzsichtigen Egoisten stammen. Erstens hat es überhaupt nichts mit dem Thema zu tun, welches kommentiert werden soll, zweitens nutzen Sie ein vollkommen bezugsfremdes Ereignis um gegen Maßnahmen zu hetzen, die jeder Mensch mit klarem Verstand unterstützen sollte.
#5 - pdsport:
Danke, mein Kommentar hat seinen Zweck erfüllt. Wenn die Rauchgase solcher Grossbrände, hier noch angereichert mit verbranntem Gummi, Kunststoff, Lack, Treibstoff, Baumaterial, usw. keine Gefahr für die Gesundheit der Bewohner darstellen, können normale Abgase von Autos einschliesslich Abrieb der Bereifung auch nicht so schädlich sein wie es immer dargestellt wird.
Das soll nicht heissen, dass die Automobilindustrie keine Verbesserungen sowohl bei der Reduzierung des Schadstoffgehalts verbrannten Treibstoffs aber auch bei der Reduzierung des Abriebs der Reifen vornehmen muss.
13:27
Wo ist das Problem? Neu kaufen, neu aufbauen, feddich...
Ab zum nächsten Supermarkt und mal eben 60 Busse in den Einkaufskorb legen, genau, wo ist das Problem?