Ernährungsexperten empfehlen vegetarische Tage
04.03.2013 | 17:15 Uhr 2013-03-04T17:15:00+0100
Essen. Ernährungsexperten raten Bürgern, weniger Fleisch zu essen. „Jeden Tag Fleisch ist viel zu viel", erklärt die Verbraucherzentrale NRW und rät zu einem vegetarischen Tag pro Woche. Besonders die fetthaltigen Wurst- und Fleischwaren halten Experten für problematisch.
Pferdefleisch , „falsche“ Bio-Eier, giftiger Futtermais: Ernährungswissenschaftler, Verbraucherschützer und Politiker sind wegen der Lebensmittel-Skandale alarmiert. Sie raten Bürgern, weniger Fleisch zu essen. Fleischfreie Tage seien gut für die Gesundheit und helfe gegen Massentierhaltung. Dutzende Städte, darunter Dinslaken, unterstützen die Vegetarier-Initiative „Donnerstag ist Veggie-Tag “.
„Jeden Tag Fleisch ist viel zu viel"
„Ein vegetarischer Tag in der Woche wäre hervorragend“, sagt Christiane Kunzel (Verbraucherzentrale NRW). „Jeden Tag Fleisch ist viel zu viel. Die Folgen sind Übergewicht und hohe Cholesterin-Werte.“ Anzuraten ist aus ihrer Sicht der Kauf von hochwertigem Fleisch, möglichst aus artgerechter Tierhaltung. Laut Kunzel sind die Bürger heutzutage zwar gut über Ernährungsfragen informiert und sähen sich gern Koch-Sendungen im Fernsehen an. „Das heißt aber noch lange nicht, dass sie sich auch gut ernähren“, so die Expertin. In vielen Familien werde gar nicht mehr richtig gekocht, die Kochkunst werde daher auch nicht mehr an Jüngere weitergegeben. Auch an den Schulen gebe es so gut wie keinen Koch-Unterricht mehr. Kunzel: „Das ist ein echter Verlust an Wissen.“
Vom Skandal um verseuchtes Tierfutter sind in NRW deutlich mehr Betriebe betroffen als ursprünglich angenommen. Mehr als 110 Höfe haben verdächtiges Futter aus Niedersachsen erhalten, wie das Umweltministerium am Sonntag mitteilte. Zuvor hatte die Behörde nur Kenntnis von 15 betroffenen Betrieben.
Norwich Rüße, Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion für Ernährung, sagt: „Für alle, die viel Fleisch essen, wäre ein fleischfreier Tag in der Woche gesünder. Verzicht bedeutet einen Gewinn für die Gesundheit und die Umwelt.“ Der fleischfreie Tag müsse aber freiwillig sein. Rüße: „Wer das von oben verordnen will, erreicht das Gegenteil: eine Trotzreaktion. Wir setzen auf die Einsicht der Verbraucher. Der Staat muss aber etwas dagegen tun, dass Fleisch so billig ist wie Gemüse. Der Niedrigpreis führrt zur Massentierhaltung, und die richtet bei uns und weltweit riesige ökologische Schäden an.“
40 Kilo Schweinefleisch pro Kopf und Jahr
Ernährungscoach Christiane Schott hat einen Monat lang Erfahrungen als Veganköstlerin gesammelt. Aus dem Experiment ist inzwischen eine Überzeugung geworden. Einige Tipps, die den Einstieg in die vegane Lebensweise erleichtern.
