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Rechter Terror

NSU wird von „Blood and Honour“ unterstützt

01.02.2012 | 18:18 Uhr
NSU wird von „Blood and Honour“ unterstützt
Verbotenes Propagandamaterial von „Blood an Honour“ – ausgestellt vom Landeskriminalamt Baden-Württemberg.

Essen.   Das rechtsradikale Terrornetzwerk NSU erhält Unterstützung aus den verbotenen Blood-and-Honour-Gruppen unterstützt. Dabei spannen sich die Drähte aus NRW bis in den Osten. Die Zellen funktionieren nach dem Prinzip des "führerlosen Widerstandes".

Etliche Unterstützer des Terrornetzes NSU stammen nach Recherchen der WAZ-Mediengruppe aus dem Umfeld der in Deutschland verbotenen „Blood & Honour“-Gruppen.

Besonders die Drähte der militanten Neonazis zum so genannten Combat-18 Netzwerk sind brisant. Bei diesem Netz handelt es sich um kleine Zellen, die sich unter dem Dach der „Blood & Honour“-Gruppen organisiert ha­ben. Die Zellen funktionieren nach dem Prinzip des „führerlosen Widerstandes“. Jede Zelle handelt autonom und ist nur dem gemeinsamen Ziel verbunden, Ausländer und Andersdenkende zu bekämpfen oder auch zu töten. Waffen und Geld für den Terror werden getrennt beschafft. Auch die Combat-18-Gruppen sind in Deutschland verboten.

Dortmunder Nazis pflegen engen Kontakt zu Combat-18-Gruppen aus dem Osten

Dessen ungeachtet pflegten gerade Dortmunder Neonazis mit engen Combat-18-Kontakten ihre Drähte nach Osten. Ein Mitglied der Dortmunder Combat-18-Szene kam beispielsweise aus Frankfurt an der Oder. Aber auch die Kontakte zum belgischem Blood & Honour-Untergrund waren von Dortmund aus eng. Etwa zur Gruppe „Bloed Bodem Eer Trouw“ (BBET), die 2006 wegen einer Reihe von geplanten Attentaten aufflog, die Islamisten in die Schuhe geschoben werden sollten.

Der Tatort des Dortmunder NSU-Terrormordes an einem Kioskbesitzer lag in direkter Nähe zur Nazi-Kneipe „Deutscher Hof“, in der sich oft Anhänger des lokalen Combat-18-Netzes trafen.

David Schraven

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Kommentare
02.02.2012
08:53
#Sengotta NSU wird von „Blood and Honour“ unterstützt
von KuKu | #8

... und durch Ihre braune Brille sehen Sie dann alles besser? Vielleicht gibt es in Deutschland doch ein Nazi-Gen bei den an Intelligenz Armen. Und was heißt hier Vermutungen, diese Idioten zeigen ihre Ansichten doch offen und auch ihre Symbole sprechen für sich. Vielleicht hat man sie als Kleinkinder nicht lieb genug gehabt und nicht oft genug ihre haar- und hirnlosen Köpfchen gestreichelt...

02.02.2012
07:39
NSU wird von „Blood and Honour“ unterstützt
von Elfentraum | #7

Ich glaube ja, diese Leute sind alle psychisch krank, irgendwas in Richtung Wahnerkrankung, Wahrnehmungsstörung und Soziopathie ... obs dafür wohl auch was von Ratiopharm gibt?

02.02.2012
00:21
Die Opfer sind nicht die Täter!
von Frankenthal | #6

Eine der Spezialitäten von „freundlichen Nazi-Nachbarn“ sind eben falsche oder fehlende Geschichtskenntnisse und abenteuerlich verdrehte Fakten! Auch die Nazimörder vergangener Tage haben selbst angesichts der Leichenberge sich selbst als die Opfer gesehen. Es gehört eben auch dazu, sich als Deutscher seiner Geschichte zu stellen und Tatsachen zu akzeptieren!

02.02.2012
00:00
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von Sengotta | #5

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01.02.2012
23:51
Braunes Netzwerk durch Zellteilung?
von Frankenthal | #4

Und so langsam wird sichtbar, dass es sich eben nicht um eine kleinen Terrorzelle handelte, die leicht zu übersehen war, sondern um ein bestens vernetztes und höchst gefährliches Netzwerk. Neben den Morden dieser NSU sind ja auch noch ein paar hundert andere Opfer der faschistischen Hass-Ideologen zu beklagen, die weitgehend unter den „braunen Teppich“ gefegt wurden. In diesem Zusammenhang sollte auch an die Nutznießer und Trittbrettfahrer gedacht werden, die mit ihren umjubelten Kassenschlagern die Furcht vor allem Fremden und dem Untergang des Abendlandes schüren. Ihr Publikum ist die Hoffnung rechtspopulistischer Parteien, die diese Früchte des Hasses ernten wollen und eine breitere Basis für Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und noch mehr Neonazis darstellen.

01.02.2012
23:32
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von Sengotta | #3

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01.02.2012
22:19
Mit oder ohne ihren „Führer“: Eine Schande für Deutschland!
von Frankenthal | #2

Jeder der Augen im Kopf hat und einen Internetanschluss, kann sich doch selbst ein Bild machen. Dort überbieten sich die Neonazis geradezu mit ihren Kontakten, aber die Dreistigkeit, mit der in Süddeutschland eine „Jagdstaffel“ neben Ausflügen zur Nazi-Demo in Dresden, noch im Januar 2011 zu einer „Wohnwagen-Deutschlandtour“ eingeladen hat, spricht doch wohl für sich. Das Internet bietet eben auch eine Plattform für den Hass, der schon für hunderte Opfer gesorgt hat. Aber auch „erbauliches Heldengedenken“ aus der direkten Nachbarschaft wird offeriert. So soll von Hitler an die Familie Sengotta zum Tod ihres NS-Helden folgendes übermittelt worden sein: „Mit neuem Rhythmus werden wir alles Feige und Schlechte hinwegfegen und ein neues, schönes, freies Vaterland zimmern.“ Die Folgen sind uns allen doch hoffentlich bekannt.

01.02.2012
20:24
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von Sengotta | #1

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