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Wilde Wirbler und gruselige Fakire

17.05.2012 | 18:00 Uhr
Wilde Wirbler und gruselige Fakire
Ein Zirkusprojekt war jetzt im katholischen Kindergarten in Mündelheim angesagt. Foto: Stephan Eickershoff/WAZ-FotoPool

Mündelheim. „Manege frei“ - auf der Wiese der Kindertagesstätte St. Dionysius stand kürzlich ein großes Zirkuszelt. Darin tobten Löwen, Piraten, Clowns und Burgfräulein über die Bühne. 43 Kinder zwischen drei und sechs Jahren führten mit vollem Einsatz vor, was sie in den letzten Tagen gelernt hatten. Die kleinen Clowns zum Beispiel landeten einen Lacher nach dem anderen, als sie sich mit der Gummikeule schlugen und das Publikum nass spritzten.

Fast wie die Profis jonglierten die „Wilden Wirbler“ in Cowboy- und Indianerkostümen und die Piraten beeindruckten ihre Eltern mit akrobatischen Pyramiden. Als die „schrecklich gruseligen Fakire“ die Manege betraten, wurde es im Publikum ganz still. Ein todesmutiger Junge ließ sich in eine Kiste sperren, die die Kinder mit Schwertern durchbohrten. Scheinbar völlig schmerzfrei wagten sich die Kinder zudem auf ein Nagelbrett und Glasscherben.

Auch bei den Burgfräulein und ihrem Ritter hielten die Zuschauer den Atem an. Elegant tanzten sie über ein Seil und genossen danach den tosenden Applaus.

Was wäre ein Zirkus ohne wilde Tiere? Sechs täuschend echte Raubkatzen schlichen in die Manege. Der wohl jüngste Dompteur der Welt scheuchte sie über die Bühne. Einziger Unterschied zu echten Raubtiernummern: Statt Leckerlies gab es­ Süßigkeiten und auch der Dompteur bekam etwas ab.

Die stolzen Eltern und Großeltern belohnten jedes Kind mit viel Beifall und klatschten bei den schnellen Nummern begeistert mit.

Der Zirkuspädagoge Richard Scholl, die Erzieher und einige Eltern hatten mit den Nachwuchskünstlern eine Woche lang geübt. „Sie waren so ausgepowert, dass einige Kinder sogar freiwillig um sechs Uhr ins Bett gegangen sind“, wusste Erzieherin Uta Schäfer.

Christina Tönshoff


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