Heute an morgen denken

Marc-André Podgornik

Läuft alles wie geplant, dürfen sich die Rentner bald auf eine Erhöhung ihrer Altersbezüge freuen. Das ist schön und die meisten Rentner haben sich diesen Zuschlag auch redlich verdient, viele sind sogar darauf angewiesen. Doch auch wenn die Rentenkasse derzeit prall gefüllt ist, sollten die Politiker nicht kurzfristig denken und die zukünftigen Generationen bei ihren Planungen nicht vergessen.

In wirtschaftlich guten Zeiten ist die Politik dazu verpflichtet, ein ordentliches Polster aufzubauen, denn die kommenden Generationen werden es im Alter schwer haben, auch nur annähernd das Niveau der heutigen Rentner zu halten. Dafür gibt es zahlreiche Gründe: Die teure deutsche Einheit und der demografische Wandel beispielsweise werden sich auf die Altersabsicherung der kommenden Generationen heftig auswirken.

Schon heute sollte sich jeder Bürger – vorausgesetzt er kann es sich überhaupt leisten – eine starke private Altersvorsorge aufbauen, sonst sieht es im Ruhestand zappenduster aus. Die staatliche Rente reicht für einen ruhigen Ruhestand schon lange nicht mehr aus. Darum sollte jetzt auch Geld für die zukünftigen Rentner zurückgelegt werden. Eine Erhöhung der Bezüge der jetzigen Rentner ficht das nicht an.