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Kritische Masse will auf Probleme für Radfahrer hinweisen

Kritische Masse will auf Probleme für Radfahrer hinweisen

Eine normale Radtour führt ins Grüne, möglichst weit weg vom Straßenverkehr. Die „Critical Mass“-Tour, die die Lüner Grünen zum ersten Mal organisiert haben, will genau das Gegenteil. Sie führt an die Stellen, an denen Radfahrer im Straßenverkehr noch Probleme haben.

Lünen. 

Denn genau auf diese Probleme, die es laut dem Grünen-Parteisprecher Benedikt Wüstefeld auch in Lünen gibt, möchte die Aktion aufmerksam machen. „Critical Mass“ bedeutet so viel wie kritische Masse.

„Laut Straßenverkehrsordnung dürfen wir in einer Gruppe ab 15 Personen mit auf der Straße fahren“, erklärt Wüstefeld, da sei die kritische Masse dann erreicht. Das war kein Problem, denn am Ende waren es immerhin rund 30 Teilnehmer.

Dann startete die Tour – wie es jetzt an jedem letzten Freitag im Monat um 17 Uhr passieren soll – auf dem Marktplatz, es ging erst über die Wehrenboldstraße in den Norden, später noch zur Kupferstraße in den Süden. Normalerweise könne aber einfach ein Gruppenmitglied vorfahren und den Weg bestimmen, sagt Wüstefeld.

Keine Grünen-Aktion

Er betont auch, dass die Aktion keine Grünen-Aktion, sondern eine allgemeine Aktion sei. Wer immer mitwolle, könne vorbeikommen. Schon gestern nahmen ADFC-Mitglieder und Bürger teil. „Radfahrer gehören eigentlich auf die Straße, es gibt Studien, dass es dort sicherer als auf abgetrennten Radwegen ist“, sagt Ferdinand Langguth vom ADFC.

Die kritische Masse ist unterwegs! #criticalmass setzt sich für die Rechte von Radfahrern im Straßenverkehr ein. pic.twitter.com/HQrd9CZ4MH

– Marc Froe (@Marc_Froe) 28. August 2015


2015-08-28 18:37:00.0