Minigolf-Anlage soll erhalten bleiben

Die Tage von Lünens einziger Minigolfanlage direkt hinter dem Hotel am Stadtpark an der Kurt-Schumacher-Straße 43 sind gezählt. Spätestens nach den Herbstferien ist dort Schluss. Ein neuer Standort wird gesucht.

Lünen. Die Suche nach einem Alternativstandort läuft. Im Gespräch ist eine Verlegung der Anlage ein Stück weiter in den Stadtpark - in Richtung Lippe und Kamener Straße.

Das erklärten Hotelier Andreas Riepe und Anlagenbesitzer Martin Ketelhut. Die Stadt wollte sich zu deren Plänen nicht äußern, "da noch nichts spruchreif ist". Schon eher spruchreif ist, dass das Hotel am Stadtpark im kommenden Jahr erweitert und weitere Parkplätze gebaut werden sollen. Der Bauantrag soll nach Angaben von Andreas Riepe im Frühjahr gestellt werden.

Grundstückskauf

Zu diesem Zweck hatte die Familie Riepe schon im Jahr 2010 das 2500 Quadratmeter große Grundstück von der Stadt gekauft. Die Minigolfanlage steht dort seit 18 Jahren. Seit 13 Jahren betreibt sie Martin Ketelhut. Der 44-Jährige hatte damals kritisiert, dass er bei den Verhandlungen über den Grundstücksverkauf außen vor gelassen worden sei. Immerhin erhielt Ketelhut von Riepe die Zusage, die Anlage weiter betreiben zu können. "Das hat ja auch gut geklappt", sagte Ketelhut jetzt.

Er hofft, dass Andreas Riepe das von ihnen beiden ausgemachte Grundstück von der Stadt pachten kann, sodass "er es dann an mich weitervermieten kann".

Die Gespräche mit der Stadt führe Andreas Riepe, weil der einfach die besseren Kontakte habe, sagte Ketelhut weiter: "Der klemmt sich schon sehr dahinter, dass die Anlage erhalten bleibt."

Beliebtes Freizeitangebot

Er habe den Eindruck gewonnen, dass die Stadt ebenfalls die Minigolfanlage erhalten will, erklärte Andreas Riepe. Schließlich handele es sich um ein Freizeitangebot, dass auch von Menschen außerhalb Lünens angenommen werde.

Das bestätigte auch Martin Ketelhut. Neben Lüner Familien, Firmen, Sozialverbänden und Parteien kämen viele seiner Kunden aus angrenzenden Städten wie Selm, Werne und Bergkamen. Für Ketelhut kein Wunder: "Familienspaß für zehn Euro - wo gibt es das denn heute noch?"

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