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Pollenallergie

Heuschnupfengefährdete können vorbeugen

06.04.2011 | 14:09 Uhr

Fröndenberg/Kreis Unna. Für viele Menschen bricht jetzt wieder eine Zeit voller Pein und Unannehmlichkeit an. Die Natur blüht und gar mancher leidet unter dem Pollenflug. Der Kreis rät: Blühende Gräser und Bäume meiden.

Wie der Fachbereich Gesundheit und Verbraucherschutz des Kreises Unna mitteilt, lösen bei der sogenannten „Pollenallergie“, im Volksmund auch Heuschnupfen genannt, die Pollen, also der Blütenstaub von Gräsern, aber auch von Bäumen die Beschwerden aus.

Die Symptome der Krankheit sind vielfältig: Neben einer heftigen Entzündung der Nasenschleimhaut, die zu Schnupfen und heftigem Niesen führt, ist meistens auch die Bindehaut der Augen entzündet. Gerötete und tränende Augen, oft verbunden mit brennenden Schmerzen, sind die Folge. „Es kann sich auch Fieber und heftiger Kopfschmerz einstellen“, so Kreis-Mediziner Dr. Bernhard Jungnitz. Viele Betroffene beklagen erhöhte Müdigkeit, Magen-Darmstörungen durch Verschlucken von Pollen sowie Entzündungen der äußeren Haut. Bei manchen Menschen reagieren die Bronchien auf Pollen besonders empfindlich. Sie verengen sich, wodurch die Atmung erschwert wird. In diesen Fällen spricht man dann von „Pollen-Asthma“.

Dr. Jungnitz empfiehlt, die Behandlung des Heuschnupfens in jedem Fall in die Hand eines erfahrenen Arztes zu legen. Bei ausgebrochenem Heuschnupfen gibt es sowohl Mittel, die solche Stoffe im Körper binden, die eine Überempfindlichkeit auslösen, als auch Mittel, die diese hemmen. Im übrigen kann der Arzt Salben und Tropfen verschreiben, die auftretende Beschwerden wie den oft quälenden Juckreiz lindern. Bei Auftreten asthmatischer Erscheinungen wird von Asthma-Mitteln Gebrauch gemacht.

„Allerdings können Heuschnupfengefährdete ebenfalls einiges zur Vorbeugung tun“, weiß der Kreis-Mediziner. Zunächst sollte man zur Zeit der Gräserblüte oder Baumblüte Spaziergänge in Wald und Flur meiden. Wer die Möglichkeit hat, sollte seinen Urlaub in diese Zeit legen und in Gegenden fahren, wo es keine oder nur wenig blühende Gräser gibt, am besten an die See. In manchen Fällen kann zudem eine spezifische Hyposensibilisierung helfen. Man versteht darunter eine Art Impfung gegen die Pollen, die den Heuschnupfen auslösen.

DerWesten


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