Schottische Hochlandrinder weiden bald an der Lippe

An ihrem zotteligen Fell und den großen Hörnern sind sie zu erkennen: Schottische Hochlandrinder können Spaziergänger, Radfahrer und Jogger bald in den Lippeauen sehen. Doch das ist nur ein Teil eines Naturprojektes, durch das der Bereich am Fluss erlebbarer werden soll.

Lünen. Auf Spaziergänger, Radfahrer und Jogger wartet in den Lüner Lippeauen ein ungewöhnlicher Anblick: Bald werden sie Schotten auf vier Beinen begegnen. Denn nicht weit vom Fluss entfernt sollen schottische Hochlandrinder ihre Weide finden.

"Auch im Winter auf der Weide"

Landwirt Konrad Linnemann aus Werne zieht bereits die Zäune rund um die saftigen Wiesen rechts und links der Fuchsbach-Mündung in die Lippe. "Es sind gutmütige und robuste Tiere", sagt er über seine Hochlandrinder mit den großen Hörnern und dem zotteligen Fell. Der Herkunft der Rasse aus den schottischen Highlands ist es zu verdanken, dass die Rinder auch starken Frost problemlos draußen überstehen. Das war für Klaus Klinger, den Leiter der Biologischen Station im Kreis Unna, auch ein wesentlicher Grund, sich für diese Tiere zu entscheiden. "Sie können auch im Winter auf der Weide bleiben." Außerdem seien normale Rinder "relativ langweilig".

16 Erlebnisstationen geplant

Klinger will einerseits die wertvolle Natur im Flussraum schützen, andererseits den Menschen aber auch Naturerlebnisse bieten. Das werden die Hochlandrinder sein, das wird aber auch ein Rundweg von zirka 16 Kilometern Länge sein. Im zweiten Halbjahr 2014 erhält er 16 Erlebnisstationen, die über spezielle Themen informieren wie die Flussaue, die Uferentfesselung, die Lippe-Schifffahrt oder auch Römer und Germanen an der Lippe. Aus dem Programm "Naturerlebnis NRW" wird das Maßnahmenpaket - auch mit EU-Geldern - für drei Jahre mit insgesamt 800 000 Euro gefördert. Auch die Anlage von mehreren so genannten Stillgewässern in der Lippeaue ist Teil des Projekts. Schon in den vergangenen Jahren sind derartige Gewässer angelegt worden. Prompt hätten sich seltene Arten angesiedelt, berichtete Achim Pflaume vom Arbeitskreis Umwelt und Heimat Lünen. Zu den weiteren Projektpartnern zählen die Stadt Lünen, der Kreis Unna, der Lippeverband und der Regionalverband Ruhr.

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