Ampel auf der Hochstraße: Kritik wächst

Im Sommer 2012 wurde die Hochstraße durch Straßen NRW mit Spezialgerät untersucht.
Im Sommer 2012 wurde die Hochstraße durch Straßen NRW mit Spezialgerät untersucht.
Foto: WR
CDU und FDP monieren, dass Plan politisch nicht abgestimmt worden ist

Kamen.. KamenDer Ampelkreuzung auf der Hochstraße fehlt es an politischem Auftrag. Das ist nicht nur Meinung der CDU-Fraktion, die sich wie berichtet gegen das Vorhaben von Stadt und Straßen NRW stellte. Auch die FDP-Fraktion sagt: "Es gibt derzeit keinen Beschluss darüber, dass auf der Hochstraße eine Ampel kommen soll."

Heike Schaumann, Fraktionsvorsitzende der FDP, kleidete gestern ihre Verwirrung über die Hochstraßen-Diskussion in Worte. "Im Stadtrat wurde beschlossen, die verschiedenen Möglichkeiten, um den Schwerlastverkehr auf der Unnaer Straße zu vermeiden, zu prüfen." Sie erinnert daran, dass der zweispurige Hochleistungskreisel von der Politik stets favorisiert worden ist.

Dass jetzt eine Ampelkreuzung bereits als beschlossene Sache präsentiert wird, stößt sowohl der liberalen Politikerin auf als auch der CDU-Fraktionsvorsitzenden Ina Scharrenbach. "Wir haben nicht dem Lärmaktionsplan zugestimmt, sondern lediglich der Prüfung der Maßnahme", betont die Unionsführerin. Seit 26. September 2012 habe es keine Berichterstattungen in den Fachausschüssen mehr gegeben. Allein gelassen fühlt sich auch die FDP-Fraktion, deren Fraktionschefin auf den Haushaltplan blickt, in dem Investitionskosten von rund 315000 Euro verankert sind. "Zwar stimmt es, dass eine mögliche Ampelfinanzierung im Haushalt steht, aber die FDP ging davon aus, dass hierfür auch ein politischer Beschluss gefasst werden muss", teilte sie gestern mit. Nun sehe es so aus, als führe die Verwaltung die Ampel einfach ein. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Ampel zu einer nennenswerten Verbesserung auf der Unnaer Straße führt - stattdessen wird es einen Stau auf der Hochstraße und einen Rückstau auf der Unnaer Straße geben."

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