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Fangewalt: Bruchhagen fordert Geschlossenheit

14.06.2012 | 16:07 Uhr

Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender von Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt, hat die Liga im Kampf gegen randalierende Fangruppen zu mehr Geschlossenheit aufgerufen.

Frankfurt/Main (SID) - Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender von Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt, hat die Liga im Kampf gegen randalierende Fangruppen zu mehr Geschlossenheit aufgerufen. "Es nützt nichts, wenn ein Einzelner mit Vorschlägen kommt, sondern nur, wenn die Liga konzentriert vorgeht", sagte der 63-Jährige der Bild-Zeitung. Beim Sicherheitsgipfel am 17. Juli müssen die Vereine "eine einheitliche Sprache finden und die dann auch vertreten", sagte er.

Zu einem möglichen Einspruch der Hessen gegen den Antrag des DFB-Kontrollausschusses, in dem wegen des Fehlverhaltens der Eintracht-Anhänger in der abgelaufenen Saison ein Teilausschluss der Zuschauer für das erste Heimspiel gefordert wird, äußerte sich Bruchhagen vielsagend: "Der Antrag ist noch lange kein Urteil, und ich denke, dass wir sehr viele entlastende Präventivmaßnahmen für dieses Spiel vorweisen können."

Am Donnerstag tagte die Führungsetage des Rückkehrers, um das weitere Vorgehen festzulegen. Wie der Verein mitteilte, werde eine Entscheidung aber erst am Ende der durch den DFB eingeräumten Frist, Anfang nächster Woche, fallen. Fest stehe für Bruchhagen in jedem Fall, dass "sich einige Fans immer weiter vom Fußball und den Vereinen entfernen". Dies werde zum größten Problem im deutschen Fußball.

"Ich denke, dass nur die Fußball liebenden Fans die radikalen in den Griff bekommen", sagte Bruchhagen. Schärfere Kontrollen oder die Wiedereinführung der Zäune vor den Zuschauerbereichen seien keine Lösung. "Wenn der Druck von oben nach unten da ist und du öffnest die Zäune nicht, dann hast du ein Riesenproblem."

Die Eintracht ist in Bezug auf randalierende Fans ein gebranntes Kind. In der Saison 2011/2012 wurde der deutsche Meister von 1959 bereits mit zwei Teilausschlüssen belegt. Die verantwortlichen "Fans" hatten sich zum deutschen "Randale-Meister" erklärt.

sid

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