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Kulturhaus in Schwarz-Rot-Gold

04.06.2012 | 17:57 Uhr
Kulturhaus in Schwarz-Rot-Gold
Die Organisatoren und Sponsoren sind guter Dinge.

Lütgendortmund.   Wie schon bei der Weltmeisterschaft 2010 organisieren die Lütgendortmunder Vereine ein gemeinsames Fußballschauen unter freiem Himmel. Im Kulturhaus an der Werner Straße werden alle EM-Spiele der deutschen Mannschaft gezeigt.

Das gemeinsame Betrachten sportlicher Großereignisse wird in der Regel entweder abfällig als „Rudelgucken“ oder verfälschend als „Public Viewing“ (meint im Amerikanischen das öffentliche Aufbahren eines Toten) bezeichnet. Trotzdem erfreut sich das Ereignis selbst seit der Weltmeisterschaft 2006 ungebrochen hoher Beliebtheit.

Dem wollen auch die Vereine in Lütgendortmund Rechnung tragen und stellen während der kommenden Europameisterschaft zum zweiten Mal nach 2010 eine große Leinwand vor dem Kulturhaus an der Werner Straße auf. „Wir wünschen uns die gleiche Atmosphäre wie vor zwei Jahren“, sagt Reinhard Sack, Vorsitzender der Interessengemeinschaft.

Das Angebot zum gemeinsamen Fußballschauen richtet sich vor allem an die Einwohner Lütgendortmunds, aber auch Interessierte aus benachbarten Stadtteilen seien herzlich willkommen. Angst, dass die Zuschauer auf die größeren Plätze der Dortmunder Innenstadt abwandern könnten, haben die Veranstalter hingegen nicht: „Unsere Erfahrung zeigt, dass die Lütgendortmunder zum Fußballgucken auch in Lütgendortmund bleiben“, sagt Friedhelm Borgstädt von der Lütgendortmunder Bezirksverwaltungsstelle und glaubt auch, den Grund dafür zu kennen: „Bei uns am Kulturhaus ist es doch viel persönlicher als auf dem anonymen Friedensplatz. Hier trifft man seine Freunde und Nachbarn.“ Darüber hinaus sollen die Fans in Lütgendortmund nichts vermissen, was zu einem anständigen Fußballfest unter freiem Himmel gehört: Neben einer kleinen Auswahl an Speisen stehen ausreichend Getränke zur Verfügung. Für ausreichend Toiletten soll ebenfalls gesorgt sein. Die Leinwand misst etwa vier mal drei Meter und soll auf einer Bühne rechts vom Eingang installiert werden. Um die Sicherheitskräfte zu entlasten wird das Gelände umzäunt. Zudem sind Glasflaschen verboten; vor Ort wird es ausschließlich Plastikbecher geben. Auch Familien sollen sich auf dem ehemaligen Schulhof wohlfühlen. Und das Wichtigste für viele: Der Eintritt ist frei.

Kosten belaufen sich auf 8500 Euro

Die Kosten für die Veranstaltung tragen Bezirksverwaltung und Sponsoren. Dazu soll auch der Verkauf von Speisen und Getränken Geld in die Kasse spülen. Erreicht die deutsche Mannschaft das Finale, liegen die Gesamtkosten laut Reinhard Sack bei 8500 Euro.

„Wir würden uns freuen, wenn zu den Spielen 500 Leute kommen würden“, sagt Sack, weist aber darauf hin, dass der Platz auch mehr Menschen fassen könnte. Fehlt nur noch ein erfolgreicher Auftritt der deutschen Mannschaft, damit aus dem „Public Viewing“ in Lütgendortmund keine todtraurige Veranstaltung wird.

Janis Brinkmann

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