So können Sie Wohnmobile vor Einbrechern schützen

Gleich vier Wohnmobile sind am Wochenende auf Autobahnrastplätzen in der Region aufgebrochen worden - während die Besitzer darin schliefen. Der ADAC gibt einige Tipps, wie Urlauber sich schützen können.

Schwerte. 
In vier Fällen sind am Wochenende Einbrecher in Wohnmobile eingedrungen: zweimal auf der Raststätte Lichtendorf-Süd, einmal an der Raststätte Lichtendorf-Nord und einmal am Autohof Werne. Die Besitzer schliefen, während die Einbrecher unbemerkt die Schlösser aufstachen und Wertsachen entwendeten.

Besser Schlösser nachrüsten

"Es gibt Möglichkeiten, sich zu schützen", sagt Dr. Peter Meintz, Sprecher des ADAC in Dortmund. So können Wohnmobile mit qualitativ besseren Schlössern nachgerüstet werden, die es Einbrechern schwer machen. Allerdings funktioniere dies nicht bei allen Herstellern, so Meintz. Generell gilt: "Je hochwertiger das Modell, desto hochwertiger sind vom Werk aus auch die Schlösser."

Auch Alarmanlagen für die Urlaubsfahrzeuge gibt es. Die Sensoren befinden sich dann an der Tür und im vorderen Trakt des Wohnmobils. Sobald die Sensoren eine Bewegung registrieren, gibt es ein Alarmsignal und das Licht geht an: "Dann laufen die meisten Einbrecher davon", sagt Meintz.

Schutz durch Gaswarnanlage

Bei den vier Wohnwagen in der Region wurden am Wochenende die Türschlösser aufgestochen. Mitunter leiten Einbrecher zuvor ein Betäubungsgas in einen Wohnwagen ein, um die schlafenden Besitzer vorübergehend außer Gefecht zu setzen.


Auch davor könne man sich schützen, sagt Meintz. Mit einer sogenannten Gaswarnanlage. "Die funktioniert ähnlich wie ein Rauchmelder", erklärt der Experte. Die Geräte, die es ab Werk oder zum Nachrüsten gibt, erkennen alle gängigen Betäubungsgase und lösen einen Alarmton aus. Im Internet werden entsprechende Geräte ab etwa 100 Euro angeboten.

Gefährliche Plätze meiden

Meintz sagt aber auch: "Es gibt keinen hundertprozentigen Schutz." Unabhängig von allen technischen Möglichkeiten zur Sicherheitsnachrüstung empfiehlt der Experte daher: "Wohnmobilbesitzer sollten gefährliche Plätze meiden."

Zu diesen zählt er abgelegene Parkplätze am Stadtrand - oder an der Autobahn. "Ich würde persönlich nicht in einem Wohnmobil an einer Raststätte übernachten." Dort sei zuviel los und man habe keinen guten Schutz vor Einbrechern.

Meintz rät Wohnmobilisten daher dazu, ein Stück von der Autobahn abzufahren und beispielsweise einen sicheren Wohnmobilhafen anzusteuern. Auch auf Parkpätzen in einem Stadtzentrum sei es für Wohnwagenbesitzer deutlich sicherer, zu übernachten.

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