Glasverbot: Kontrolle mit Augenmaß

Dortmund. 557 Besucher der Loveparade mussten 2007 in Essen in ein Krankenhaus gebracht werden. Viele von ihnen hatten Verletzungen durch Scherben erlitten. Das soll sich in Dortmund nicht wiederholen. Deshalb greift erstmals in der Geschichte der Loveparade ein striktes Glasverbot. Mit Augenmaß.

557 Besucher der Loveparade mussten 2007 in Essen in ein Krankenhaus gebracht werden. Viele von ihnen hatten Verletzungen durch Scherben erlitten. Auch die Rettungsdienste hatten mit dem Glas zu kämpfen - platte Reifen am Rettungsfahrzeug machten ihre Arbeit nicht eben leichter. Das soll sich in Dortmund nicht wiederholen.

Deshalb greift erstmals in der Geschichte der Loveparade ein striktes Glasverbot. Das Glasverbot, dass das städtische Ordnungsamt erlassen hat, gilt befristet von Samstag, 19. Juli, 8 Uhr, bis Sonntag, 20. Juli, 3 Uhr. Das heißt: Grundsätzlich sind alle Geschäfte, die im Nahbreich der Veranstaltung liegen oder auf dem Weg der Besucher von den Bahnhöfen bis zur B 1 aufgefordert, keine Getränke in Flaschen an Loveparade-Besucher zu verkaufen.

Der räumliche Geltungsbereich erstreckt sich auf den Paraderundkurs sowie die Hauptzulaufstrecken vom Hauptbahnhof und den S-Bahnhöfen Möllerbrücke und Stadthaus und dem Stadtbahn-Haltepunkt MärkischeStraße. Konkret betroffen sind damit die Bundesstraße 1 von der Kreuzung Wittekindstraße im Westen bis zur Kreuzung B1/Märkische Straße im Osten, der Platz der Abschlusskundgebung vor den Westfalenhallen, die Lindemannstraße, die Ruhrallee und die Hohe Straße sowie in der City beispielsweise auch der Alte Markt, die Kuckelke und die Kleppingstraße. In diesem Zeitraum ist auch allen Gaststättenbetreibern verboten, außerhalb von Gebäuden Getränke in Glasbehältnissen abzugeben, so das Ordnungsamt. Andreas Rieck, zuständiger Koordinator des Glasverbotes vom Ordnungsamt, betont, dass Mitarbeiter des Amtes an diesem Tag mit strengen Kontrollen für die Einhaltung des Verbotes sorgen werden. Mitarbeiter des Tiefbau- und Ordnungsamtes werden an Kreuzungen und vor Geschäften kontrollieren. Auch die EDG-Mitarbeiter werden verstärkt auf Glasflaschen achten.

Bei aller gebotenen Kontrolle, so Ingo Moldenhauer, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes, ist eines klar: „Wir werden zwischen Menschen, die offensichtlich mit ihren Getränkeflaschen zur Loveparade wollen und Menschen, die offensichtlich ihren Einkauf nach Hause tragen, zu unterscheiden wissen.” Heißt für die Anwohner: Keine Regel ohne Ausnahme.

 
 

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