Das Oktoberfest in Lünen-Süd ist gestrichen

Es hatte sich nach dem Rückzug von Ulrich Seibel aus der Interessengemeinschaft Lünen-Süd (IGS) angedeutet, jetzt ist es Gewissheit: 2015 wird es im Süden kein Oktoberfest geben. Das hat vor allem finanzielle Gründe.

Lünen.. Die Absage wurde auf der außerordentlichen Vorstandssitzung der IGS am Dienstag beschlossen.

Grund für die Absage, schreibt die IGS in einer Mitteilung, sei vor allem das zu große finanzielle Risiko, die Absage-Entscheidung sei deshalb einstimmig gefallen. Die IGS würde, heißt es weiter, "selbst bei optimalem Verlauf und gutem Wetter eine Finanzierungslücke schließen müssen, die der Vorstand in seiner gestrigen Sitzung einstimmig nicht verantworten konnte." Seibel war vor kurzem als Vorsitzender der IGS zurückgetreten, weil er - sollte die IGS den Ausfall des Festes beschließen - "nicht mehr in der ersten Reihe" stehen wollte.

Wie Jochen Gefromm, nach Seibels Abtritt kommisarischer Vorsitzender der IG, bestätigte, hätte es in diesem Jahr wohl auch ein organisatorisches Platzproblem gegeben. "Uns fällt immer mehr Fläche weg, auf denen Fahrgeschäfte stehen können", berichtet Gefromm. Das habe Einnahmeverluste zur Folge, genau so wie die Tatsache, dass sich immer weniger eigene Betreiber für Getränke- und Essensstände fänden.

"Wir bedauern diese Entscheidung zutiefst und bitten alle Freunde, Förderer und Fans des Oktoberfestes um Verständnis. Wir haben es uns wirklich nicht leicht gemacht", schreibt die IGS in ihrer Mitteilung weiter.

Konzentration auf neuen Stadtteil-Platz

Die IGS wolle sich jetzt auf die Feier zur Eröffnung des neuen Stadtteil-Platzes im Stadtjubiläumsjahr 2016 konzentrieren. Möglicherweise könne sich danach ein Stadtteilfest etablieren. Die Gespräche mit dem Kulturamt der Stadt, in denen es um eine Neustrukturierung und -terminierung verschiedener Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet gehen soll, laufe außerdem weiter.

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