Rom soll erstes offizielles Rotlichtviertel bekommen

In einer Rotlichtzone außerhalb des Stadtzentrums soll man in Rom ungestraft Prostituierte besuchen können. Außerhalb droht eine Strafe von 500 Euro.
In einer Rotlichtzone außerhalb des Stadtzentrums soll man in Rom ungestraft Prostituierte besuchen können. Außerhalb droht eine Strafe von 500 Euro.
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Was wir bereits wissen
In Italien ist Prostitution verboten - trotzdem eröffnet ein Bürgermeister in Rom ein Rotlichtviertel. Eine Einsatztruppe soll dort Kondome verteilen.

Rom.. Rom soll ein erstes Rotlichtviertel bekommen. Im Stadtteil EUR, das einst Diktator Benito Mussolini außerhalb des Zentrums entwerfen ließ, soll Prostitution in einer oder zwei Straßen ab April toleriert werden.

Zudem soll es eine Einsatztruppe zum Schutz gegen Zuhälterei und Ausbeutung geben, wie die Nachrichtenagentur Ansa weiter berichtete. Die Gruppe würde unter anderem Kondome verteilen und darauf achten, dass die Prostituierten nicht schlecht behandelt würden.

Ziel: Kontrollierte Prostitution

In der Rotlichtzone sollen Freier nach den Plänen des Bezirksbürgermeisters Andrea Santoro ungestraft Prostituierte besuchen können. Würden sie es außerhalb tun, drohe eine Strafe von 500 Euro. Damit will der Bezirk im Süden der Hauptstadt die unkontrollierte Prostitution in den Griff bekommen.

Vor allem katholische Organisationen protestierten gegen das Vorhaben in Rom, "der italienischen Hauptstadt und der Wiege des christlichen Humanismus". Generell sind in Italien Bordelle verboten. Seit langem schwelt ein Streit über die Legalisierung von Prostitution. (dpa)