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Jugendarbeitslosigkeit

Duisburg hat zweithöchste Hartz-IV-Quote unter Jugendlichen

27.12.2012 | 10:38 Uhr
Duisburg hat zweithöchste Hartz-IV-Quote unter Jugendlichen
Nach einer Studie des DGB können in Deutschland mehr als eine halbe Million 15- bis 24-Jährige nicht ohne staatliche Grundsicherung leben.Foto: dapd

München.  Die Ruhrgebietsstädte Duisburg und Dortmund haben mit die meisten Jugendlichen Hartz-IV-Empfänger in Deutschland. Das geht aus einer Studie des DGB hervor. Die Hartz-IV-Quote bei Menschen im Alter zwischen 17- bis 24 Jahren liegt in den beiden Städten bei 17,4 Prozent. Nur in Berlin sind es mehr.

Nach einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) können in Deutschland mehr als eine halbe Million 15- bis 24-Jährige nicht ohne staatliche Grundsicherung leben. Bundesweit waren Mitte dieses Jahres 8,8 Prozent aller Menschen dieser Altersgruppe Hartz-IV-Empfänger, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Unter den 14 untersuchten Städteregionen schnitt Berlin am schlechtesten ab. In der Hauptstadt bezog im Juli fast ein Fünftel (19,2 Prozent) der Jugendlichen die staatliche Leistung. Die Ruhrgebietsstädte Duisburg und Dortmund liegen mit einer Hilfequote von 17,4 Prozent gleich hinter Berlin.

München hat die geringste Zahl von Jugendlichen Hartz-IV-Empfängern

Nach der DGB-Studie, die auf amtlichen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit beruht, waren in München nur 5,1 Prozent der 15- bis 24-Jährigen auf Hartz IV angewiesen. Keine andere Metropole schnitt so gut ab. Auf den Plätzen zwei bis drei folgen Dresden mit einer Hilfequote von 9,6 Prozent und die Stadtregion Aachen (10,0).

Der DGB-Auswertung zufolge waren nicht alle 534.000 Hartz-IV-Bezieher dieser Altersgruppe arbeitslos. Dies traf nur auf 300.000 zu. In der Untersuchung heißt es deshalb: "Das Verarmungsrisiko dieser Jugendlichen ist offensichtlich längst nicht immer Ausdruck nur eigener beruflicher Integrationsprobleme, sondern relativ oft auf das Fehlen existenzsichernder Arbeitsplätze der Eltern zurückzuführen." (dapd)



Kommentare
28.12.2012
18:09
Duisburg hat zweithöchste Hartz-IV-Quote unter Jugendlichen
von notarius | #18

Vater bleibt morgens liegen, Mutter bleibt liegen und die großen Geschwister auch.
Was soll den Jugendlichen dazu bewegen, aufzustehen und zur Arbeit zu gehen. Dann wird sein Einkommen auch noch angerechnet.
Also zieht er irgendwann aus, Heiratet, setzt Kinder in die Welt und stellt fest, von Hartz IV lebt sichs genauso gut, wie von Arbeit für 8€ die Stunde.
So sieht die Zukunft aus.

28.12.2012
13:27
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Name von Moderation entfernt | #17

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28.12.2012
10:02
Duisburg hat zweithöchste Hartz-IV-Quote unter Jugendlichen
von Karlot | #16

Was nützen solche Studien, wenn nur eine Auswahl von Städten untersucht werden?
So ist die Meldung: "Berlin hat die höchste Hartz IV Quote unter Jugendlichen" eigentlich eine Falschmeldung, denn es gibt Städte, in denen die Quote noch höher ist. Aber diese Städte sind nicht untersucht worden.

Was Duisburg angeht: in einer Stadt mit 500.000 Einwohner, die nur 150.000 Arbeitsplätze bereithält, muss es eben zu Arbeitslosigkeit und einer hohen Zahl von Hartz IV Empfängern kommen.

28.12.2012
08:30
Duisburg hat zweithöchste Hartz-IV-Quote unter Jugendlichen
von Dera | #15

Als in Duisburg aufgewachsener wundert mich dieses garnicht. Mich wundert nur das so wenig darüber bekannt ist das die Duisburger Sozialverwaltung diese Situation so sehr begünstigt hat (um mal diplomatisch zu bleiben). Wurden Menschen seit mind. 3 Generationen einfach mit Geld bedacht, anstatt sie schrittweise in Arbeit und Bildung zu integrieren, so ist der Abstand zum Arbeitsleben immer größer geworden. Hinterher meckert die gleiche Verwaltung über ihre Klientel und verhängt Sanktionen. Meiner Meinung nach müssten solche Meldungen mit den kommunalen Fähigkeiten Duisburgs verknüpft- und durchaus schlechte Noten dafür vergeben werden. Die kommunalen Vertreter waren mehr mit sich selbst und mit ihrem Daraus entstandenen Frust beschäftigt. Wenn alle mitmachen für die Kommune dann blüht die Kommune ...

