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"Planung ist gesichert, die Kostenverteilung noch nicht"

26.02.2008 | 19:02 Uhr

Schmallenberg. "Die Planung ist gesichert und abgestimmt, die Kostenermittlung ist noch nicht abgeschlossen, über die Kostenverteilung ist noch zu verhandeln": So umreißt Heribert Störmann das Projekt Kreisverkehr Alte Post in Schmallenberg.

Bisher wird der Verkehr an der Kreuzung Wormbacher Straße/Bahnhofstraße/Oststraße durch Ampeln geregelt. Das Problem: "Wenn sehr viel Verkehr ist, stauen sich die Fahrzeuge bis in den Kreisverkehr am Bahnhof", erläutert der Leiter des Technischen Bauamtes. Ist der Kreisel dort erst einmal "vollgestaut", läuft gar nichts mehr. Darum müsse eine Umgestaltung an der Alten Post her, so Störmann. Die seiner Ansicht nach zweitbeste Lösung: eine Stauschleife vor dem bereits bestehenden Kreisverkehr am Bahnhof, die dem Verkehr auf der L 737 (Bahnhofstraße) an der Alten Post eine längere Grünphase einräumt. Dann wäre eine Ampel an der Einmündung Obringhauser Straße auf die Wormbacher Straße nötig. "Der Kreisverkehr ist eindeutig die bessere Lösung", betont der Bauamtsleiter.

Der Bereich um die Kreuzung herum habe bislang eine "sehr hohe städtebauliche Qualität" und "einen parkähnlichen Charakter", so Störmann. Dies wolle man nicht verlieren durch den Kreisverkehr. Darum werden große Teile der Fahrbahnränder samt Grünflächen unverändert bleiben. Grundlegend umgestaltet wird lediglich der südliche Teil der Kreuzung: Dort wird einem "alten Wunsch" der Firma Falke entsprechend eine direkte Anbindung vom Kreisverkehr an das Werksgelände geschaffen.

Der geplante Kreisverkehr hat einen Durchmesser von 28 Metern, wird etwa so groß wie der Kreisel am Ortseingang am Alten Feld in Schmallenberg. An die Sicherheit der Fußgänger wurde mit Überquerungshilfen und Zebrastreifen gedacht: "Alle Äste des Kreisverkehrs bekommen eine Fahrbahnteilung", erläutert Heribert Störmann. Mit Vertretern der Behinderten sei die Planung abgesprochen - so werden Bordsteine für Rollstuhlfahrer abgesenkt, Taststeine und Führungen für Sehbehinderte eingebaut.

Die Kosten für das Projekt stehen noch nicht fest. Heribert Störmann geht von etwa 180 000 Euro aus. Wieviel davon die Stadt schultern muss, ist noch unklar - denn auch der Landesbetrieb Straßenbau NRW mit Sitz in Meschede wird sich beteiligen. "Wir verhandeln noch", hält sich der Bauamtsleiter bedeckt. Dennoch ist er sicher: "Ich gehe davon aus, dass das Ding in diesem Jahr gebaut und auch fertig gestellt wird."

Auf dem parlamentarischen Weg ist das Projekt: Gestern Abend wurden die Pläne im Bezirksausschuss Schmallenberg vorgestellt, am 12. März dann im Technischen Ausschuss, am 13. März im Stadtrat.

Von Angelika Beuter

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