Stodollick will nicht vorzeitig verzichten, Makiolla vielleicht

Hans Wilhelm Stodollick will bis zum Ende seiner Wahlperiode 2015 Bürgermeister bleiben. Sein Amt schon ein Jahr früher niederzulegen, wie er es nach einem am Mittwoch vom Landtag beschlossenen Gesetz könnte, kommt für ihn nicht in Betracht. Das erklärte er auf Anfrage.

Lünen. Ein vorzeitiger Amtsverzicht wäre im Sinne der rot-grünen Landesregierung, denn die will, dass Räte und Bürgermeister, Kreistage und Landräte, wieder an einem Termin gewählt werden. Dann würden mehr Menschen zur Wahlurne gehen, glaubt NRW-Innenminister Ralf Jäger. Das neue Gesetz schreibt die gemeinsame Wahl für 2020 fest. Es könnte aber auch schon 2014 so weit sein - wenn Bürgermeister bzw. Landräte die Option im Gesetz ziehen und freiwillig ein Jahr früher aus dem Amt scheiden. Das habe "einen organisatorischen und einen erheblichen Kostenvorteil für die Kommunen", baut Minister Jäger indirekt Druck auf.

Regelung kommt für Stodollick spät
Dem will sich Stodollick nicht beugen - auch im Interesse der Wähler, wie er sagt: "Die neue Regelung kommt etwas spät und ist rechtlich umstritten. Bei der Wahl 2009 ist eine demokratische Entscheidung gefallen, an der nicht nur ich beteiligt war als derjenige, der kandidierte, sondern auch die Wählerinnen und die Wähler, die mich für sechs Jahre gewählt haben." Zudem habe er seine Lebensplanung darauf eingerichtet, bis 2015 im Amt zu bleiben, hob Stodollick hervor. Danach strebt er, dann 66 Jahre alt, keine weitere Kandidatur mehr an.
Makiolla hat noch keine Entscheidung getroffen
Anders Landrat Michael Makiolla, Sozialdemokrat wie Stodollick. Grundsätzlich könne er sich vorstellen, sein Amt schon 2014 niederzulegen und sich dann um eine erneute Kandidatur für die Sozialdemokraten zu bewerben, ließ Makiolla über Kreis-Sprecherin Constanze Rauert erklären. Eine endgültige Entscheidung habe er für sich noch nicht getroffen, dazu sei der Landtagsbeschluss noch zu frisch. Er wolle sich das neue Gesetz erst im Detail ansehen.

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