Gisela Olias (Deutsches Institut für Ernährungsforschung) warnt: Viel rotes Fleisch erhöhe das Risiko für Darmkrebs, Herzkreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Gicht. Fleisch solle maßvoll genossen werden. Olias empfiehlt „300 bis 600 Gramm pro Woche.“
Die Ernährungswissenschaftlerin Prof. Ursel Wahrburg (FH Münster) warnt davor, Fleisch völlig zu ächten: „Mageres Fleisch ist eigentlich ein hochwertiges Nahrungsmittel. Es enthält Eiweiß, Eisen, Zink, Vitamine und andere wertvolle Inhaltsstoffe. Problematischer sind die oft sehr fetthaltigen Wurst- und Fleischwaren. Würde die Bevölkerung auf Wurst verzichten, dann gäbe es keine Mangelerscheinungen. Auch Muskelfleisch ist nicht lebensnotwendig. Es spricht aber nichts dagegen, hochwertiges Fleisch aus artgerechter Haltung zu essen. Nur sollte man auch das nicht jeden Tag tun. Der Trend zur Massentierhaltung ist ein Ergebnis der Verbraucher-Nachfrage nach billigem Fleisch.“
89 Kilo Fleisch verbrauchen die Deutschen pro Kopf und Jahr, verzehrt werden nur 61 Kilo – der Rest landet im Müll. Damit essen die Deutschen doppelt so viel Fleisch wie vor 100 Jahren, ergab der „Fleischatlas“ des BUND. Bei jedem Skandal bricht der Fleischkonsum kurzfristig ein. Ob Schweinepest, BSE, Vogelgrippe, Gammelfleisch oder Gift-Futter – stets reagiert der Verbraucher mit Verzicht. Dennoch behauptet Schweinefleisch einen Spitzenplatz, der Konsum schwankt um die 40-Kilo-Marke pro Kopf, ergab der Report „Fleischversorgung in Deutschland“, der auch ein stark erschüttertes Vertrauen der Verbraucher ins Fleisch feststellte.

19:28
Endlich mal ist die katholische Kirche "up to date": "Freitags kein Fleisch essen" war bei uns früher völlig normal
06:03
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04:20
so sinnvoll..wie es ist.. aber im Zusammenhang mit den schweren Betrugsfällen in der letzten Zeit, kann man meinen, dass das eine Vorsichtsmaßnahme ist, damit der Verbraucher nicht zuviel Giftstoffe zu sich nimmt...wobei zu prüfen ist, was für giftige Inhaltsstoffe sich in der vegetarischen Kost befinden... guten Appetit...und einen schönen Tag
03:19
Danke für das Ändern der Überschrift.
01:14
#27 was für ein Wespennest habe ich denn da los getreten?
Ihre Alternative scheint wohl eher die Alternativlosigkeit zu sein.
Ts, ts, ts, wer schon von mit dem Wort "Propaganda" unbedenklich umgeht, der sollte es unterlassen andere zu belehren, die sich ein wenig mit der Materie auskennen, von der sie berichten (siehe Links, die belegen dass da etwas funktioniert). Sie scheinen sich ja bezüglich Schadstoffbelastungen im Boden und dem Ruhrgebiet richtig auszukennen, was? Machen Sie sich bitte nicht lächerlich und liefern mal Beweise zu dem, was sie da unter #27 so heraus posaunen. Im Ruhrgebiet sind mitunter die ertragreichsten Böden in den Bergarbeitersiedlungen zu finden und hätten sie Ahnung und würden noch dazu die LUFA in Münster kennen, dann wüssten sie, was sie für einen pauschalen Tiefflieger Sie da unter #27 auf die Reise ins Blaue losgeschickt haben. Niergendwo wurd früher ökologischer gegärtnert als im Ruhrgebiet, dass hat sich erst vor ca. 30 Jahren zum Nachteil entwickelt.
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Wer schreibt: „Ts, ts, ts, wer schon von mit dem Wort "Propaganda" unbedenklich umgeht,“ versucht den angesprochenen in eine rechte Ecke zu drängen. Wenn Sie das nicht erkennenn, tut es mir noch nicht einmal Leid für Sie, ; denn Sie sind dann als Journalist völlig fehl am Platze.
Es geht nicht, – auch für eine angeblich überparteiliche Zeitung – dass Äußerungen davon abhängig, ob sie nun mit der eigenen Überzeugung übereinstimmen oder nicht übereinstimmen gelöscht werden oder nicht. Auch die WAZ sollte ein Ort der Auseinandersetzung mit den geistigen und politischen Strömungen und mit den von Meinungsmachern gesteuerten Stimmungen der Zeit sein. Die Chance vertut sie aber zunehmend.
