Ex-SPD-Chef Kleine-Frauns wechselt zur Wählergemeinschaft GFL

Jürgen Kleine-Frauns tritt unter anderem zurück, weil  die Mitwirkung in einer kommunalpolitischen Wählergemeinschaft formal als unvereinbar mit der SPD-Mitgliedschaft gehalten wird.
Jürgen Kleine-Frauns tritt unter anderem zurück, weil die Mitwirkung in einer kommunalpolitischen Wählergemeinschaft formal als unvereinbar mit der SPD-Mitgliedschaft gehalten wird.
Foto: dpa
Aus Unzufriedenheit mit der Kommunalpolitik der Partei wechselt der ehemalige Vorsitzende der Lüner SPD, Jürgen Kleine-Frauns, zur Wählergemeinschaft GFL. Er bezeichnet die Kooperaation von SPD und CDU in Lünen als Machtinstrument.

Lünen.. Der frühere Lüner SPD-Vorsitzende Jürgen Kleine-Frauns wechselt das politische Lager: Er tritt aus der SPD aus und will sich künftig für die Wählergemeinschaft GFL engagieren, wie er in einer persönlichen Erklärung mitteilte.

Kleine-Frauns erklärte dazu: Im Grundsatz halt er an der "sozialdemokratischen Idee" fest, doch werde die Mitwirkung in einer kommunalpolitischen Wählergemeinschaft formal als unvereinbar mit der SPD-Mitgliedschaft gehalten. Daher müsse er nach 26 Jahren austreten.

Mit Kommunalpolitik unzufrieden

Mit dem Ergebnis der SPD-Kommunalpolitik vor Ort sei er unzufrieden, so Kleine-Frauns. Die Kooperation von SPD und CDU habe sich "faktisch seit 2004 zu einem Machtinstrument ausgewachsen, das eine freie, sachgeleitete Meinungsbildung selbst in den eigenen Reihen beargwöhnt und nicht selten zu verhindern sucht", so Kleine-Frauns.

Als SPD-Stadtverbandsvorsitzender war er allerdings jahrelang selbst Teil des von ihm so bezeichneten "Machtinstrumentes". Erst nach Querelen um seine gescheiterte Bewerbung als Beigeordneter bei der Stadt trat er Ende 2008 zurück.
Die GFL-Mitglieder engagierten sich nach seiner Wahrnehmung "unübersehbar mit viel Hingabe: informiert, abgewogen und fest entschlossen."

 
 

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