Kleinteilige Müllentsorgung

Müllverbrennung in Hagen: Der Bau der Anlagen ist den Grünen seit je ein Dorn im Auge.
Müllverbrennung in Hagen: Der Bau der Anlagen ist den Grünen seit je ein Dorn im Auge.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Die Kleinteiligkeit in der Müllentsorgung verhindert, dass der Müll durch mehr Wettbewerb der Verwerter kostengünstig innerhalb der Landesgrenzen entsorgt werden kann.

Gegen das Prinzip der Nähe bei der Abfallentsorgung ist im Grundsatz nichts einzuwenden. Jeder sollte seinen Müll vor der eigenen Haustür beseitigen und Mülltourismus über Ländergrenzen hinweg vermeiden. So weit, so gut. Dass Umweltminister Remmel aber nicht nur Müllimporte aus Italien ablehnt, sondern auch noch das Bundesland in fünf Entsorgungsregionen einteilt, ist des Schlechten zuviel. Die Kleinteiligkeit verhindert, dass der Müll durch mehr Wettbewerb der Verwerter kostengünstig innerhalb der Landesgrenzen entsorgt werden kann.

Der Bau von Müllverbrennungsanlagen war grünen Politikern immer ein Dorn im Auge. Die neuen Entsorgungsgrenzen bedeuten für einzelne Anlagen das Aus, weil der Betrieb mangels Müllmenge unwirtschaftlich würde. Dass die Müllentsorgung für die Verbraucher billiger würde, wenn Konkurrenz ausgeschaltet wird, ist ein Trugschluss.