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Nazi-Demo

Stadt Dortmund und Linke streiten wegen Antifa-Camp

10.08.2012 | 12:36 Uhr
In Dortmund Dorstfeld wollen Linke ein Antifa-Camp gegen die geplante Nazi-Demo errichten.

Dortmund.   Am 1. September werden Nazis durch Dortmund-Hörde ziehen. Als Protest gegen den rechten Aufzug wollen Linke in der Nazi-Hochburg Dorstfeld mit einem Camp ein Zeichen setzen. Doch die Stadt hat Zweifel an der Gewaltlosigkeit der Organisatoren. Ein Gespräch sollte den Kompromiss bringen - stattdessen führte es zum Streit.

Bei der Stadt Dortmund ist man nicht glücklich: "Wir sind sehr befremdet darüber, dass Teile eines nicht-öffentlichen Gesprächs von einem Gesprächspartner ohne Wissen des anderen in die Öffentlichkeit getragen wurden" heißt es aus dem Rathaus.

Was war geschehen? Linke aus Dortmund wollen bei der geplanten Demonstration der Neonazis am 1. September ein deutliches Zeichen setzen. Ihr Plan: Ein Antifa-Camp zu errichten , eine Art Zeltlager, wie es zuletzt bei der Occupy-Bewegung zu beobachten war. Und zwar mitten im Stadtteil Dorstfeld, der als Nazi-Hochburg gilt.

"Gewaltlosigkeit nicht durchsetzbar"

Die Aktion erhält Unterstützung aus den Reihen der Grünen, der Verdi-Jugend und der Piratenpartei. Es sind Veranstaltungen geplant, etwa zum Mord an Kioskbesitzer Mehmet Kubasik , der den NSU-Morden zum Opfer fiel. Oder zum historischen Leben und der Verfolgung jüdischer Menschen in Dorstfeld während des Nationalsozialismus'.

500 Linke gegen Rechts

Es soll eine friedliche Aktion werden, so der Tenor der Antifa . Die Stadt mag das nicht so recht glauben. Es sei unübersichtlich, welche Organisationen und Gruppierungen oder auch Einzelpersonen an der Veranstaltung teilnehmen würden, heißt es in einer Stellungnahme.

Zudem habe die Antifa auch in der Vergangenheit gewalttätige Aktionen aus den eigenen Reihen nicht immer verhindern können. Das Fazit: "Es ist deshalb zu vermuten, dass die für dieses Camp angekündigte Gewaltlosigkeit nicht durchsetzbar sein wird."

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2012-08-10 12:36
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