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NRW will Blitzer online veröffentlichen

25.11.2011 | 13:40 Uhr
NRW will Blitzer online veröffentlichen

Köln.  NRW-Innenminister Ralf Jäger hat eine verstärkte Geschwindigkeitskontrolle auf den Straßen in NRW angekündigt. Damit es weniger Unfälle mit Toten gebe, sollen die Blitzer zudem online aufgelistet werden. Blitzer könnten Leben retten. Radar-Fallen werden häufiger. Die Maßnahmen im Überblick.

Mit transparenten und häufigeren Geschwindigkeitskontrollen will Innenminister Ralf Jäger (SPD) die dramatisch gestiegene Zahl der Verkehrstoten senken. "Jetzt muss der Autofahrer jederzeit damit rechnen, geblitzt zu werden", sagte er am Freitag in Köln. Die geplanten Geschwindigkeitskontrollen werden ab sofort im Internet bekannt gegeben. Dadurch könne die Geschwindigkeit präventiv gesenkt werden, sagte Jäger. Zugleich soll es mehr Verkehrskontrollen geben. Dabei kommen verstärkt Streifenwagen zum Einsatz.

Die geplanten Geschwindigkeitskontrollen sollen auf den Internetseiten der örtlichen Kreispolizeibehörden aufgelistet werden. Jäger berief sich auf eine Studie der Universität Köln. Landesweit sind in diesem Jahr bis Oktober 522 Menschen im Straßenverkehr gestorben, 13 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allein am vergangenen Wochenende waren in NRW 15 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben.

Auch Radfahrer in der Pflicht

"Zu schnelles Fahren ist der Killer Nummer eins", sagte Jäger. Bei der ausgeweiteten Kontrolle gehe es nicht um die Verteilung von Knöllchen, sondern um mehr Sicherheit. Wie viel mehr Kontrollen künftig durchgeführt werden sollen, sagte Jäger nicht. "Wir werden ausreichend Radargeräte haben." Den Angaben zufolge sind bei den üblichen Verkehrskontrollen rund acht Polizeibeamte im Einsatz. Für die Streifenwagen, aus denen heraus nur geblitzt werden soll, sind deutlich weniger Beamte nötig.

die Zahl der Verkehrstoten soll drastisch gesenkt werden.

Unfallschwerpunkte und Straßen, auf denen vielfach gerast werde, stünden im Fokus. Auch Radfahrer und Fußgänger, die sich immer seltener an Vorschriften hielten, würden konsequenter bestraft, kündigte der Minister an.

Kein Tempolimit

Einem schärferen Tempolimit, wie etwa eine komplette Tempo-30-Zone in Innenstädten, erteilte Jäger vorerst eine Absage. Es gehe nicht um die Einführung zusätzlicher Regeln, sondern darum, die Einhaltung der bestehenden zu kontrollieren. Es mache keinen Sinn, zusätzliche Schilder aufzustellen, wenn diese niemand beachte.

Innerhalb der vergangenen zehn Jahre war die Zahl der Verkehrstoten halbiert worden. In diesem Jahr hat sich der Trend überraschend umgekehrt. Als eine mögliche Ursache wird der sonnige Frühling gesehen, der viele Autofahrer, Motorrad- und Radfahrer auf die Straßen lockte.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützt die Pläne von Jäger. "Autofahrer hassen Blitzer, aber sie übersehen dabei, dass Blitzen Leben rettet", sagte der GdP-Landesvorsitzende Frank Richter. (dapd)

DerWesten

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Kommentare
27.11.2011
12:04
Find ich schade...
von Pyrexx | #40

das die Blitzer angekündigt werden...jeder Tote sichert meinen Arbeitsplatz ein bisschen mehr :)

1 Antwort
NRW will Blitzer online veröffentlichen
von com4711 | #40-1

Hier wäre kein Kommentar wohl besser gewesen.

