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Warum Daniel Craig mit dem neuen Bond erstmals rundum zufrieden ist

31.10.2012 | 17:50 Uhr
Daniel Craig bei der Deutschlandpremiere des Kinofilms "Skyfall 007" auf dem Roten Teppich in Berlin.Foto: dapd

Aller guten Dinge sind drei: Nach „Casino Royal“ und „Ein Quantum Trost“ gibt Daniel Craig nun mit „Skyfall“ zum dritten Mal den legendären Geheimagenten James Bond. Im Interview erzählt er, warum Bond sowohl cool als auch verletzlich sein muiss - und von seiner Begegnung mit der britischen Queen,.

Aller guten Dinge sind drei: Nach „Casino Royal“ und „Ein Quantum Trost“ gibt Daniel Craig nun mit „Skyfall“ zum dritten Mal den legendären Geheimagenten James Bond, der in diesem Jahr 50. Dienstjubiläum feiert. Zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London trat der Brite gar mit der leibhaftigen Queen auf.

In seinem jüngsten Abenteuer muss sich 007 fast erschießen lassen, gegen seine Dämonen ankämpfen, den havarierten Geheimdienst des Königreichs retten und bekommt mit Javier Bardem einen psychopathischen Gegenspieler. Die Kritiken in seiner Heimat sind so glänzend wie die ersten Einspielergebnisse. Mit dem 44-jährigen Sohn eines Stahlarbeiters und einer Kunstlehrerin unterhielt sich unser Mitarbeiter Dieter Oßwald.

Video
Berlin, 31.10.12: Am Dienstagabend präsentierten Hauptdarsteller Daniel Craig und Regisseur Sam Mendes das neue 007-Abenteuer "Skyfall" in der deutschen Hauptstadt. Der Hingucker auf dem roten Teppich war aber das neue Bond-Girl Bérénice Marlohe.

Für die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele gab es einen kleinen Film, in dem Sie die Queen im Palast abholen – wie waren diese Dreharbeiten?

Daniel Craig: Wir haben diese Sequenz ohne Proben nur ein einziges Mal gedreht. Die Queen war sehr freundlich und komisch und sie hatte große Lust, diesen Film zu drehen. Das einzig Schwierige daran war eigentlich nur diesen Dreh geheim zu halten bis zur Eröffnung der Olympischen Spiele.

Wie entspannt haben Sie sich dabei gefühlt?

Craig: Ich habe mich so entspannt gefühlt, wie man sich in diesem Palast eben fühlen kann. Ich habe ja keinen Vergleich, insofern habe ich mich recht wohl gefühlt mit der Queen – was jedoch nicht bedeutet, dass ich nun in den Buckingham Palast einziehen wollte. (lacht)

Der Glücksfall Sam Mendes

Ist aus 007 in diesem dritten Streich nun der Typ geworden, den Sie als Ziel hatten?

Craig: Das kann man durchaus so sagen. Mit „Casino Royal“ bekam ich die Chance, diese Figur völlig neu anzulegen und bei Null anzufangen. Ich hätte Bond nie gespielt, wenn ich meine Vorgänger nur hätte nachmachen müssen. Das wäre für mich völlige Zeitverschwendung gewesen und zudem habe ich überhaupt kein Talent dafür, Leute nachzumachen.

Video
Nach einer missglückten Operation gerät der MI6 unter Beschuss – und Bonds Loyalität gegenüber M wird auf eine harte Probe gestellt … Action-Thriller von Sam Mendes mit Daniel Craig, Javier Bardem & Judi Dench. GB/USA '12, FSK: ab 12. Start: 01.11.12

Bei „Ein Quantum Trost“ war dieses Ziel jedoch noch nicht ganz zu erkennen.

Craig: „Quantum“ war ein schwieriges Projekt. Wir hatten ja kein fertiges Drehbuch, dennoch ist es uns gelungen, einen erfolgreichen Film zu liefern. Tatsächlich ist das Ziel jetzt erst mit „Skyfall“ erreicht: Das ist ein klassischer Bond geworden, ganz so, wie ich ihn mir wünsche. Als Glücksfall hat sich dabei auch Sam Mendes als Regisseur erwiesen.

Wenn Ian Fleming, der geistige Vater von 007, durch diese Tür käme, was würden Sie ihn fragen?

Craig: Wo ist die Bar? Was möchtest du trinken? Und dann würde man schon sehen, wie sich die Sache entwickelt.

Filmkritik
"Skyfall": 007 und die neue Zeit

Sam Mendes kehrt in „Skyfall“ zu den alten Tugenden der Bond-Filme zurück – und rehabilitiert nach dem wenig ergiebigen letzten 007-Film „Ein Quantum Trost“ und vier Jahren Wartezeit die 50 Jahre alte Serie nun in jeder Hinsicht.

Wie viele Bond-Abenteuer werden Sie noch übernehmen?

Craig: In meinem Vertrag steht, dass ich noch zweimal den Bond spiele. Aber ich wäre schon glücklich, wenn es auch nur einen geben würde. Ich wollte schon immer Schauspieler werden, dann fiel mir Bond in den Schoß – und das war das Beste, was mir passieren konnte.

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