Kind bekommt 70 Euro Schmerzensgeld für Ohrloch
31.08.2012 | 13:31 Uhr 2012-08-31T13:31:30+0200
Berlin. Der Gerichtsstreit endete mit einem Vergleich: Die Chefin eines Piercing-Studios muss einer Dreijährigen 70 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das Mädchen wünschte sich Ohrlöcher, ihre Eltern kamen dem Wunsch nach. Möglicherweise ist das letzte Wort in dem juristischen Streit noch nicht gesprochen.
Der juristische Streit um Schmerzensgeld für eine Dreijährige wegen gesundheitlicher Beschwerden nach dem Stechen von Ohrlöchern ist mit einem Vergleich zu Ende gegangen. Vor dem Amtsgericht Berlin-Lichtenberg einigten sich die streitenden Parteien am Freitag darauf, dass die Inhaberin des Piercing- und Tattoo-Studios an das Mädchen 70 Euro für dessen "Sparschwein" zahlt.
Ob der Fall strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht, blieb noch offen. Der Vorsitzende Richter kündigte nach der Verhandlung an, den Fall "wahrscheinlich" an die Staatsanwaltschaft zu übergeben.
Bezugnehmend auf das sogenannte Beschneidungsurteil des Landgerichts Köln hatte der Richter vor dem Prozess mitgeteilt, er werde prüfen, inwiefern sich die Beteiligten, also auch die Eltern des Kindes, der Körperverletzung strafbar gemacht haben. Aus seiner Sicht ist es "zweifelhaft", ob das Ohrlochstechen dem Kindeswohl diente.
Das Mädchen hatte sich nach Angaben der Eltern zum Geburtstag die Ohrlöcher gewünscht. Stellvertretend für die Minderjährige hatten Mutter und Vater die Inhaberin des Tattoo-Studios auf Schmerzensgeld verklagt, weil die Tochter bei der Prozedur Schmerzen erlitten und noch Tage später traumatische Reaktionen gezeigt hätte. (dapd)

09:15
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18:05
Und welches Schmerzensgeld müssen die offensichtlich völlig verantwortungslosen und unfähigen Eltern ihrem Kind zahlen? Immerhin haben sie als Erziehungsberechtigte das Stechen der Ohrlöcher veranlasst!
Und das Jugendamt schaut wieder einmal zu (bzw. weg)...
17:32
Man möge sich mal bitte diesen Halbsatz auf der Zunge zergehen lassen...
"weil die Tochter bei der Prozedur Schmerzen erlitten und noch Tage später traumatische Reaktionen gezeigt hätte"
Hat man etwa geglaubt, etwas mit der Geschwindigkeit eines Drucklufttackers durch gesundes, festes MENSCHLICHES Gewebe zu schießen ist schmerzlos? Ist weniger als ein Mückenstich?
Tage später noch traumatische Situationene? Was hat man mit dem Kind gemacht? Hinrichtungsszenarien durchgespielt?
Wie schauts denn mit der Einwilligung aus?
Wenn ich im Krankenhaus operiert werde, muss ich vorher schriftlich mein Einverständnis zu dieser Körperverletzung erklären. Ich werde über Risiken usw. aufgeklärt.
Hat das etwa das Studio nicht gemacht? Aufgeklärt? Keine Einverständniserklärung unterschreiben lassen?
Wenn nicht, dann war das sehr dumm. Man kann auch aus Fehlern anderer lernen, man muss nicht alle selber machen.
Abschließend denke ich, die Eltern waren von Anfang an auf Schmerzensgeld aus.
17:15
Als Schwuli habe ich ja keine Kinder. Aber ich würde mein dreijähriges Kind niemals Ohrlöcher stechen lassen!
Welche Eltern machen sowas? Und sind dann noch so dreist den Laden zu verklagen?
Kommt mir vor wie Hartz4-Eltern bei der Talk-Show Brit am Mittag...
16:55
Das Jugendamt sollte doch einmal überprüfen, ob diese Eltern überhaupt geeignet sind, ein Kind zu erziehen.
16:24
Das geht gar nicht!
Erstmal überhaupt einen 3jährigen Kind Ohrlöcher stechen zu lassen ist ein UNDING! Und das haben die Eltern zu verantworten!
Und dann weil das Kind (überraschenderweise???) am plären ist den Tatooladen zu verklagen...
Wobei jeder "seriöse" Laden einen 3jährigen Kind auch keine Ohrlöcher stechen würde.
Hammer...
16:02
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15:33
Ich kann mir schwer vorstellen, dass eine Dreijährige so einen Wunsch hat!
Da kennen Sie dreijaehrige Maedchen aber nicht
15:32
Schon die Meldung, daß die Eltern klagen wollten, war hanebüchen.
Ich hätte allerdings nie geglaubt, daß ein Richter dem auch noch zustimmt.
Gut tut es nur zu lesen, daß die Eltern wohl (hoffentlich) auch zur Verantwortung gezogen werden.
15:26
Was regen sich eigentlich alle so auf? 0_o früher war es doch Gang und Gebe, dass man KLEINEN KINDERN Ohrlöcher schießen liess, was nachweislich sogar noch SCHLIMMER für das Gewebe ist, als das Stechen. Wenn das also wirklich gestochen wurde, haben die Eltern wenigstens immerhin etwas mehr Grütze bewiesen, als andere. Gut, im Nachhinein dann das Studio verklagen... find ich auch etwas daneben.
Frage mich allerdings: waren wir früher alle nur härter? Oder haben unsere Eltern unseren schmerzenden Ohrlöchern vielleicht viel zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet? o.o
Naja. Die Welt wird weich. Und in 20 Jahren leben nur noch Menschen mit psychischen Problemen auf der Welt 3
welchen Sinn hat ein Ohrloch für ein Kleinkind? Wer da zustimmt, könnte selbst einen Dachschaden haben. Kein normales Elternteil würde das tun und das hat nichts mit Verweichlichung zu tun. Aber ein Kontrastkommentar kommt immer aus einer Ecke, fast pflichtmäßig.
wo bitteschön war es "Gang und Gäbe", kleinen Kindern Ohrlöcher zu stechen? In Transilvanien? In meiner Kindheit kannte ich KEINE Gleichaltrigen mit Ohrlöchern.