Großstadtflair beim Lüner "Moonlight Shopping"

Am Samstag, 29. August, fand in der Lüner Fußgängerzone wieder das "Moonlight Shopping" statt. Und obwohl bei den Besuchern nicht immer das Einkaufen im Mittelpunkt stand, sind die Lüner Geschäftsleute sehr zufrieden. Hier finden Sie die schönsten Bilder vom Abend.

Lünen.. Der Namensgeber hielt sich diskret im Hintergrund. Trotz angekündigtem Vollmond versteckte sich dieser kaum sichtbar hinter den wenigen Wolken. Aber auch ohne das Licht des Mondes war das "Moonlight Shopping" am Samstag, 29. August, wieder ein voller Erfolg. Farbige Illuminationen in der Lüner Fußgängerzone, am Tobiaspark, auf der Lippebrücke und auf dem Markt sorgten für ein romantisches Ambiente. Und obwohl wieder tausende Besucher in die Lüner Innenstadt geströmt waren und das Flair einer Großstadt vermittelten, fehlte jegliche Hektik, war die Stimmung ruhig und ausgeglichen.

Die meisten Geschäfte waren gut besucht. Nachlässe bis zu 50% wurden geboten, Schnäppchen sorgten für Kaufanreize. Klaudia Grabowski vom Modehaus Engbers bot Lederjacken zum halben Preis an. "Da greifen die Männer, die meistens sagen, sie brauchen nichts, dann doch schon mal zu."

Dass man sich bereits mit Ausgaben von 10 bis 20 Euro komplett einkleiden kann, zeigten karitative Einrichtungen mit Verkaufsständen und eine Modenschau rund um die Stadtkirche St. Georg. Unter dem Motto "Kirche zieht an" wurden modische Kleidungsstücke angeboten, wobei alle Erlöse gemeinnützigen Zwecken zufließen.

Das Einkaufen stand nicht im Mittelpunkt

Prall gefüllte Einkaufstaschen waren aber eher selten zu sehen. Flanieren, Bekannte treffen und Plaudern standen eindeutig an erster Stelle. Eine Verkäuferin bei Bonita meinte: "Es ist nicht schlimm, wenn nicht alle etwas kaufen. Die Stadt ist rappelvoll. Die Leute fühlen sich wohl. Sie kommen wieder und kaufen dann beim nächsten Mal."

Auch Heidi Vakilzadeh von der Lippe Buchhandlung sah das Verkaufsgeschäft an diesem Abend eher als Nebenbereich an: "Wir feiern heute unser 35-jähriges Jubiläum und den achtzigsten Geburtstag meiner Mutter Irene als Geschäftsgründerin." So waren die Kunden auch eher zum Gratulieren, Unterhalten und Sekttrinken gekommen. Auch in der Reinigung nebenan bei Maria Lübbehüsen stand die Kommunikation im Vordergrund. Und natürlich wieder die kostenlos angebotenen Leckereien wie Orangenblütentörtchen mit Mascarpone, alle angeblich ohne Kalorien zubereitet.

Begeisterung für Lüner Kulturangebot

In den Eiscafés war wegen des spätsommerlichen Wetters kaum ein freier Platz zu sehen. Dicht umringt war auch der Stand von Kulturbüro und Theaterförderverein. Mechthild Nolden, als Burgfräulein Clothilde kostümiert, war erfreut, dass sich so viele Menschen für das Lüner Kulturangebot interessierten und die Broschüren reißenden Absatz fanden.

Als begehrtestes Fotomodell erwies sich ihre Mitarbeiter Christina Kröger, die in ihrem Biedermeier Kostüm aussah, als sei sie dem Bild eines berühmten niederländischen Malers entsprungen. Wo sie auftauchte, gab es sofort ein Blitzlichtgewitter. Immer wieder wollten Passanten von jung bis alt mit ihr auf ein Foto.

Zum Ambiente des Abends passte auch das Rahmenprogramm. Gitarrist Guido Pyka ließ die "Route 66" direkt an der Münsterstraße beginnen und bot nahezu pausenlos spielend ein breitgefächertes Musikprogramm. Verena Volkmer verzauberte die Besucher wieder mit ihren Harfenklängen, das Duo "Soleil Levant" bot Harmonien mit Querflöte und Gitarre.

Und auch um fast 23 Uhr ist die Fußgängerzone immer noch belebter als an manchen normalen Wochentagen. Bettina Teipel von Tchibo kann sich über Besuchermangel im Laufe des Tages nicht beklagen. Sie musste ununterbrochen Kaffeedurst stillen, beraten und verkaufen. Trotz des Stresses ist sie rundum zufrieden: "Die Kunden waren nett und ausgeglichen, die Arbeit hat Spaß gemacht."

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