Geständnis — 16-Jährige in Duisburg auf den Strich geschickt

Weil er seine Tochter verdächtigte, als Prostituierte zu arbeiten, beauftragte ein Vater einen Privatdetektiv. Der fand die 16-Jährige tatsächlich auf dem Straßenstrich.
Weil er seine Tochter verdächtigte, als Prostituierte zu arbeiten, beauftragte ein Vater einen Privatdetektiv. Der fand die 16-Jährige tatsächlich auf dem Straßenstrich.
Foto: WAZ FotoPool
Überraschung im Prozess um das Straßenstrich-Schicksal der 16-jährigen "Jenny" aus Lünen: Am Montag haben die beiden Angeklagten vor dem Dortmunder Landgericht doch noch Geständnisse abgelegt. Zuvor waren den beiden Männern milde Strafen in Aussicht gestellt worden.

Lünen/Dortmund. Wende im Prozess um die 16-jährige "Jenny" aus Lünen. Der Prozess hatte kaum begonnen, da mussten die Zuschauer auch schon wieder gehen. Rund eine Viertelstunde wurde anschließend hinter verschlossenen Türen Klartext geredet. Später hieß es, dass die Richter am Dortmunder Landgericht ein Zwischenfazit abgegeben haben.

Als das Strafverfahren wieder öffentlich wurde, ließ der Hauptangeklagte über seinen Verteidiger diese Erklärung abgeben: "Ich gestehe, dass ich den Entschluss der Jenny (Name geändert), der Prostitution nachzugehen, durch einen Vorschlag gefördert habe und dass ich Einnahmen erhalten habe." Sein ebenfalls angeklagter Freund gab zu, "Jenny" mehrfach von Lünen zum Straßenstrich nach Duisburg gefahren zu haben.

Nach diesen Erklärungen kann Jennys Ex-Freund nun mit einer Bewährungsstrafe rechnen. Das Verfahren gegen den anderen Angeklagten soll gegen Auflagen eingestellt werden.

 
 

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