Multi-Kulti-Preis 2013 geht nach Dortmund

Und der Sieger ist African Tide: Für seinen Beitrag zur Völkerverständigung zwischen afrikanischen Migranten und Vertretern anderer Kulturen wurde der Dortmunder Verein mit dem in der Region viel beachteten Multi-Kulti-Preis 2013 ausgezeichnet.

Lünen.. Die Preisverleihung fand Donnerstagabend im Rahmen eines Festaktes in Lünen statt.

"Das Instrument zur Integration sind unsere Kinder", sagte Rosalyn Dressmann, Gründerin und Vorsitzende der African Tide Union in ihrer Dankesrede: "Die Auszeichnung ist eine Ermutigung und Beleg dafür, auf dem richtigen Weg zu sein."

Von Kindern lernen

Der Verein wurde 2010 von der dreifachen Mutter gegründet, um die Integration von Migranten insbesondere aus den Ländern des afrikanischen Kontinents, zu fördern und einen nachhaltigen Beitrag zum interkulturellen Verständnis und gegenseitigem Respekt zu leisten. Daneben fördert der Verein den aktiven Austausch zwischen Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern mit und ohne Migrationshintergrund in Schulen, Kindergärten und Begegnungszentren.

"Von Kindern lernen, heißt Integration lernen. Von denen können wir uns in dieser Hinsicht eine Scheibe abschneiden", sagte SPD-Landtagsabgeordneter Rainer Schmeltzer in seiner Laudatio. Die besten Rahmenbedingungen brächten nichts, wenn die Menschen Integration nicht leben. Daher sei die Arbeit von Vereinen wie African Tide unverzichtbar. Den "ewig Gestrigen" gab Schmeltzer mit auf den Weg, dass Deutschland längst ein Einwanderungsland sei.

MKF-Geschäftsführer Kenan Küük lobte nicht nur das multikulturelle Engagement des Preisträger. Er warnte die Politik davor, bei ihren Bestrebungen, den Arbeitsmarkt wegen der hohen Jugendarbeitslosigkeit auf europäischer Ebene durchlässiger zu machen, davor, nicht die gleichen Fehler wie in den 50er- und 60er-Jahren zu machen. "Darauf muss die Gesellschaft auch vorbereitet sein."

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