27.12.2012
18:19
Duisburg hat zweithöchste Hartz-IV-Quote unter Jugendlichen
von stan44 | #14

Wow, unser Wirtschaftsweiser von graphos schlägt mal wieder zu. Gerade Dortmund eine verfehlte Wirtschaftspolitik vorzuhalten, ist schon ein starkes Stück. Was glauben Sie eigentlich, wie händeringend die dortigen Wirtschaftsförderer gerade nach KMUs Ausschau halten?
Aber darum geht es hier auch gar nicht. Bei den Hartz IV-Jugendlichen handelt es sich in beiden Städten primär um Migranten der 3. Generation und damit um das Problem, dass vor allem die Ruhrgroßstädte seit über 37 Jahren das Auseinanderdriften von Zuwanderung und Arbeitsmarkt auszubaden und zu bezahlen haben.

1 Antwort
Duisburg hat zweithöchste Hartz-IV-Quote unter Jugendlichen
von graphos | #14-1

Die sollen nicht nach neuen KMUs Ausschau halten, sondern bestehende stärken und fördern, Netzwerke (mit)aufbauen und ansässigen Selbständigen bessere Unterstützung gewährleisten. Für große Firmen wie Opel & Co wird eine halbe Stadt mobilisiert, aber wenn es um die kleinen 1-3 Mann-Betriebe geht interessiert sich keine Sau dafür. Und gerade da stecken eine Menge Ausbildungsplätze und Berufsperspektiven für die Jugend. Von daher geht es schon darum.

27.12.2012
17:00
Duisburg hat zweithöchste Hartz-IV-Quote unter Jugendlichen
von morio | #13

@#11

Da die Moderation ab und an antwortet: warum wurde mein Kommentar #11 blockiert?

27.12.2012
16:56
Duisburg hat zweithöchste Hartz-IV-Quote unter Jugendlichen
von tecxuss | #12

Weiß doch jeder,einmal Hartzer immer Hartzer.Nächste Stufe ist dann Drogenkonsum und Alkoholmissbrauch.

Aber das sind nur Klischees?
Aber das die ARGEN sich nicht kümmern und die Leute in die Enge treiben mit Knechtstellungen und Menschenunwürdigen Arbeiten das weiß hier schon der Dümmste.
Klar kann ich aus einem ungebildeten Menschen keinen studierten machen.Aber ich kann den ungebildeten heranführen.Klar hier gehören Zwei dazu.Einer der das möglich macht und einer der WILL. Daran scheitert es meistens.

Bei dem ein oder anderen sind natürlich wieder die Anderen schuld und die Ausländer......Stammtischgelabere hahahaha

Heute in einem Kleinbetrieb anzufangen ist besser als nichts ....Zuckerschlecken gibt es jedoch nur in Großbetrieben.Da bekommt man noch schön Tarif bezahlt.

27.12.2012
13:53
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Name von Moderation entfernt | #11

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27.12.2012
13:18
Die „nachrichtenarme Zeit zwischen den Jahren“ ist gekommen!
von TreuerLeser | #10

Und schon wider wird eine Studie vorgelegt, und es wird darüber berichtet.

Was den „Soli“ angeht, haben übrigens selbst die hiesigen Kommentatoren keinen großen Wissensstand:

Er kommt aus dem Westen und Osten und fließt in den Westen und Osten.

D. h. konkret: In München oder Dresden in Beschäftigung stehende 17- bis 24Jährige zahlen über ihre Steuern ggfs. auch an Altersgenossen in Duisburg, Dortmund oder Berlin - schon heute.

Ihnen muß also der DGB auch „schmackhaft“ machen, noch mehr zahlen zu sollen, zumal die indirekte Handlungsanweisung aus dem beklagten Sachverhalt über die Altersgruppe hinaus geht und lautet:

„Das Verarmungsrisiko dieser Jugendlichen ist offensichtlich längst nicht immer Ausdruck nur eigener beruflicher Integrationsprobleme, sondern relativ oft auf das Fehlen existenzsichernder Arbeitsplätze der Eltern zurückzuführen."

(Zitatende)

1 Antwort
Berichtigung
von TreuerLeser | #10-1

Und schon wieder...

27.12.2012
13:13
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #9

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