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Eheringe sind mehr als ein Symbol der Liebe

10.12.2012 | 12:40 Uhr
Eheringe sind mehr als ein Symbol der Liebe
Trauringe gibt es in vielen Designs - von schlicht is pompös. Foto: Sebastian Konopka

Essen.  Die Eheringe sind heute hauptsächlich ein schönes Schmuckstück, das die Liebe zweier Menschen symbolisieren soll. Dass dem Ring früher noch eine weitreichendere Bedeutung zukam, weiß heute kaum noch jemand. Ein Streifzug durch die Geschichte dieser Symbole für Liebe und Treue.

„So wie der Ring kein Anfang und kein Ende hat, so soll die Beziehung und der Bund mit Gott ewig währen.“ Dies waren Papst Nikolaus Worte im Jahr 855, um die kirchliche und offizielle Bedeutung der Eheringe zu beschreiben. Der Trauring bringt eine lange Geschichte und viel Aberglaube mit sich. Fest steht aber, dass er nicht nur ein Zeichen der Liebe ist...

Die Geschichte geht ins frühe Altertum zurück. Damals schon glaubte man, dass der Ring ein Symbol der Unendlichkeit und Beständigkeit ist. Die Ägypter und Römer dachten, dass durch den linken Ringfinger eine Ader direkt zum Herzen und damit zur Liebe führt. Auch heute werden die Trauringe noch am Ringfinger getragen. In Deutschland wird er an der rechten Hand getragen, die meistgetragene Variante weltweit ist aber links.

Der Ehering - Versprechen und Absicherung

Früher war ein teurer Ring so etwas wie eine Versicherung; einerseits, um den Ehepartner an sich zu binden, andererseits, um sich finanziell abzusichern. Am Verlobungsring konnte die Frau  die Finanzkraft des Zukünftigen erkennen. Erst ab dem 13. Jahrhundert wurden die Ringe in die kirchlichen Traurituale integriert. In Kirchenschriften werden seitdem zwei Ringe gezeigt, die ineinander verschlungen sind. Die Ringe können nur getrennt werden, wenn einer davon gebrochen wird – „bis dass der Tod euch scheidet“. Die kreisförmige und geschlossene Form steht für die Ewigkeit und Verbundenheit des Brautpaares, welches sich vor dem Altar die Ringe anvertraut. Der Ring soll die Beständigkeit der Verbindung zweier Menschen unterstützen und die Träger auch in turbulenten Zeiten an das Versprechen erinnern, den Partner zu lieben und zu ehren.

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Einer der berühmtesten Sätze aus der Bibel ist „Die Liebe hört niemals auf“. Er wird heute noch gerne bei Hochzeiten zitiert. Allerdings: Es ranken sich auch viele abenteuerliche Geschichten um das Thema Eheringe. Ein alter Brauch besagt, dass der Ehering niemals abgenommen werden darf, da er sonst abkühlt – und gleichzeitig auch die Liebe. Außerdem zeige der Ring schon beim Anstecken, wer die Hosen in der Ehe an hat. Bleibt der Ring am Finger der Braut am Mittelteil stecken, so wird die Frau in der Ehe das Sagen haben. Geht der Ehering jedoch problemlos auf den Finger, bestimmt der Mann.

Gravur macht Trauringe einzigartig

Die wahrscheinlich klassischste Variante sind schmale Eheringe aus Gold. Eine Gravur macht die persönlichen Ringe einzigartig. Mittlerweile gibt es sogar viele Schmiedewerkstätten, bei denen Brautpaare unter Anleitung von fachkundigem Personal ihre Ringe selber entwerfen und schmieden können. Da bekommt der Spruch „Seines Glückes Schmied sein“ noch eine ganz eigene Bedeutung.

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2012-12-10 12:40
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