26.11.2011
17:21
Verkehrs-Irrsinn........
von gisim | #39

Der Verkehrs-Irrsinn auf unseren Straßen hat viele Facetten!
Die politische Lösungsidee der massiven Geschwindigkeitsüberwachung in der allgemein bekannten Version (nie da wo es wirklich kritisch ist) ist ein reines Ablenkungsmanöver mit der positiven Begleiterscheinung eines Geldsegens für die öffentlichen Kassen.

Das schlussendlich ein Unfall nur aufgrund der Dynamik (Bewegung-Fahren-Fortbewegung) im Straßenverkehr möglich ist, beruht eben einfach auf den Gesetzen der Dynamik.
Daraus aber zu dem Schluss zu kommen, dass eben diese Bewegung Hauptursache ist und somit zu bekämpfen wäre, würde zu dem Ergebnis führen, dass wir nur noch in einen A-Dynamischen Zustand, also ortsfest, verweilen dürften.
In dieser utopischen Seinsform möchte aber wohl keiner Leben.

Aber was ist mit Rotlichtmissachtern, Nötigern, Vorfahrtnehmern, Blockadefahrern, Blinkmuffel, Schnibblern, usw. usw.
Die Liste kann Kilometer weit fortgeführt werden.
Jede Missachtung der Verkehrsregeln die unmittelbar in den Aktionsradius eines anderen Verkehrsteilnehmers einwirkt kann zu Unfällen führen.
Somit trägt jeder Regelmissachter zu Unfällen bei. Die Statistiken darf man als dehnbares Instrument betrachten die, je nach Stimmungsbild in der Bevölkerung, passend gedengelt wird.
Ich vermisse seit Jahren jedwede Maßnahmen, außerhalb der gern zitierten „Raserei“, die im „atmosphärischen Verkehrs-Raum“ für Sicherheit sorgen.
Diese wird es, möglicherweise auch wegen der aufwendigeren Arbeit, auch in Zukunft nicht geben.
Also „RASEN“ wir weiter und hoffen das es uns nicht erwischt.

1 Antwort
Verkehrs Irrsinn
von Volksentscheid | #39-1

100 % Zustimmung,auf den BABs greifen z.T.die Überwachungen der Autobahnpolizei in Zivilfahrzeugen bei Rasern,Dränglern,Abstandssündern effektiv.

Im normalen Stadtverkehr Fehlanzeige.Da scheint sich seit Jahren ein Guerilla Fahrstil als Maß der Dinge zu etablieren.Betrifft übr.auch immer mehr Radfahrer und Fußgänger,da wird notorisch bei Rot geradelt/gegangen,Zebrastreifen rotzfrech mit Speed per Rad überquert und und und..Und die Geldbußen dafür?Ein Witz.Narrenfreiheit per Gesetz..sofern man überhaupt belangt wird.

Gerade die Zahl/Umstände der im Strassenverkehr getöteten Fußgänger sprechen da eine deutliche Sprache,in der Mehrzahl nämlich Eigenverschulden.Viele Uniformierte schauen leider meist zwanghaft zur anderen Seite als Radlern,Fußgängern sowie Blinkblöden,Dränglern und Schnibblern zu verdeutlichen das Regeln auch für diese Gruppe gelten.




26.11.2011
16:38
Raserei
von Volksentscheid | #38

Hier um die Ecke wird an einem Kiga (Tempo 30)tagsüber so gut wie nie geblitzt.Nach 20 Uhr dagegen oft.Auf Anfrage der Anwohner war der Kommentar der zuständigen städt. Behörde dazu wie folgt:"tagsüber lohnen(!) sich die paar Einnahmen durch OWIs nicht".KEIN Unfallschwerpunkt so die Polizei,der letzte durch die Polizei aufgenommene Unfall war vor 3 Jahren und der nicht einmal wegen überhöhter Geschwindigkeit.

1 Antwort
NRW will Blitzer online veröffentlichen
von com4711 | #38-1

Wäre noch interessant zu wissen, wie hoch die Einnahmen nach 20 Uhr sind.