00:52
Aber wie Religion es sich abgewöhnt hat zu missionieren und zu bevormunden, sollte auch dieser Veggie-Öki-Hype Privatsache bleiben. Es dauert nur bis zum nächsten Nitrofen- oder EHEC-Skandal. Dann ist Fleisch wieder das Gemüse der Leute.
Und an die 100%-Selbstversorger wie #26: Selbstversorgen aus dem eigenen Garten ist natürlich vor allem im Ruhrpott auch nicht immer ohne. Es gibt nur wenige Landstriche in Deutschland in denen vielerorts Gartenböden stärker wahlweise mit Schwermetallen, organischen Verbindungen (PCB etc.) oder auch Dioxin belastet sind als im tiefsten Westen Deutschlands. Es kann also sein, dass stolze Gartenbesitzer nach einigen Jahren Selbstversorgung was ganz anderes festellen als hier propagiert.
00:25
Es dauert nicht mehr lange.
Nur noch wenige Lebensmittelskandale reichen aus, bis auch der letzte Gartenbesitzer seinen innig geliebten Zierrasen umpflügen wird. Bei der Umgestaltung des Gartens zu einem treu und ehrlichen Selbstversorger-Garten wird der stolze Gartenbesitzer vieles feststellen: Kein Burnout-Syndrom mehr, weniger Stress in der Familie, weniger Krankheitsanfälligkeit, mehr Bewegung, mehr frische Luft (statt vor dem Fernseher oder PC), viel ausgeglichener und vor allem, viel gesünder ernährt aus dem eigenen Garten, wo jeder weiss woher alles kommt. In der Summe lässt sich dann festhalten, BIO, BIO, BIO und das alles ohne teure Autofahrt, ohne Einkaufsstress. Ein Bruchteil an Geldausgabe für die Versorgung aus dem eigenen Garten und alles schmeckt viel besser. Kein Tier muss dafür gequält werden oder leiden. Alle sind glücklicher, da sie wieder selber anfangen zu denken.
http://bit.ly/ZYgUxD
und in der Gemeinschaft schmeckt es auch noch am besser
http://bit.ly/15u4QHu
Dummerweise gibt es sehr viel weniger Gartenbesitzer als Menschen in Deutschland - und wenn vorhanden reicht der eigene Garten kaum zur Selbstversorgung aus. Mir schmeckt´s übrigens auch ohne Garten gut, ganz ohne von Bio-Bauern betrogen zu werden...
22:52
[off topic]
22:05
Glückwunsch!
Da habt Ihr es ja wieder geschafft, mit einer irreführenden Überschrift eine Diskussion auszulösen.
Niemand hat vegetarische Tage "gefordert". Die Verbraucherzentrale rät zu einem fleischfreien Tag in der Woche, weil das gesünder wäre.
Das ist alles.
jau und der nächste EU-Gesetzentwurf ist schon angeeregt...
21:46
Und das verstärkte Aufkommen von Krankheiten liegt nicht am Fleisch, sondern an mangelnder Bewegung. Kinder werden erziehungstechnisch vorm PC oder dem TV geparkt, da Computer immer wichtiger werden... Bewegung wird vernachlässigt und jetzt hat das Fleisch die Schuld daran... Im Gegensatz zu nem Blättchen Salat is Fleisch energiereicher und die Energie muss auch verbrannt werden
......man sollte vielleicht auch nicht vergessen ,dass so ein Stück Fleisch nicht
von alleine rutscht , ohne die fettigen Pommes mit Ketschup und Majo geht
da gar nichts und diese Dröhnung mehrmals die Woche mit null Bewegung .
Nicht mal ich als Ausdauersportler könnte den Müll verbrennen .
Verbote bringen nichts , dass muss man Kindern vorleben und dafür fehlt
vielen Eltern einfach die Zeit .
@heme45:
Verbrennen tue ich es auch nicht, ich esse es, denn wenn ich es verbrenne, dann schmeckt es nicht mehr... :O