26.11.2011
13:38
Abzocke?
von Trowel | #37

Lediglich ein Rechtfertigungs-Argument. Man sollte diese Raser, die so argumentieren nicht ernst nehmen. Sie meinen es in ihrem Unterbewusstein auch gar nicht ernst.

26.11.2011
10:31
DifesSanoscri | #33
von dummmberger | #36

Schon beeindruckend, dass man selbst zu so einem Thema einen auslänerfeindlichen Kommentar abgeben kann.

Zum Thema:
Es wäre sicher für die Einhaltung von Tempolimits von Vorteil, wenn man diese als Autofahrer wirklich nachvollziehen könnte.
Mal im Ernst: Wenn z.B. für die sechspurige B1 durch Dortmund Tempo 50 die angemessene Geschwindigkeit ist, wie kann Tempo 50 in einer engen Wohnstraße angemesen sein?
Das stimmt doch etwas nicht.
Der Eindruck, dass viele Radarkontrollen mehr dem Städtehaushalt als der Verkehrssicherheit dienen, drängt sich zumindest auf.

26.11.2011
10:15
Statistisch bin ein Raser !
von wimmel | #35

Da schläft mir mitten auf einer Hauptstrassen der Fuß bei 50 Kmh ein und schon wird es hell im Auto, geblitzt, 55 Km auf dem Tacho, ich ärgere mich schwarz, das ich nun ein Raser bin und vor allen das ich der abzocker Kommune auch noch 15 € in den gierigen Rachen werfe.
Da weiß man wie man durch Statistik verarsch... wird, denn ich bin nun statistisch in den Kreis der Raser Rüpel aufgenommen.

26.11.2011
09:29
Tag und Nacht
von wohlzufrieden | #34

Als ich einmal meinen Vater fragte, warum er gerade beim Abbiegen nicht geblinkt hat sagte er,"Warum, da war doch niemand." Die Moral aus der Geschichte: Gesetze und Vorschriften gelten immer und überall, und das mit gutem Grund.

26.11.2011
09:22
Veröffentlichung der Radargeräte
von DifesSanoscri | #33

Na, denn wissen ja die Raser in den Tempo30-Zonen,
meistens Jugendliche südländischer Herkunft,
wenn die political correctness das noch zu sagen erlaubt,
wo sie ihr Machotum ungehindert ausleben können.

Aber der Innenminister hat Angst um seine Wählerklientel ...
Ja, dann fahrt mal ruhig weiter andere Menschen zu Krüppeln oder Toten ...

26.11.2011
02:19
Regeln
von georgbochum | #32

Wer am Straßenverkehr teilnehmen will, hat sich an die Regeln zu halten. Und die gelten zu jeder Tageszeit und unabhängig davon, wie viel Verkehr gerade ist. Und vor allem: Für jeden. Ein Tempolimit ist kein Vorschlag, dem man folgen kann, wenn man ihn für richtig hält, sondern bindend für alle. Wenn da 50 steht, wird 50 gefahren und basta. Da besteht überhaupt kein Diskussionsbedarf. Manche kann man nur durch drastische Strafen zu der Einsicht bringen, dass sie nicht darüber zu entscheiden haben, ob sie ein Tempolimit gerade mal befolgen möchten oder nicht. Ihre Meinung dazu, ob "man hier eigentlich auch schneller fahren könnte", ist nicht gefragt. Was ist daran so schwer zu begreifen?

26.11.2011
01:40
Wieso?
von scouti | #31

Wieso solten die Standorte veröffentlicht werden? Jeder sollte mal die Bilder von sich und dem ach so tollen Auto sehen. Dann könnten auch mal die notorischen Raser auffallen, sofern diese nicht ewig durch ihre Rechtsanwälte rausgepaukt würden.

Jeder der sich an die Regeln hält wird, angehupt und bedrängelt, andere sollte es mit dem fahren lassen (z. B. 60 anstatt mögliche 100 auf der Bundesstraße nenne ich Behinderung - keine Einschränkung beim Wetter oder Tieferlegung durch Beladung zu sehen).

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